Schrifliche Online-Interviews in der qualitativen Sozialforschung (Frauen im Wohlfahrtsstaat)

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit: März 2019 – Dezember 2020 (21 Monate)

Projektleitung/Ansprecherpartner/-innen: PD Dr. Daniela Schiek & Prof. Dr. Carsten G. Ullrich

In dem Projekt wird sich mit der gesellschaftlichen Deutung alleinerziehender Frauen beschäftigt, die dauerhaft von wohlfahrtsstaatlichen Leistungen abhängig waren oder sind - aus der biografischen Perspektive der Frauen selbst wie auch aus der Perspektive Anderer. In dem Projekt wird nicht zuletzt auch die Eignung von Online-Medien für qualitative Interviewmethoden untersucht:

Qualitative Online-Interviews, bei denen man sich nicht gemeinsam mit den Befragten (am Bildschirm) trifft, sondern sich zeitversetzt schreibt, stehen zu den üblichen Face-to-Face-Befragungen in der qualitativen Forschung in einem maximalen Kontrast. Trotz ihrer beachtlich häufigen Verwendung sind aber die Fragen, ob diese Interviewformen qualitative Face-to-Face-Interviews ersetzen oder ergänzen können, ob sie ein eigenes (neues) Verfahren darstellen und wie dieses überhaupt funktioniert, weitgehen ungeklärt. So werden in der Studie asynchrone schriftliche Online-Interviews für die qualitative Sozialforschung hinsichtlich des Beziehungs- und Kommunikationsverhaltens und ihrer Fragetechniken variiert und in Bezug auf ihre "Glückungsbedingungen" zusammen mit der gewonnenen Datenqualität analysiert.