Schutzmaßnahmen

Arbeitsschutz im Labor

Tätigkeiten mit Gefahrstoffen dürfen erst aufgenommen werden, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Welche Maßnahmen dies im konkreten Einzelfall sind, hängt vom Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung ab.

Das grundlegende Vorgehen zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen wird in der TRGS 400 beschreiben, in der auf ergänzende und spezifische Vorschriften (z. B. in weiteren Technischen Regeln) verwiesen wird. Maßnahmen, die den Schutz vor Gesundheits- und physikalisch-chemischen Gefahren bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen sicherstellen sollen, werden in der TRGS 500 beschrieben. Beides beschreibt die TRGS 526 grundsätzlich für den Sonderfall Laboratorien.

STOP-Prinzip

Schutzmaßnahmen müssen nicht nur geeignet sein, sondern gemäß einer Maßnahmenrangfolge ausgewählt werden - nach dem sog. STOP-Prinzip. Die einzelnen Buchstaben „STOP“ repräsentieren jeweils verschiedene Arten von Schutzmaßnahmen, die der Buchstabenreihe entsprechend hierarchisch gereiht sind.

   Zunächst ist zu prüfen, ob eine Gefährdung nicht vermieden oder reduziert werden kann, indem ein gefährlicher Arbeitsstoff entweder durch einen weniger gefährlichen ersetzt (Substitution) oder das Arbeitsverfahren grundsätzlich geändert werden kann.

       Gelingt dies nicht, sind zunächst

    Technische Schutzmaßnahmen zu treffen. Ist das auch dies nicht möglich, sind

O    Organisatorische Maßnahmen zu ergreifen.

P    Persönliche Schutzmaßnahmen stehen beim STOP-Prinzip an hierarchisch letzter Stelle und sind dann einzusetzen, wenn es nicht gelingt, Gefährdungen durch in der Rangfolge höherstehender Schutzmaßnahmen ausreichend zur reduzieren.