Our Way to Green Chemistry
Wie im Artikel vom 25.08.2022 bereits erwähnt wurde, wird vermutet, dass bereits einige der vom GCC geforderten Zielen in den Lernzielen der verschiedenen Module implizit oder auch explizit enthalten sind. Für sinnvolle und wirksame Maßnahmen zur weiteren Realisierung der Green Chemistry Principles ist daher ein evidenzbasiertes Vorgehen geboten bevor weitere Maßnahmen beschlossen werden.
Phase 1
Im Projekt „G2iCE – Going Green in Chemistry Education” (Vorläufiger Link) werden aktuell die Prinzipien von Green Chemistry für den Lehr-Lern-Kontext konzeptualisiert. Auf dieser Basis wird ein Testinstrument zur Messung von Studierendenwissen im Bereich des Green Chemistry Thinkings entwickelt.
Mit diesem Testinstrument wird im Rahmen dieses Projektes dann der Status Quo der Umsetzung der Green Chemistry Principles an der Universität Duisburg-Essen ermittelt.
Phase 2
Details zur Maßnahmenentwicklung ...
Phase 3
Details zur Wirksamkeitskontrolle ...
https://doi.org/10.1039/D4GC00575A
A promise to a sustainable future: 10 years of the Green Chemistry Commitment at Beyond Benign
Amy S. Cannon, John C. Warner, Juliana L. Vidal, Natalie J. O’Neil, Monica M. S. Nyansa, Nimrat K. Obhia and Jonathon W. Moir
Seit August 2022 gehört die Universität Duisburg-Essen zu einer stetig wachsenden Gruppe an Institutionen, die sich dem Green Chemistry Commitment (GCC) der internationalen Organisation Beyond Benign verpflichtet haben an.
Das Konzept "Green Chemistry"
In den 1990er Jahren wurde es als eine Antwort auf das Problem der chemiebedingten Umweltverschmutzung entwickelt. Die Folgenträchtigkeit des vielerorts rücksichtslosen Umgangs mit der Natur wurde als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines nachhaltigeren Verständnis von Chemie genommen.
Die 12 Prinzipien der Green Chemistry dienen dabei als Leitmotive für den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und der Umwelt, effizientere Energienutzung und Risikominimierung.
Für den Sektor (Hochschul-)Lehre resultieren daraus für Studierende Kompetenzanforderungen (Cannon et al., 2024, S. 6984):
(i) Theoretische Kompetenz:
Studierende sollten die 12 Prinzipien der Green Chemistry inhaltlich wiedergeben können.
(ii) Praktische Kompetenz:
Studierende sollten in der Lage sein, Chemikalien und chemische Prozesse hinsichtlich dieser Prinzipien zu bewerten und wenn möglich Alternativen zu entwickeln zu können.
(iii) Toxikologische Kompetenz:
Studierende sollten in der Lage sein, mithilfe grundlegender Prinzipien der Toxikologie und Kenntnissen über Mechanismen auf molekularer Ebene zu beschreiben, wie gewisse Chemikalien auf den menschlichen Organismus und die Umwelt wirken, sowie geeignete Ressourcen zu Risikoidentifikation und -bewertung auswählen können.
(iv) Langfristige Anwendungskompetenz:
Studierende sollen darauf vorbereitet werden, in ihrer beruflichen Funktion als Wissenschaftler:innen und Sachkundige zu einer Bewerbung, Evaluation und Umsetzung von chemischen Substanzen und Methoden beizutragen, die keine negative Folgen auf menschliche Organismen und die Umwelt haben.
Die zwölf Prinzipien der Green Chemistry
1 - Abfallvermeidung
2 - Atomöknomie
3 - Weniger schädliche
Synthesen
4 - Entwicklung sicherer
Chemikalien
5 - Sichere Lösemittel
6 - Effiziente Energienutzung
7 - Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen
8 - Minimierung von
Derivaten
9 - Katalyse
10 - Biologische
Abbaubarkeit
11 - Echtzeitanalysen zur
Reduktion von Schadstoffen