Beiträge, Vorträge, Texte: Leseproben!

Publikationen


 

 

Christof Hamann
Gehen, Stolpern, Schreiben

Hg. v. Andreas Erb.
Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2019.

 

Hamann Buchcover

Die Vorlesungen stellen einen Zusammenhang her zwischen dem Er-Schreiben von Welt und Formen willensschwacher Fortbewegung in ihr. Dabei entsprechen Gehen, Stolpern und Zaudern drei unterschiedlichen Modi des Schriftverkehrs mit Landschafts- und Stadt-, ebenso wie mit Innenräumen – kein fließender, sondern eher ein umständlicher, stockender, von Unfällen gezeichneter. So gilt mein Interesse weniger dem zielgerichteten als vielmehr dem ziellosen, dem sich verlierenden oder zumindest dem sich Umwege leistenden und gerade deshalb artistischen Gehen und ihm korrespondierenden Denk- und Schreibformen. Es gilt unerwarteten Stolpersteinen, die Gehenden und Schreibenden einen kleinen, wenngleich energischen Schock versetzen. Und es gilt einer Haltung des Zauderns, die durch Unentschlossenheit, Grübeln, Erstarren Zonen produktiver Unbestimmtheit eröffnet.

(Christof Hamann)

Inhaltsverzeichnis

2019, ISBN 978-3-8498-1341-3,
257 Seiten, kart. EUR 29,80

 

Antje Rávic Strubel
Schlupfloch: Literatur

Hg. v. Andreas Erb.
Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2016.

 

Cover Strubel rahmenlos

 

Literatur im besten Sinne verführt zum Denken. Ein Denken, das an Grenzen führen kann, die uns im Alltag nicht bewußt sind. Ein Denken, das in die Zwischenräume geht, das die Schranken unserer Wahrnehmung unterwandert.

(Antje Rávic Strubel)

Inhaltsverzeichnis

2016, ISBN 978-3-8498-1153-2,
193 Seiten, kart. EUR 24,80


Bernhard Jaumann:
Tatorte und Schreibräume – Spurensicherungen

Hg. v. Andreas Erb.
Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2015.

 

Jaumann Publikation Cover Ohne Jahr

 

Die Welt im Krimi ist durch das Verbrechen bestimmt. Jede Figur ist ein potentieller Täter, jeder Gegenstand ein poten­tielles Indiz, jeder Ort ein potentieller Tatort. Das Verbrechen schafft Chaos, in dem jemand „aufräumen“ muss, um unser aller Zuhause am Ende wieder kuschelig erscheinen zu lassen. Krimiautoren erledigen das für den Leser – und leiden gern unter dem Nullsummenspiel, das innerhalb des Genres erwartet wird. Doch es gibt Möglichkeiten zum Widerstand, zur Ausweitung der Schreibräume, sei es innerhalb der selbst erschaffenen Fiktion oder – zunehmend – durch Ausbrüche in die Topographie des realen Verbrechens, wo oft genug weder die Guten noch die Wahrheit ihren Platz behaupten. Das ist riskant, denn bei solchen (Re)Konstruktionen kann der Kriminalroman selbst zu dem werden, was die Spurensicherung in ihm auszuwerten und zu interpretieren hat: zu einem Tatort.

(Bernhard Jaumann)

Inhaltsverzeichnis

2015, ISBN 978-3-8498-1096-2,
193 Seiten, kart. EUR 24,80

 

Guy Helminger: Ein Sprachanatom bei der Arbeit.

Hg. v. Rolf Parr, Thomas Ernst, Claude D. Conter.
Heidelberg: Synchron Verlag, 2014.

 

 

Der vorliegende Band mit den drei im Sommersemster 2012 an der Universität Duisburg-Essen erstmals gehaltenen Poetikvorlesungen von Guy Helminger, ergänzt um Aufsätze von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Luxemburger Centre national de littérature Mersch, der Université du Luxembourg und der Universität Duisburg-Essen, ist das Resultat einer seit längerer Zeit bestehenden, grenzüberschreitenden produktiven Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen, vor allem aber auch das Ergebnis des gemeinsamen (nicht nur wissenschaftlichen) Interesses an der Literatur Luxemburgs. Ziel des Bandes ist es, über die bereits vorliegenden Rezensionen, Autorenportraits und vereinzelten wissenschaftlichen Aufsätze hinaus die enorme Spannbreite des Schreibens von Guy Helminger aufzuzeigen. Damit verbunden sollen seine Poetikvorlesungen neue Zugänge zu seinen Texten eröffnen. Gezeigt wird Helminger dabei als ein »Sprachanatom bei der Arbeit«, was durchaus emphatisch zu nehmen ist, denn wer sich die Poetikvorlesungen auf der beiliegenden DVD nicht nur anhört sondern auch genau anschaut, wird schnell verstehen, dass Dichten ›Arbeit‹ auch in einem körperlichen Sinne sein kann.

Inhaltsverzeichnis

2014, ISBN 978-3-939381-69-3,
240 Seiten, Hardcover, mit DVD, EUR 28,00

 

Norbert Scheuer: Kant, die Provinz und der Roman.

Hg. v. Andreas Erb.
Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2012.

 

Welche Bedeutung hat die Philosophie für das Schreiben von Romanen, das Produzieren von Literatur überhaupt, was sind die Triebfedern, dass jemand sich hinsetzt, um eine Geschichte zu schreiben - Wirklichkeit mit Hilfe von Sprache zu re- und dekonstruieren. Zumindest an diesem Punkt haben Literatur und Philosophie Gemeinsamkeiten, denn beide kommen ohne die natürliche Sprache nicht aus, erzählen insofern Geschichten. Vielleicht ist mit etwas gutem Willen der Aufbau der Kritik der reinen Vernunft als Anleitung zum Schreiben von Geschichten interpretierbar, beginnend von der Anschauung als Grundlage jeglichen objektivierten Wissens, von Erfahrung überhaupt, über die Kategorienlehre, bis hin zur Dialektik der Verstandesbegriffe. Vielleicht liegt in der Mannigfaltigkeit sinnlicher Eindrücke die Grundlage sowohl rationaler Erklärungsversuche von Wirklichkeit als auch die eher im Phantastischen angesiedelte Produktion von Romanen, Erzählungen, Gedichten.

(Norbert Scheuer)

Inhaltsverzeichnis

2012, ISBN 978-3-89528-943-9,
183 Seiten, kart. EUR 19,80

 

HändlKlaus: Auf Umwegen.

Hg. v. Andreas Erb.
Duisburg: Universitätsverlag Rhein-Ruhr, 2011.

 

Händl Cover Buch

Inhalt

  • Andreas Erb: Händl Klaus, auf Umwegen. Vorwort
  • Karin Beier: Eine glückliche Hand. Laudatio auf Händl Klaus anlässlich der Verleihung des „Kunstsalon-Autorenpreises 2011 für das Schauspiel Köln“

I  von Händl Klaus

  • VORSPIEL. aus Furcht und Zittern. Singspiel
  • (LEGENDEN). Dem Bruder - Das Waldviertel - Die Trauernden
  • ALLFÄLLIGES. Neue Prosa
  • HAUSMITTEILUNG (Schutzdichtung für Muriel)
  • BUCH ASCHE. Oper, Bild 1 bis 5 (mit Inhaltsangabe)
  • HOLLA

II  Essays

  • Muriel Gerstner: (Im Gewohnten) – für Händl Klaus
  • Andreas Erb: Händl Klaus, gelesen. Randnotizen
  • Fabian Lettow: „... wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand." Über Händl Klaus‘ Poetik des Verschwindens
  • Tilman Raabke: Hitziges Eis. Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen von Händl Klaus
  • Janina Herrmann: „Wie, will ich beweisen, wer, ich bin, wenn man, mich fragt“ Das Verschwinden des Subjektes in (WILDE) Mann mit traurigen Augen
  • Alexander Kerlin:„Ich will in die Wirtschaft gehen.“Zum Ernst der Kinder in Furcht und Zittern
  • Bernd Künzig: „Unbedingt die Musik.“ Der Librettist Händl Klaus
  • Peter Ellenbruch: Beklemmende Kreisläufe. Notizen zum Spielfilm März

 

2011, ISBN 978-3940251848,
176 Seiten, kart. EUR 17,90

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Aus der Feder der Poeten Essener Essenzen

Dichten mit Robert Gernhardt
Der neue Essener Scheinwerfer.
Essener Blätter für Literatur und Kultur. Hg. v. Jochen Vogt et al., Klartextverlag, Essen 2003

Inhaltsverzeichnis

Die "Begrüßung des Reimreinbringers", gehalten von Jochen Vogt.

Georg Klein. Essener Essenzen
Der neue Essener Scheinwerfer.
Essener Blätter für Literatur und Kultur. Hg. v. Jochen Vogt et al., Klartextverlag, Essen 2004

Inhaltsverzeichnis