Neuerscheinungen zum Rhein-Maas-Raum

Neuwöhner, Benedikt; Mölich, Georg; Schmidt, Maike (Hrsg.)
Die Besatzung des Rheinlandes 1918 bis 1930: Allierte Herrschaft und Alltagsbeziehungen nach dem Ersten Weltkrieg.
Bielefeld 2020

Die Besatzung großer Teile des Rheinlandes und des Ruhrgebietes durch die Siegermächte Frankreich, Belgien, Großbritannien und USA nach dem Ersten Weltkrieg prägte nicht nur die Region, sie beeinflusste auch die Zwischenkriegszeit in Europa und Deutschland, in Teilen bis 1930. Anders als die gut erforschte französische Zone ist die Geschichte der anderen Besatzungszonen weitgehend unbekannt. Anhand von teils unbearbeiteten Quellen regionaler und überregionaler Provenienz untersuchen die in diesem Band versammelten Studien die politische Organisation, die Herrschaftsstrategien und den Alltag der Besatzung – insbesondere in der belgischen und britischen Zone. Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild der besetzten rheinischen Gebiete und bietet Anknüpfungspunkte für die weitere Erforschung der alliierten Rheinlandbesatzung und der europäischen Zwischenkriegszeit.

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Ute K. Boonen (Hrsg.):
Zwischen Sprachen en culturen. Wechselbeziehungen im niederländischen, deutschen und afrikaansen Sprachgebiet
Münster 2018

Zwischen dem deutschen und niederländischen Sprachraum existieren seit jeher umfassende kulturelle Wechselbeziehungen. Insbesondere sprachliche und literarische Einflüsse sowie der Austausch von Wissen auf zahlreichen Gebieten belegen den intensiven Kulturtransfer.
Dieser beschränkt sich jedoch nicht auf das Grenzgebiet zwischen Deutschland, den Niederlanden und Flandern/Belgien, sondern zieht weite Kreise über Hamburg, Frankfurt oder Paris bis nach Indonesien und in den Süden Afrikas.
Literatur-, Sprach- und Übersetzungswissenschaftler, Historiker und Übersetzer aus den genannten Ländern beleuchten ausgewählte Aspekte dieses Transfers in ihrer eigenen Sprache. Auf diese Weise eröffnet der Band transdisziplinäre Untersuchungsperspektiven auf die ausgeprägten Wechselbeziehungen im niederländischen, deutschen und afrikaansen Sprachgebiet vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

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Guido von Büren/Ralf-Peter Fuchs/Georg Mölich (Hrsg.)
Herrschaft, Hof und Humanismus. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg und seine Zeit
Bielefeld 2018

Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg (1516-1592) war einer der bedeutendsten Landesherren des 16. Jahrhunderts im Nordwesten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sein 500. Geburtstag war Anlass für eine Bilanz des Kenntnis- und Forschungsstandes zu Person und Herrschaft. Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage nach den fürstlichen Handlungsmöglichkeiten in der Epoche der Renaissance. Welchen Spielraum hatte der Herrscher, welchen Zwängen war er unterworfen? Welchen Regeln folgte das Leben am Hof? Wie wurden Macht und kultureller Anspruch des Fürsten repräsentativ dargestellt? Wie verhielt Wilhelm sich in den Konflikten zwischen den entstehenden Konfessionen? Welche Verbindungen hatte er zu den humanistischen Zirkeln am Niederrhein? Das reich bebilderte Buch zeigt ein breites Panorama der Geschichte der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg im bewegten Reformationsjahrhundert.

Lesen Sie auch:

  • Wolfgang Hasberg: Rez. zu Guido von Büren/Ralf-Peter Fuchs/Georg Mölich (Hg.): Herrschaft, Hof und Humanismus. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg und seine Zeit. 608 S., Verlag für Regionalgeschichte, Bielfeld 2018, 34,– €, in: Das Historisch-Politische Buch, Jg. 66, H. 4, 2018, S. 554–555.

  • Paul Wietzonek: Rez. zu Herrschaft, Hof und Humanismus. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg und seine Zeit, in: Der Niederrhein, Bd. 85, H. 3, 2018, S. 127-128.

  • Andreas Gebbink: Der tolerante Herrscher, in: NRZ, Lokalausgabe Kleve, 14.08.2018, o.P.; Onlineversion (kostenpflichtig): Andreas Gebbink: Der tolerante Herrscher aus dem Kleverland, in: NRZ, Rubrik: Lokales, Unterrubrik: Kleve und Umland, URL: https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/der-tolerante-herrscher-aus-dem-kleverland-id215081487.html (Stand: 29.08.2018).

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Jens Lieven, Uwe Ludwig und Thomas Schilp (Hrsg.)
Rhein-Maas. Geschichte, Sprache, Kultur, Band 8: Beiträge zur Erforschung des Kulturraums an Rhein und Maas. Dieter Geuenich zum 75. Geburtstag
Hamburg 2018

Zum 75. Geburtstag von Prof. Dr. Dieter Geuenich, von 1988 bis 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg bzw. an der Universität Duisburg-Essen und langjähriger Geschäftsführender Direktor des Instituts für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR), erscheint diese Festschrift mit Beiträgen zur Geschichte, Sprache und Kultur des Rhein-Maas-Raums. Kollegen, Schüler und Freunde ehren damit einen weit über die Grenzen des Faches und des Landes hinaus bekannten und geschätzten Mediävisten, der die Geschichtswissenschaft an den Universitäten Duisburg und Essen entscheidend mitgeprägt hat, dessen besonderes Anliegen es aber zugleich immer war, über die akademischen Grenzen hinaus die an der Geschichte und Kultur des niederländischen und deutschen Niederrheingebiets interessierten Menschen anzusprechen. Das breite Spektrum der Beiträge im vorliegenden Band spiegelt den Radius dieser Aktivitäten: Zeitlich spannt sich der Bogen vom frühen Mittelalter bis Gegenwart, thematisch von der Politik- und Kulturgeschichte, der Adelsgeschichte, der Geschichte von Kirche und Mönchtum, der Verkehrs- und Infrastrukturgeschichte über die Rechts- und Verwaltungsgeschichte, die Gedenkkultur des Mittelalters und der wilhelminischen Zeit bis hin zur Literatur- und Sprachgeschichte.

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