Lehre im aktuellen Semester

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über das aktuelle Lehrangebot des InKuRs an der Universtität Essen-Duisburg.

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus findet de Lehre dieses Semester digital statt. Die angegebenen Termin können abweichend stattfinden. Weitere Informationen erhalten Sie im LSF. 

Kolloquium zur Geschichte, Sprache und Kultur der Rhein-Maas-Region

Das "Kolloquium zur Geschichte, Sprache und Kultur der Rhein-Maas-Region" findet jedes Semester in Zusammenabeit mit dem Lehrstuhl für Niederländische Sprache und Kultur statt. Alle Interessierte sind herzlich Wilkommen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie findet das Kolloquium dieses Semester online statt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Kustodin des InKuR Frau Gießmann-Konrads.

Im Kolloquium werden neue Forschungen zur Regionalgeschichte und zur sprachlichen und kulturellen Entwicklung im Benelux-Raum und im Ruhrgebiet vorgestellt. Diskutiert wird über aktuelle Publikationen und Projekte von Wissenschaftlern, daneben auch über Examensarbeiten von Studierenden.

Prof. Dr. Ralf-Peter FuchsVorlesung: Niederlande und Niederrhein im „langen“ 19. Jahrhundert

In der Vorlesung werden, ausgehend von der napoleonischen Zeit, gravierende strukturelle Veränderungen und Entwicklungen in den Blick genommen, die das „lange“ 19. Jahrhundert geprägt haben: Säkularisierung, Industrialisierung und die Herausforderung einer europäischen Gleichgewichtspolitik durch die Ausbildung von Nationalstaaten. Ein Fokus liegt dabei auf dem niederrheinisch-westfälischen Raum, der mit Preußen als Großmacht konfrontiert wurde, wie auf dem Beneluxraum, in dem sich neue Identitäten nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime ausbildeten. Inwieweit die grundlegenden im 19. Jahrhundert entwickelten politischen Konzepte auf den Ersten Weltkrieg als Katastrophe hinausliefen, soll ebenfalls gefragt werden.

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Lit.: Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München 2011; Wilhelm Ribhegge: Preußen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen 1789-1947. Münster 2008; Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft. Darmstadt 1983.

Zeit: Mo 12-14 Uhr

Prof. Dr. Ralf-Peter FuchsHauptseminar: Multikonfessionelles Leben am Niederrhein und an der Ruhr in der Frühen Neuzeit. Der brandenburgisch/pfalz-neuburgische Religionsvertrag von 1672

Das Jahr 1672 wird in der landesgeschichtlichen Forschung zum niederrheinisch-westfälischen Raum nicht häufig als ein bedeutendes Datum erwähnt. Dabei wurden im Religionsvertrag zwischen dem protestantischen Kurfürsten von Brandenburg und dem katholischen Herzog von Pfalz-Neuburg grundlegende Einigungen erzielt, die ein Zusammenleben von Menschen verschiedener Konfession ermöglichen sollten. Im Hauptseminar wird die Entstehung dieses Einigungswerks beleuchtet. Zudem wird der mittelfristige und langfristige Erfolg im Blickpunkt stehen. Gegenstand ist somit auch der multikonfessionelle Alltag von Menschen in der Frühen Neuzeit.

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Lit.: Klaus Jaitner: Die Konfessionspolitik des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm von Neuburg in Jülich-Berg von 1647–1679. Münster 1973; Harm Klueting: Der westfälische Frieden als Konfessionsfrieden im rheinisch-westfälischen Raum, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 71 (1999), S. 21–50.

Zeit: Mo 16-18 Uhr

Prof. Dr. Ralf-Peter FuchsHauptseminar: Auf den Spuren der „Gastarbeiter“. Migration im Raum Moers seit den 1960er Jahren

Das Hauptseminar soll Migrationserfahrungen jener Menschen thematisieren, die als „Gastarbeiter“ in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingegangen sind. Wir werden uns mit Fachliteratur zu dieser Geschichte auseinandersetzen. Wir werden zudem methodische Überlegungen dazu anstellen, wie wir uns den Wahrnehmungen der Menschen aus der Türkei und anderen Ländern, die ins Ruhrgebiet kamen, annähern können. Angesichts der Pandemiebedingungen werden wir voraussichtlich Befragungen von Zeitzeugen über Online-Kommunikationsplattformen vornehmen müssen. Wir werden anlässlich einer InKuR-Partnerschaft mit Moers versuchen, diesen Raum stärker in den Blick zu nehmen, uns aber auch mit anderen Gebieten befassen.

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Lit.: Christiane Schurian-Bremecker: Migration. Ein vielschichtiges Stück Erinnerung, in: Dies. (Hg.): „Ich bin ich…“ Migration und Erinnerung. Kassel 2009, S. 35–42; Karl Lauschke, Katja. Schlecking, Johannah Weber: Migration im Ruhrbergbau. Eine Einführung in die Quellen- und Archivarbeit. Münster 2016; Franziska Dunkel, Gabriella Stramaglia-Faggion: „Für 50 Mark einen Italiener“. Zur Geschichte der Gastarbeiter in München. München 2000.

Zeit: Di 12-14 Uhr

Dr. Gregor Maximilian WeiermüllerDer Niederrhein zur Zeit der Französischen Revolution

Gegeben werden soll ein Überblick zu den diversen Konfliktfeldern der Französischen Revolution. In diesem Rahmen wird zentral die Frage gestellt, inwieweit der bereits von Zeitgenossen gebrauchte Begriff des Terrors im Revolutionskrieg diesen Auseinandersetzungen gerecht wird. Darüber hinaus soll näher untersucht werden, inwieweit die sogenannten Koalitionskriege, in denen es um die Machtrivalitäten zwischen Frankreich (erst als Republik und dann als Kaiserreich) gegen europäische Nachbarn ging, sich mit dem Geschehen im Reich vernetzten. Frankreichs Soldaten hielten dort in der Periode von 1792 bis 1814 zahlreiche Gegenden dauerhaft erobert. Viele Städte am Niederrhein und im Ruhrgebiet, wie Moers (1794-1814) oder Essen (1806-1813), wurden auf der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert von französischen Revolutionstruppen besetzt gehalten. Satellitenstaaten entstanden oder diese Territorien wurden Frankreich einverleibt. Ziel des Seminars ist, genaue Erkenntnisse über das Alltagsleben und die Verhaltensweise sowohl von Einheimischen als auch französischen Emigranten in  den okkupierten Gebieten zu gewinnen.

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Deshalb wird einer der Schwerpunkte der Blick auf die Personengruppen sein, die vor der Anarchie der Jakobiner (1792-1794) von Frankreich in die grenznahen deutschen Territorien flüchteten. Entweder kehrten diese Vertriebenen in ihre Heimat zurück oder sie verblieben im Exil (bis 1815). Diese Veranstaltung zur Spätphase der Frühen Neuzeit schließt an die im letzten Wintersemester gehaltene Übung zur Vorlesung (über Geisteshaltungen aus der Aufklärung in der Französischen Revolution) an. Sie kann jedoch ebenso von thematischen Neueinsteigern belegt werden.

Literatur:
Droz, Jacques: L‘Allemagne et la Révolution Française, Paris 1949. Mohaupt, Helga: Kleine Geschichte Essens. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Essen 32002.

Müller, Klaus: Moers in preußischer und französischer Zeit (1702-1815), in: Margret Wensky  (Hg.): Moers. Die Geschichte der Stadt von der Frühzeit bis zur Gegenwart, Bd. 2, Köln 2000, S. 1-142.


Ribhegge, Wilhelm: Preußen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen 1789-1947, Münster 2008.


Stubbe da Luz, Helmut: General Gobert, Napoleons „Zweites Gouvernement der eroberten Länder“ und die Anfänge des Königreichs Westphalen, in: Westfälische Forschungen 56 (2006), S. 379-402.


Veddeler, Peter: «Franzosenzeit», in: Anselm Faust (Hg.): Nordrhein-Westfalen. Landesgeschichte im Lexikon, Düsseldorf 21994, S. 129-131.


Studiengänge:
2-Fach-Bachelor, BA Lehramt HRSGe, BA Lehramt GyGe
Zuordnung zu den Gruppen für das 2. Fachsemester (Proseminar im TKÜ-Modul, Frühe Neuzeit)

Zeit: Mo 14-16 Uhr

Benedikt NeuwöhnerDie alliierte Rheinlandbesatzung nach dem Ersten Weltkrieg mit Schwerpunkt auf dem Großraum Duisburg (Seminar in Kooperation mit dem ZfE Duisburg)

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden weite Teil des Rheinlands von alliierten Truppen besetzt. Im Zuge der Sanktionskrise und der Ruhrkrise dehnte sich die Okkupation auf den gesamten Westen des Deutschen Reiches aus. In der Geschichtswissenschaft wird die alliierte Besatzung gemeinhin als ein verlängerter Kriegszustand aufgefasst. Im Verlauf des Seminars soll diese Deutung auf den Prüfstand gestellt werden. Am Fallbeispiel Duisburgs werden Organisation und Durchführung der Besatzung, alltägliche Beziehungen zwischen Besatzern und Besetzten sowie deren gegenseitige Wahrnehmungen untersucht. Die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur und Quellenmaterial ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme. Das Proseminar findet als Blockveranstaltung sowohl an der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) als auch im Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) in Duisburg statt.

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Literatur:

Christoph Steegmans: Die „Rheinlandbesatzung“ 1918-1930 im wirtschaftlichen und sozialen Überblick, in: Dieter Breuer u. Gertrude Cepl-Kaufmann (Hrsg.): „Deutscher Rhein – fremder Rosse Tränke?“. Symbolische Kämpfe um das Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg, Essen 2005, 13-57.

Theresa Bock von Wülfingen: Die Lage der Bevölkerung in Duisburg und Hamborn während der Sanktionszeit und der Ruhrbesetzung 1921-1925, Staatsarbeit, Duisburg 2001.

Walter Ring: Geschichte der Stadt Duisburg. Essen 1927, S. 403-475.

Die Titel werden im Vorfeld des Seminars als Digitalisate bereitgestellt.

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