2025-12-11 | Workshops_Tagungen_CfP

DeZIM-Konferenz 2026: Die umkämpfte Normalität der Migration

Vom 07. bis 09. Oktober 2026 findet die Konferenz des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld statt.

Die umkämpfte Normalität der Migration

Migration, Flucht und Zugehörigkeit stehen im Zentrum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Doch jenseits aktueller Polarisierungen stellen sich grundlegende Fragen nach Treibern und Prozessen des gesellschaftlichen und politischen Wandels: Wie sind die Konflikte um Migration historisch und strukturell eingebettet? In welchen Kontexten sind Migration und Vielfalt wenig umstrittene Normalität? Wozu führen „Ungleichzeitigkeiten“, ein Nebeneinander unterschiedlicher Konfliktintensitäten und -logiken? An welchen Konfliktlinien werden rechtsstaatliche Prinzipien zugunsten antidemokratischer oder illiberaler Politik angegriffen?

Mit diesem Zugang untersucht die Konferenz aus interdisziplinärer Perspektive, wie globale Krisen, transnationale Verflechtungen, nationale Diskurse sowie lokale Erfahrungen langfristige Verschiebungen von Solidarität, Exklusion und Demokratie formen. Ziel ist es, Konflikte nicht nur als Symptome der Gegenwart zu lesen, sondern als zentrale Dynamiken gesellschaftlicher Transformation und Zukunftsfähigkeit zu analysieren.

Die Konferenz versteht sich als interdisziplinäres Forum für Austausch und Vernetzung zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Eingeladen sind Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen sowie Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Praxis, die zu den Themen Migration, Integration, Rassismus und Konflikten arbeiten.

Im Fokus stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie verändern sich Konfliktlinien, Narrative und politische Ordnungen rund um Migration, Flucht und Zugehörigkeit über längere historische Zeiträume hinweg? Welche Kontinuitäten prägen diese Felder?
  • Welche Dynamiken von Öffnung und Schließung zeigen sich in politischen Institutionen, Zivilgesellschaft, Medien und Alltagspraktiken, und wie lassen sich konträre Logiken und widerstrebende Tendenzen erklären?
  • Welche Konfliktlogiken – demokratisierend, stabilisierend, exklusiv – lassen sich in politischen Institutionen, Zivilgesellschaft, Medien und Alltag im Umgang mit Migration erkennen?
  • Wie wirken internationale Konflikte, transnationale Netzwerke und lokale Erfahrungen zusammen und formen längerfristige Verschiebungen im Verständnis von Teilhabe, Integration und Solidarität?
  • Wie und warum entstehen neue Formen von Rassismus, Exklusion und Autoritarisierung und zugleich neue Praktiken von Solidarität und demokratischer Erneuerung im Kontext globaler Krisen und lokaler Auseinandersetzungen?
  • Welche Rolle spielen Forschung, Politik und Praxis in der Gestaltung migrationsbezogener Konfliktfelder, und wie können Ungleichzeitigkeiten im gesellschaftlichen Wandel systematisch erfasst und reflektiert werden?

Datum: Mittwoch 07. - Freitag 09. Oktober 2026
Ort: Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), Bielefeld
Deadline: 31. März 2026

Alle Informationen zu Teilnahmeformaten und Bewerbung finden Sie auf der Website:

Call for Papers

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Mit freundlichen Grüßen
die DeZIM-Konferenzorganisation

Kontakt: tagung@dezim-institut.de