2026-05-27 | Workshops_Tagungen_CfP

CfP: Ein historischer Blick auf mehrsprachige Bildung: Schule abseits der Einsprachigkeit

Ausgangspunkt des zweitägigen Workshops ist die Beobachtung, dass bestehende Forschungsarbeiten zu „anderssprachiger“ im Sinne nichtdeutschsprachiger Schule und Bildung häufig einen starken Fokus auf aktuelle Entwicklungen legen. Damit analysieren sie spezifische Momente und liefern wertvolle, jedoch jeweils auf einen spezifischen zeitlichen Rahmen begrenzte isolierte Einblicke.

Deutlich wird dies u.a. im Bereich des Herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU), der trotz seiner langen Tradition kaum in seiner historischen Entwicklung untersucht, sondern meist punktuell betrachtet wird. Weitgehend unsichtbar bleibt damit bislang ein diachroner Zugang, der solche Momentaufnahmen in längere historische Entwicklungen einbettet und frühe Formen mehrsprachiger Bildung in Deutschland wahrnimmt. Dieser Befund gilt interessanterweise sowohl in der Geschichts-, als auch in den Sprach- und Bildungswissenschaften.

Der Workshop setzt genau hier an: Vorträge und der gemeinsame Austausch mit Expert*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen sollen die bislang kaum sichtbare diachrone Betrachtung von Unterricht außerhalb der Einsprachigkeit diskutieren und hervorheben. Was wird sichtbar, wenn die Entwicklung des anderssprachigen Unterrichts historisch betrachtet wird?

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