Prof. Dr. Andreas Blätte

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Prof. Dr. Andreas Blätte

Professor für Public Policy und Landespolitik
 

Im Sommersemester 2019 in Elternzeit. Die Professur für Public Policy und Landespolitik wird vertreten durch Dr. Marcel Lewandowsky.

Weitere Informationen finden Sie auch hier.

 

Forschungsinteressen:

  • NRW-Landespolitik und bundesländervergleichende Politikforschung
  • politische Steuerung und Governance im Mehrebenensystem
  • Politikbereiche mit Querschnittscharakter, insb. Migrations- und Integrationspolitik
  • Neoinstitutionalismus

Laufende Projekte

MIDEM - Mercator Forum Migration und Demokratie

Laufzeit: August 2017 - August 2020

Beteiligte Personen:
Prof. Dr. Andreas Blätte, Julia Rakers, Simon Gehlhar, Laura Dinnebier (Standort Duisburg)
Prof. Dr. Andreas Niederberger, Eva Weiler, Jan Gehrmann, Lea Sandfort (Standort Essen)

In den letzten Jahrzehnten hat sich die demographische Zusammensetzung der europäischen Gesellschaften durch Zuwanderung deutlich gewandelt. Die Zahl der Einwanderer ist in Europa spürbar gewachsen, und insbesondere in den vergangenen drei Jahren hat das Thema Migration in den Gesellschaften Europas zu neuen politischen Polarisierungen geführt. Die politischen und sozialen Herausforderungen dieser Entwicklung sind noch nicht absehbar. Notwendig sind Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Migration und Demokratie erforschen.

Das Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM) fragt danach, wie Migration demokratische Politiken, Institutionen und Kulturen prägt und zugleich von ihnen geprägt wird. Untersucht werden Formen, Instrumente und Prozesse politischer Verarbeitung von Migration in demokratischen Gesellschaften – in einzelnen Ländern und im vergleichenden Blick auf Europa.

MIDEM ist ein Projekt der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen, gefördert durch die Stiftung Mercator. Es wird von Prof. Dr. Hans Vorländer, TU Dresden, geleitet.

Im interdisziplinären Projektteam der Forschungsgruppe 3 „Institutionelle Verarbeitung von Migration“ unter Leitung von Andreas Blätte und Andreas Niederberger arbeiten Julia Rakers, Simon Gehlhar, Eva Weiler und Jan Gehrmann unterstützt durch Laura Dinnebier und Lea Sandfort (als wissenschaftliche Hilfskräfte) zu der Frage, wie Migration auf institutionell-repräsentativer Ebene verarbeitet wird.

Dabei nimmt die Forschungsgruppe eine vergleichende Analyse der einwanderungs- und integrationspolitischen Konfliktmuster sowie ihrer demokratischen Verarbeitung vor. Es wird also untersucht, wie und unter welchen Bedingungen Themen auf die politische Agenda gelangen, wie institutionelle Rahmenbedingungen und politische Kräfte auf den Ausgang politischer Entscheidungen wirken und in welcher Weise sie umgesetzt werden. Auf diesem Wege lassen sich zugleich auch Beispiele guter Praxis herausarbeiten.

Schwerpunkte:

  • Analyse der Auswirkungen der Migration auf die Einwanderungs- und Integrationspolitik europäischer Länder
  • Bereitstellung von Ad-hoc-Expertisen (z. B. über die politische Verarbeitung migrations- und integrationspolitischer Streitfragen)
  • Berichterstattung über Ereignisse von europaweiter Bedeutung (z. B. über nationale Wahlen)
  • Transfer (u. a. Konferenzteilnahmen, Kommunikation mit der Presse)

MigTex: Textressourcen für die Integrations- und Migrationsforschung

Laufzeit: März 2018 - Oktober 2019

Beteiligte Personen:
Prof. Dr. Andreas Blätte, Merve Schmitz-Vardar, Christoph Leonhardt, Kevin Glock und Florian Gilberg

Das Ziel des Projekts "MigTex" ist es, für die Migrations- und Integrationsforschung relevante Textressourcen (Korpora, Diktionäre, Annotationen, Trainingsdaten) zu identifizieren, diese in nachhaltige Formate zu überführen und für die Forschung bereitzustellen. Methodisch ist das Projekt im Bereich der eHumanities bzw. Computational Social Sciences angesiedelt. Es wird in einer Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen (Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung / InZentIM) und dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) durchgeführt. „MigTex“ baut dabei auf der Infrastruktur, der Codebasis und den Zielsetzungen des POLMINE-PROJEKTS auf. Als Strukturprojekt trägt „MigTex“ zur Forschungsdateninfrastruktur des Deutschen Zentrums für Migrations- und Integrationsforschung (DeZIM) bei.

 

Mehr Informationen zum Projekt und seine Einbettung in die DeZIM-Gemeinschaft finden Sie hier.

Inhaltliche und technische Entwicklungen können Sie über die polmine-Webpräsenz nachvollziehen.

PolMine

Beteiligte Personen:
Prof. Dr. Andreas Blätte und Simon Gehlhar

Angesichts der nie zuvor dagewesenen Verfügbarkeit digitaler, politisch relevanter Texte, ist eine Überführung dieser Ressourcen in nutzbare Korpora ein wichtiger Schritt, um die politikwissenschaftliche Forschung mit neuen Ansätzen zu bereichern. Ziel des PolMine-Projekts ist es daher, sowohl nutzbare Daten als auch eine robuste, reproduzierbare Codebasis zur Verfügung zu stellen, um Verfahren des Text Minings und der Korpusanalyse für die Politikwissenschaft zugänglich zu machen.

Vor dem Hintergrund wurde mit dem R-Paket „polmineR“ eine portable, sowohl serverseitig als auch lokal installierbare Software-Architektur und Analyseumgebung für große annotierte Textdaten entwickelt. Die Funktionalität des Pakets hält programmiertechnische Anforderungen für gängige Analyseschritte gering, ist aber offen für statistisch komplexe Operationen.

Konkrete Arbeitsgebiete umfassen hierbei:

  • die Entwicklung von politikwissenschaftlich relevanten Textkorpora in einem nachhaltigen Datenformat
  • die Entwicklung von polmineR, das als flexible, quelloffene Infrastruktur die Analyse dieser, teilweise auch großen Textkorpora erlaubt

GermaParl

Beteiligte Person:
Prof. Dr. Andreas Blätte

GermaParl ist die zentrale PolMine-Ressource. Im GermaParl-Projekt werden Plenarprotokolle, die der Deutsche Bundestag seit 1996 veröffentlicht hat, in ein nachhaltiges, leicht zu verwendendes Datenformat überführt und so für die sozialwissenschaftliche und korpuslinguistische Forschung nutzbar gemacht. Das Korpus wird in einem automatisierten Verfahren, auf der Grundlage der über die Websites der Parlamente zugänglichen Plenarprotokolle, aufbereitet. Es wurde zur Nutzung mit der polmineR-Analyseumgebung optimiert.

Das Ergebnis des umfangreichen Aufarbeitungsprozesses steht als R-Datenpaket zur Verfügung. Informationen zu den Nutzungsmöglichkeiten finden Sie hier.