Bildungsgerechtigkeit im Fokus

Industrieller Strukturwandel und eine lange Zuwanderungsgeschichte prägen das Ruhrgebiet. Eine Region, in der die Universität Duisburg-Essen (UDE) fest verankert ist. Das heißt: Verantwortung übernehmen – und zwar nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Studierenden. Über die Hälfte sind BildungsaufsteigerInnen, das bedeutet, dass ihre Eltern kein Hochschulstudium absolviert haben. Fast ein Viertel der Studierenden hat außerdem einen Migrationshintergrund. Für die UDE ergibt sich hieraus ein für eine Universität ungewöhnlich hoher bildungs-, und sozialpolitischer Auftrag.

Doch wie können die Studierenden der UDE optimal gefördert werden? Vor allem die Studieneingangsphase ist ein wichtiger Knotenpunkt: Hier werden die Studierenden sozialisiert, sowohl fachlich als auch habituell. Das Projekt „Bildungsgerechtigkeit im Fokus“ soll deshalb genau diese Phase optimieren. Das Programm ist breit aufgestellt: Verknüpft werden Konzepte zur übergreifenden Betreuung und Beratung der Studierenden sowie zur Rollenfindung und Sozialisation im Studieneingang. Hinzu kommen Projekte zur individuellen Potenzialerkennung und -förderung. Außerdem gibt es Angebote zur Qualitätssicherung und zum Ausbau von Feedback-Instrumenten. Insgesamt sind hieraus zehn Teilprojekte entstanden:

 

Durch eine gezielte, individuelle Begleitung und Unterstützung sollen Studienabbrüche verhindert und der Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtert werden. Es geht um nachhaltige, strukturelle Prägungen im Gesamtsystem der Lehre an der UDE. Bewährte und gut beurteilte Teilprojekte sollen auf weitere Fakultäten ausgeweitet werden. Außerdem sollen im Sinne von „best practice“ auch andere Hochschulen Anregungen für die Ausgestaltung ihrer Studieneingangsphase bekommen.