In Anlehnung an internationale Forschungsstandards in der empirischen Bildungsforschung ist mit dem Begriff des "Lernens im Lebenszyklus" die Differenz spezifischer Bildungsherausforderungen und Lernkonzepte in Abhängigkeit von der gesellschaftlich präformierten Lebensphase angesprochen. Während im Mittelpunkt der "unterrichtsbezogenen Lehr- Lern-Forschung" das "Kerngeschäft" der schulischen Bildung steht, konzentriert sich die Weiterbildungsforschung auf dem Essener Campus auf das Lernen Erwachsener. Die Schwerpunkte innerhalb dieses Bereichs der Bildungsforschung akzentuieren ein breites Themenspektrum von Modernisierungsansätzen, die in der bisherigen empirischen Weiterbildungsforschung nur punktuell bearbeitet wurden. Dabei geht es u.a. um Fragestellungen wie die der Pluralisierung und der Ausdifferenzierung der Lernorte, der Verbindung von Aus- und Weiterbildungsprozessen, dem Verhältnis von Weiterbildung und Biographie, der Dokumentation und Messung von erworbenen Kompetenzen, dem Verhältnis von formalen zu non-formalen und informellen Lernprozessen, der Kooperation und Vernetzung von Bildungsinstitutionen, des Bedeutungsgewinns von Weiterbildung im Rahmen regionaler Politikgestaltung und nicht zuletzt um die Frage der Entstehung neuer Ungleichheiten im Zugang zu Weiterbildungsprozessen.

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