Aktuelle Veranstaltungen (WS 21/22)

Grundlagen der Mobilitäts- und Stadtplanung / Städtebau 1
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Die Veranstaltung des Instituts für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) findet in aufeinander bezogenen Bausteinen in Form von Vorlesungen, Übungen in Gruppen und Präsentationen statt. In den Vorlesungen wird Grundlagenwissen vermittelt und dieses anschließend in den Übungen praktisch angewandt.Die Studierenden lernen die Aufgaben und Ziele der Mobilitäts- und Stadtplanung für die einzelnen Disziplinen sowie ausgewählte Methoden, Instrumente und Verfahren der integrierten Planung kennen. Dabei werden rechtliche Grundlagen und Planungsprozesse genauso behandelt wie die Gestaltung von Infrastrukturen und Verkehrsanlagen und deren Nutzungsansprüche. In Übungen mit verkehrlichen und städtebaulichen Inhalten werden die Themen eingebunden und angewandt, vermittelt und zugleich Schlüsselqualifikationen zur Projektpräsentation eingeübt.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • ein Verständnis für methodisches Vorgehen, die Auswahl der geeigneten Planungsmethodik und das deutsche Planungssystem zu entwickeln;
  • Planungsprozesse zu strukturieren mit Hilfe von Aufgaben und Zielen der Planung, Planungsebenen und Planungsgrundlagen;
  • Analysemethoden und Leitbilder zu entwickeln und anzuwenden;
  • nachhaltige Planungselemente aktiv in den Planungsprozess einzubinden, sowie Lebensqualität als qualitativen Anspruch zu verstehen;
  • Grundwissen zu Stadt und Mobilität zu erarbeiten und den Umgang mit dem Stadt- und Verkehrsraum zu entwickeln;
  • die erarbeiteten Ergebnisse anschaulich zu dokumentieren und in angemessener Form zu präsentieren;
  • produktives Arbeiten in der Kleingruppe/Gruppenarbeit zu vermitteln.

Planen und Entwerfen: Nachhaltige Mobilität und Stadt / Städtebau 3
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In Innenstädten treffen sich eine Vielzahl städtischer Funktionen und damit verbundene Nutzungsüberlagerungen. Sie haben nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch soziale, politische und kulturelle Bedeutung – Innenstädte sind Identitätsstiftende Orte in denen Einzelhandel, Dienstleistungen, Arbeitsplätze, Gastronomie, Kultureinrichtungen, Hotels, öffentliche Einrichtungen, Wohnen und Verkehr in enger Wechselwirkung zueinanderstehen.  Allerdings sind Innenstädte heute durch starke Veränderungsprozesse in Handel und Gesellschaft geprägt: Bevölkerungsentwicklung und Lebensstile, neue Arbeitsformen sowie wachsender Online-Handel und ein anderes Konsumverhalten.  Großer Handlungsdruck besteht auch im Verkehrsbereich (u.a. Treibhausgase, Stickoxide, Feinstaub, Stop-and-Go-Verkehre, Stopps in 2. Reihe, Stau, wildes Parken) und für die Entwicklung einer nachhaltigen und gesunden Mobilität. Die Corona-Pandemie hat viele der bereits bestehenden Entwicklungstrends beschleunigt und gezeigt, wie die urbane Mobilität sich neue Wege sucht. Dabei hat sich der Handlungsdruck für die Neuorientierung und Modernisierung der Innenstadt gerade im Einzelhandel und der Gastronomie erhöht. Bei allen Negativwirkungen, die die Corona-Krise für die Innenstädte mit sich bringt, stößt sie allerdings auch ein neues Denken und Möglichkeitsräume zur Veränderung an.

Im Zentrum der Debatte steht die Diskussion um die Rolle des öffentlichen Raums, der Nutzung von (freien) Flächen sowie um die Verkehrsinfrastruktur (Straßen, Radwege, Parkraum) und die vorhandenen Mobilitätsangebote. Denn, das Neben- Mit- und Gegeneinander der Funktionen der Innenstadt wird insbesondere im öffentlichen Raum sicht- und erlebbar. Der öffentliche Raum prägt das Bild unserer Innenstädte durch seine Gestaltung aber auch seine Nutzung. Denn erst die Bewegung der Menschen im Raum verleiht der Innenstadt ihre Lebendigkeit.

Im Sinne der Stärkung und Restrukturierung der Innenstädte in ihren Funktionen als Identitäts- und Imagestifter, als Ort des Handels, des Arbeitens, des Lebens und als Treffpunkt sowie zur neuen Belebung und Attraktivierung, wird die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums daher mehr denn je zum Gegenstand einer neuen Wertediskussion um die lebenswerte Stadt.

Wie muss unsere gebaute Umwelt und ihre öffentlichen Räume gestaltet sein, um Innenstädte wieder zu beleben? Wie können Nutzungskonkurrenzen von Verkehr, sozialer Interaktion und Handel durch eine zukunftsweisende Gestaltung des öffentlichen Raums verträglich gestaltet werden? Und wie kann es gelingen, aktive Mobilität, also fuß- und radmotivierende Verhaltensweisen im urbanen Umfeld zu aktiveren und gleichzeitig die Erreichbarkeit der Innenstadt für Personen- und Lieferverkehre zu sichern?

Lernziele:

An dieser Stelle setzt das Seminar an, in dessen Rahmen ein städtebaulicher Entwurf entwickelt, visualisiert und präsentiert werden soll. Die Lerninhalte werden in diesem Modul anhand des praktischen Beispiels der Essener Innenstadt nähergebracht.

Voraussetzung für das Modul sind Kenntnisse über den Prozess des städtebaulichen Entwerfens. Die Teilnehmenden sollen dabei in ihr Wissen und die wesentlichen Arbeitsschritte stadtplanerischen Handelns und der notwendigen Instrumente kennen und anwenden können. Mit Abschluss des Moduls haben Sie ein Verständnis für das methodische Vorgehen entwickelt, können selbständige geeignete Methodiken auswählen und sind in der Lage, grundlegende Strategien zur Umsetzung planerischer Leitbilder vorzuschlagen und passende Maßnahmen auszuwählen. Zudem sind sie in der Lage etablierte Strategien und Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und zielorientierte Lösungskonzepte entwickeln.

Vorleistung:

  • Erfolgreiche Teilnahme am Modul ‚Grundlagen der Mobilitäts- und Stadtplanung‘ (Städtebau 1)
  • Erfolgreiche Teilnahme am Modul ‚Entwurf Stadt und Verkehr‘ (Städtebau 2) (empfohlen)

Prüfungsleistungen:

  • Regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung
  • Bearbeitung von Übungsaufgaben
  • Zwischenpräsentation (15 Minuten)
  • Kolloquium | Endpräsentation (20 Minuten)
  • Entwurfsmappe (Dokumentation der Arbeitsleistung)

Verkehrswesen 1 - Einführung Verkehrsplanung
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Verkehrswesen 3 - Grundlagen Eisenbahnwesen
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Verkehrswesen 6 -Modellierung im Verkehrswesen und der Stadtplanung
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Die Nutzung von Computermodellen in der Stadt- und Verkehrsplanung ist heute ein zentraler Bestandteil, wenn es darum geht die vorhandene Infrastruktur und neue Mobilitätskonzepte zu bewerten. Mit unterschiedlichen Modellen können Wirkungen (Luft- und Lärmemissionen, Verkehrsbelastungen, Kosten) des vorhandenen und des geplanten Verkehrsangebotes analysiert und verstanden werden. Wie ändert sich die Verkehrsnachfrage, wenn ein neues Wohngebiet entsteht oder wie verändert sich die Aufteilung der Verkehrsnachfrage auf die Verkehrsmittel, wenn eine neue ÖPNV-Linie geplant wird oder es einen Radschnellweg gibt? Wichtig dabei sind auch zukünftige Verkehrskonzepte in Szenarien abzubilden und Prognosen oder Effekte für ein Maßnahmenbündel zu erstellen – aber auch für einzelne Infrastrukturmaßnahmen.
Vor allem die Generierung von verlässlichen Verkehrsdaten und die Datenaufbereitung (open-source-Daten, 3D-Modellierung, GIS, google transit, open trip planner) haben in der letzten Zeit die Modellierung und die Qualität der Eingangsdaten verbessert, so dass eine realitätsnahe und aussagekräftige Modellierung erfolgen kann.
Im Rahmen des Seminars lernen sie die Grundlagen der Modellierung und die praktische Anwendung näher kennen. Vor allem mit der Verkehrsplanungssoftware PTV Visum und Vissim planen sie unterschiedliche Situationen und überdenken „Was wäre wenn“-Szenarien. Nur wenn sie an alle Eventualitäten denken und alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen, können planerisch fundierte Entscheidungen getroffen werden. Sie lernen die wesentlichen Eigenschaften makroskopischer und mikroskopischer Modelle kennen und wie diese in der Praxis eingesetzt werden.  Sie planen typische Verkehrsanlagen und simulieren Steuerungsmöglichkeiten. Dazu bekommen Sie eine Planungsaufgabe, die Sie mit Hilfe der Verkehrsplanungssoftware bearbeiten. Mögliche Anwendungsfelder sind die Nachfrageermittlung, die Durchführung einer Mängelanalyse sowie die Maßnahmenentwicklung- und -bewertung, Verkehrsfluss auf der freien Strecke oder Knotenpunkt mit LSA-Steuerung.

In dem Seminar werden folgende Themen behandelt:

  •     Zukunft des Verkehrs: Ziele und Lösungsansätze
  •     Typisierung von Verkehrsmodellen
  •     Netzmodelle
  •     Entscheidungsmodelle
  •     Nachfragemodelle
  •     Umlegungsmodelle IV und ÖV
  •     Integrierte Angebotsplanung
  •     Angebotsplanung Straßenverkehr (Netzgestaltung, Verkehrssicherheit)
  •     Praktische Anwendung von Verkehrsplanungssoftware

Vergangene Veranstaltungen (SoSe 21)

Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften wird ihre Lehre weiterhin im Sommersemester 2021 überwiegend online anbieten, da dies nach gegebener und abzuschätzender Lage in der Corona-Krise angezeigt erscheint.
Die neuen Moodle-Kurse für das SoSe 2021 finden Sie unter diesem Link.

 

Verkehrswesen 2 - Verkehrstechnik und Digitalisierung
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Die Verkehrstechnik umfasst Methoden und Technologien zur Erfassung, Steuerung und Dimensionierung von Verkehrsanlagen sowie der Abbildung des Verkehrsablaufs. Sie entwickelt dabei Verkehrskonzepte und Verkehrsleitsysteme für alle Verkehrsträger und entwirft und bemisst Verkehrsanlagen (von der Lichtsignalanlage bis hin zur innerstädtischen Parkraumsteuerung) bzw. organisiert effizient Transport- und Verkehrsabläufe (begonnen bei der innerbetrieblichen Transportplanung bis zum interkontinentalen Verkehr). Behandelt werden alle Verkehrsanlagen von der Autobahn, über die Landstraße bis hin zu innerstädtischen Straßenverkehrsanlagen. Gerade in Zeiten der Digitalisierung sind auch Themen wie die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrssysteme, Buchungs- und Informationssysteme oder die Steuerung von Last-Mile Verkehren sowie die Smart City ein wichtiges Thema.

 

Verkehrswesen 4 - Öffentliche Verkehrssysteme
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Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) bildet das nachhaltige und leistungsfähige Rückgrat von modernen Verkehrssystemen. Gerade in Zeiten des Klimawandels und der Energiewende werden Alternativen zum motorisierten Individualverkehr (MIV) immer wichtiger. Verkehrswesen 4 befasst sich mit den Disziplinen und der Entwicklung öffentlicher Verkehrssysteme und ihren unterschiedlichen Facetten. Besondere Beachtung finden hier aktuelle Themen wie z.B. die Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr.

Bei Interesse schreiben Sie sich bitte in folgenden Moodle-Kurs ein: https://moodle.uni-due.de/course/view.php?id=27175 und informieren Sie sich regelmäßig über unsere HomepageFacebook oder Twitter sowie über das LSF.

 

Städtebau 2 - Entwurf Stadt und Verkehr
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Das öffentliche Leben und das Mobilitätsverhalten werden infolge der COVID-19 Pandemie stark beeinflusst. Dies betrifft nicht nur unsere Lebensverhältnisse, sondern auch unsere Städte und deren Mobilitätssysteme. Im Zuge von Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten zeigt die Pandemie, wie elementar öffentliche Nahräume und widerstandfähige Infrastrukturen für die Stadtgesellschaft sind. Auf der Suche nach Erholung und Ausgleich, aber auch zur Daseinsvorsorge, erleben die Menschen sich selbst und ihr Quartier neu. Der eigene Wohnraum und der öffentliche Raum im direkten Wohnumfeld gewinnen für die meisten Bevölkerungsgruppen wieder an Bedeutung – der eigene Balkon, der Platz vor der Haustür und der nahegelegene Park sowie der kleine Supermarkt um die Ecke werden zu Alternativen. Der Bedarf an lokalen Erholungsmöglichkeiten erhöht jedoch auch den Druck und die Ansprüche an öffentliche Räume und auf die vorhandene Infrastruktur: Die Einhaltung von Abstandsregeln und Möglichkeiten der sozialen Distanzierung, vielschichtige Nutzungsansprüche und multifunktionale Raumnutzungen, sowie die Vernetzung grauer, grüner und blauer Infrastruktur sind in Zeiten der Pandemie nicht nur nützlich, sondern unerlässlich. So haben sich im sonnenreichen Sommer 2020 die Menschen in vielen Städten auch öffentlichen Raum zurückerobert. Die Pandemie hat aber auch dazu geführt, dass angesichts der Infektionsgefahr die Wahl des Verkehrsmittels neu überdacht wurde. Die (Neu-)Gestaltung des öffentlichen Raums wird daher mehr denn je zum Gegenstand einer neuen Wertediskussion um die lebenswerte Stadt.

Die Pandemie zeigt, dass sich die urbane Mobilität schnell neue Wege sucht (z.B. Pop-up Fahrradwege) und der Nahraum wesentlicher Faktor für öffentliche Gesundheit (‚public health‘) sein kann. Dabei geht es nicht nur um physikalische Stressoren, wie Feinstaub, Lärm und städtische Hitze, sondern auch um die fehlende Stimulation sozialer Interaktion und die mangelnden Möglichkeiten einer klimagerechten und sozial verträglichen Mobilität.

Aber wie muss unsere gebaute Umwelt und ihre öffentlichen Räume gestaltet sein, um öffentliche Gesundheit und soziale Interaktion nicht zu gefährden und zukünftig nachhaltige Mobilitätsformen zu fördern? Wie müssen Erreichbarkeiten – auch in Zeiten von verstärkter virtueller Mobilität – neu definiert werden? Welche gesundheitsfördernden Aspekte gilt es im Zuge der Planung und Gestaltung der gebauten Umwelt zu berücksichtigen? Wie können öffentliche Räume gleichzeitig soziale Interaktion fördern und physical distancing ermöglichen? Und wie kann es gelingen, aktive Mobilität, also fuß- und radmotivierende Verhaltensweisen im urbanen Umfeld zu aktiveren? Und welche Rolle kann die Stadtgesellschaft selbst in diesem Prozess spielen?

Bei allen Einschränkungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, stößt sie bzgl. dieser Fragen auch ein neues Denken und Möglichkeitsräume zur Verhaltensänderung an – denn die Bereitschaft zur notwendigen Veränderung ist in Krisenzeiten am größten. Die Chance für die Stadt- und Verkehrsplanung liegt also darin, ein attraktives Umfeld zu schaffen, welches die negativen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit vermeidet resp. sie nachhaltig positiv beeinflusst, widerstandsfähig (resilient) ist und gleichzeitig eine klimagerechte und sozial verträgliche Mobilität fördert.

An dieser Stelle setzt das Seminar an, in dessen Rahmen ein städtebaulicher Entwurf für die Post-Corona Stadt entwickelt, visualisiert und präsentiert werden soll. Aufgabe dieses Moduls ist zudem die Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der aktiven Mobilität sowie der Umgestaltung des öffentlichen Raums. Die Lerninhalte werden in diesem Modul anhand des Plangebiets ‚Kopstadtplatz‘ an einem praktischem Beispiel nähergebracht.

 

Städtebau 5 - Vertiefung integrierte Verkehrsplanung
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Eine integrierte Verkehrsplanung umfasst verkehrsträgerübergreifende Aspekte und befasst sich auch mit innovativen Mobilitätsformen und -angeboten. Dabei stehen die Wechselwirkungen zwischen Verkehr, Stadtstruktur, Umwelt und Technik im Fokus. Ziel ist es nachhaltige Maßnahmen und interdisziplinäre Strategien zu entwickeln und Verkehrs- und Mobilitätskonzepte zu erarbeiten, die den gesellschaftlichen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht werden, wirtschaftliche notwendige Infrastrukturen bereitstellen und dabei dennoch nachhaltig (3-V-Strategie) sind. Dabei werden das planerische Handeln und verkehrspolitische Leitbilder betrachtet. Dem folgend bestehen die Handlungsansätze nicht nur aus dem engeren Verkehrsbereich, sondern nehmen auch Bezug auf die Entwicklung von Stadt-/Siedlungsstrukturen und das Verkehrsangebot.

Vergangene Veranstaltungen (WS 20/21)​

Grundlagen der Mobilitäts- und Stadtplanung / Städtebau 1
Weitere Informationen im LSF

Die Veranstaltung des Instituts für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) findet in aufeinander bezogenen Bausteinen in Form von Vorlesungen, Übungen in Gruppen und Präsentationen statt. In den Vorlesungen wird Grundlagenwissen vermittelt und dieses anschließend in den Übungen praktisch angewandt.Die Studierenden lernen die Aufgaben und Ziele der Mobilitäts- und Stadtplanung für die einzelnen Disziplinen sowie ausgewählte Methoden, Instrumente und Verfahren der integrierten Planung kennen. Dabei werden rechtliche Grundlagen und Planungsprozesse genauso behandelt wie die Gestaltung von Infrastrukturen und Verkehrsanlagen und deren Nutzungsansprüche. In Übungen mit verkehrlichen und städtebaulichen Inhalten werden die Themen eingebunden und angewandt, vermittelt und zugleich Schlüsselqualifikationen zur Projektpräsentation eingeübt.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • ein Verständnis für methodisches Vorgehen, die Auswahl der geeigneten Planungsmethodik und das deutsche Planungssystem zu entwickeln;
  • Planungsprozesse zu strukturieren mit Hilfe von Aufgaben und Zielen der Planung, Planungsebenen und Planungsgrundlagen;
  • Analysemethoden und Leitbilder zu entwickeln und anzuwenden;
  • nachhaltige Planungselemente aktiv in den Planungsprozess einzubinden, sowie Lebensqualität als qualitativen Anspruch zu verstehen;
  • Grundwissen zu Stadt und Mobilität zu erarbeiten und den Umgang mit dem Stadt- und Verkehrsraum zu entwickeln;
  • die erarbeiteten Ergebnisse anschaulich zu dokumentieren und in angemessener Form zu präsentieren;
  • produktives Arbeiten in der Kleingruppe/Gruppenarbeit zu vermitteln.

Planen und Entwerfen: Nachhaltige Mobilität und Stadt / Städtebau 3
Weitere Informationen im LSF

Wachsendes Verkehrsaufkommen sowie Planungen, die weiter autobasiert umgesetzt werden, führen zu negativen Belastungen für Umwelt, Klima, und der Bevölkerung. Es wird immer deutlicher, dass sich ohne eine tiefgreifende Transformation in der Stadt- und Mobilitätsstruktur sowie der Mobilitätsoptionen die nationalen Klimaschutzziele nicht erreichen lassen. Eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung ist aber nicht allein über rein technische Verbesserungen oder einen effizienteren Ressourceneinsatz zu erreichen, denn das individuelle Mobilitätsverhalten spielt eine entscheidende Rolle, so dass Strategien des Vermeidens von Verkehr sowie des Verlagerns auf umweltverträgliche Verkehrsmittel ebenfalls in den Blickpunkt geraten.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • Leitbilder der Stadt- und Verkehrsplanung
  • Planungsmethodiken und Planungsprozesse
  • Planungsgrundlagen und Analysemethoden
  • SWOT-Analyse
  • Grundlegendes Wissen zu den Wechselwirkungen zwischen urbanen Strukturen und Mobilität
  • Ermittlung und Bewertung der Wirkungen unterschiedlicher Konzepte
  • Darstellung der Verkehrsentwicklungen
  • Entwicklung und Gestaltung von Infrastrukturen und urbanen Systemen
  • Identifizierung von Spannungsfeldern und Akteuren
  • Transformation Urbaner Systeme
  • Ergebnisse anschaulich zu dokumentieren und in angemessener Form zu präsentieren
  • produktives Arbeiten in der Kleingruppe/Gruppenarbeit

Verkehrswesen 1 - Einführung Verkehrsplanung
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Verkehrswesen 3 - Grundlagen Eisenbahnwesen
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Verkehrswesen 6 -Modellierung im Verkehrswesen und der Stadtplanung
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Die Nutzung von Computermodellen in der Stadt- und Verkehrsplanung ist heute ein zentraler Bestandteil, wenn es darum geht die vorhandene Infrastruktur und neue Mobilitätskonzepte zu bewerten. Mit unterschiedlichen Modellen können Wirkungen (Luft- und Lärmemissionen, Verkehrsbelastungen, Kosten) des vorhandenen und des geplanten Verkehrsangebotes analysiert und verstanden werden. Wie ändert sich die Verkehrsnachfrage, wenn ein neues Wohngebiet entsteht oder wie verändert sich die Aufteilung der Verkehrsnachfrage auf die Verkehrsmittel, wenn eine neue ÖPNV-Linie geplant wird oder es einen Radschnellweg gibt? Wichtig dabei sind auch zukünftige Verkehrskonzepte in Szenarien abzubilden und Prognosen oder Effekte für ein Maßnahmenbündel zu erstellen – aber auch für einzelne Infrastrukturmaßnahmen.
Vor allem die Generierung von verlässlichen Verkehrsdaten und die Datenaufbereitung (open-source-Daten, 3D-Modellierung, GIS, google transit, open trip planner) haben in der letzten Zeit die Modellierung und die Qualität der Eingangsdaten verbessert, so dass eine realitätsnahe und aussagekräftige Modellierung erfolgen kann.
Im Rahmen des Seminars lernen sie die Grundlagen der Modellierung und die praktische Anwendung näher kennen. Vor allem mit der Verkehrsplanungssoftware PTV Visum und Vissim planen sie unterschiedliche Situationen und überdenken „Was wäre wenn“-Szenarien. Nur wenn sie an alle Eventualitäten denken und alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen, können planerisch fundierte Entscheidungen getroffen werden. Sie lernen die wesentlichen Eigenschaften makroskopischer und mikroskopischer Modelle kennen und wie diese in der Praxis eingesetzt werden.  Sie planen typische Verkehrsanlagen und simulieren Steuerungsmöglichkeiten. Dazu bekommen Sie eine Planungsaufgabe, die Sie mit Hilfe der Verkehrsplanungssoftware bearbeiten. Mögliche Anwendungsfelder sind die Nachfrageermittlung, die Durchführung einer Mängelanalyse sowie die Maßnahmenentwicklung- und -bewertung, Verkehrsfluss auf der freien Strecke oder Knotenpunkt mit LSA-Steuerung.

In dem Seminar werden folgende Themen behandelt:

  •     Zukunft des Verkehrs: Ziele und Lösungsansätze
  •     Typisierung von Verkehrsmodellen
  •     Netzmodelle
  •     Entscheidungsmodelle
  •     Nachfragemodelle
  •     Umlegungsmodelle IV und ÖV
  •     Integrierte Angebotsplanung
  •     Angebotsplanung Straßenverkehr (Netzgestaltung, Verkehrssicherheit)
  •     Praktische Anwendung von Verkehrsplanungssoftware

Vergangene Veranstaltungen (SoSe 20)

Verkehrswesen 2 - Verkehrstechnik und Digitalisierung
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Die Verkehrstechnik umfasst Methoden und Technologien zur Erfassung, Beschreibung und Beeinflussung von Verkehrsanlagen/ des Verkehrsgeschehens. Die Verkehrstechnik entwickelt Verkehrskonzepte und Verkehrsleitsysteme für alle Verkehrsträger. Behandelt werden alle Verkehrsanlagen von der Autobahn, über die Landstraße bis hin zu innerstädtischen Straßenverkehrsanlagen.

Verkehrswesen 4 - Öffentliche Verkehrssysteme
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Verkehrswesen 4 befasst sich mit den Disziplinen und der Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Zu den grundlegenden Disziplinen zählen sowohl die Ingenieurwissenschaften, als auch Aspekte der Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und der Architektur/Geografie. Besondere Beachtung finden hier aktuelle Themen wie z.B. Barrierefreiheit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

Für eine Teilnahme am Modul muss sich am Institut angemeldet werden. Bitte wenden Sie sich hierfür an Herrn Ganter.

Verkehrswesen 5 - Stadt- und Verkehrsmanagement
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Menschen sind auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln unterwegs und prägen so die Attraktivität der Städte und die individuelle Lebensqualität. Auf der einen Seite bestimmt die Stadt mit ihrer baulichen Gestalt und Funktionalität die Räume für Mobilität und individuelles Verhalten, Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung. Auf der anderen Seite wächst aber auch das gesundheitliche Risiko für die Bevölkerung unter anderem durch Luftschadstoffe und Lärm sowie mangelnde aktive Bewegung. Auch wenn der Abschied von der fossilen Energie greifbar nahe ist und immer näher rückt, wird das Auto auch weiterhin noch das Stadtbild über Jahrzehnte prägen. Daher muss strategisch die Siedlungsstruktur und die Stadt neu organisiert und der Verkehr sowohl reduziert als auch ressourceneffizient gesteuert oder gemanagt werden.

Die Mobilität und das Stadtbild sind daher in einer Umbruchs- oder Transformationsphase, da die autoorientierte Verkehrs- und Stadtplanung der letzten Jahrzehnte nicht zukunftsfähig ist. Die Zukunft der Mobilität ist multioptional, vernetzt, digital und postfossil. Dazu bedarf es aber neue Wege in der Organisation von Stadt und Mobilität. Ein effektives Verkehrs- und Mobilitätsmanagement sowie ein strategischer Rahmen für den Transformationsprozess in der Stadt und der Gesellschaft gehören dazu.

Es werden zudem vertiefend die Technologien der Digitalisierung diskutiert und ihr Einsatz anhand von Fallbeispielen aus der Praxis veranschaulicht.

Anhand der Schlüsselelemente Stadt, Mobilität und Management/Strategie, wird verdeutlicht, wie Nachhaltigkeit in Verkehrs- und Stadtplanung umgesetzt werden kann.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • Standortanalysen
  • Trends und Zusammenhänge von Urbansierung, räumlichen Nutzungsmustern und Mobilität in Städten
  • Stabilität von Raum- und Bewegungsmustern
  • Herausarbeiten von Steuerungsmöglichkeiten
  • Grundlegendes Verständnis des Mobilitätsmanagements
  • Entwicklung eines Modells / Abschätzung von Effekten
  • Strukturierung von Projekten
  • Aufbereitung von Ergebnissen für das kommunale und politische Umfeld
  • Design neuer Infrastrukturen / Stadtmobiliar
  • Komponenten und Anlagen im Straßenverkehr
  • Nutzbarmachung von Big-Data / Open-Data in der Stadt- und Verkehrsplanung
  • Neue Arbeitswelten und Online-Handel
  • Wer ist wann und wie zu beteiligen?
  • Systemverständnis