Aktuelle Veranstaltungen (SoSe 2020)

Auf Grund der Coronakrise-Hochschulverordnung wird die Lehre ab dem 20.04.2020 vorerst online durchgeführt. Bei Interesse an einem Seminar schreiben Sie sich bitte über die Selbsteinschreibung in den entsprechenden Moodle-Kurs ein, um an den Vorlesungen und Übungen teilnehmen zu können. Hier finden Sie die Links zu den Moodle-Kursen.
 

 

Grundlagen der Mobilitäts- und Stadtplanung / Städtebau 1
Weitere Informationen im LSF

Die Veranstaltung des Instituts für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) findet in aufeinander bezogenen Bausteinen in Form von Vorlesungen, Übungen in Gruppen und Präsentationen statt. In den Vorlesungen wird Grundlagenwissen vermittelt und dieses anschließend in den Übungen praktisch angewandt.Die Studierenden lernen die Aufgaben und Ziele der Mobilitäts- und Stadtplanung für die einzelnen Disziplinen sowie ausgewählte Methoden, Instrumente und Verfahren der integrierten Planung kennen. Dabei werden rechtliche Grundlagen und Planungsprozesse genauso behandelt wie die Gestaltung von Infrastrukturen und Verkehrsanlagen und deren Nutzungsansprüche. In Übungen mit verkehrlichen und städtebaulichen Inhalten werden die Themen eingebunden und angewandt, vermittelt und zugleich Schlüsselqualifikationen zur Projektpräsentation eingeübt.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • ein Verständnis für methodisches Vorgehen, die Auswahl der geeigneten Planungsmethodik und das deutsche Planungssystem zu entwickeln;
  • Planungsprozesse zu strukturieren mit Hilfe von Aufgaben und Zielen der Planung, Planungsebenen und Planungsgrundlagen;
  • Analysemethoden und Leitbilder zu entwickeln und anzuwenden;
  • nachhaltige Planungselemente aktiv in den Planungsprozess einzubinden, sowie Lebensqualität als qualitativen Anspruch zu verstehen;
  • Grundwissen zu Stadt und Mobilität zu erarbeiten und den Umgang mit dem Stadt- und Verkehrsraum zu entwickeln;
  • die erarbeiteten Ergebnisse anschaulich zu dokumentieren und in angemessener Form zu präsentieren;
  • produktives Arbeiten in der Kleingruppe/Gruppenarbeit zu vermitteln.

Planen und Entwerfen: Nachhaltige Mobilität und Stadt / Städtebau 3
Weitere Informationen im LSF

Wachsendes Verkehrsaufkommen sowie Planungen, die weiter autobasiert umgesetzt werden, führen zu negativen Belastungen für Umwelt, Klima, und der Bevölkerung. Es wird immer deutlicher, dass sich ohne eine tiefgreifende Transformation in der Stadt- und Mobilitätsstruktur sowie der Mobilitätsoptionen die nationalen Klimaschutzziele nicht erreichen lassen. Eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung ist aber nicht allein über rein technische Verbesserungen oder einen effizienteren Ressourceneinsatz zu erreichen, denn das individuelle Mobilitätsverhalten spielt eine entscheidende Rolle, so dass Strategien des Vermeidens von Verkehr sowie des Verlagerns auf umweltverträgliche Verkehrsmittel ebenfalls in den Blickpunkt geraten.
Aufgabe dieses Moduls ist die verkehrliche und städtebauliche Analyse eines Areals in Potsdam. Mit der Jahrtausendwende wurde das 12 ha große Areal am Ufer des Tiefen Sees zum Sanierungsgebiet erklärt und mehr als 100 Millionen Euro für den Ausbau zum Kunst- und Gewerbestandort investiert. Workshops mit Anliegern und Studien der Sanierungsträger haben über die Jahre eine Reihe städtebaulicher Defizite offengelegt. Es mangelt an einer klaren Raumstruktur, die belebend wirkt, Orientierung schafft und Sichtbeziehungen zur Innenstadt herstellt. Im Rahmen der Werkstatt soll sich das Modul mit dem Thema der Mobilität auseinandersetzen.
Die Studierenden sollen in dem Seminar lernen wie eine nachhaltige Quartiersentwicklung erfolgt und umgesetzt werden kann. Neben der strukturierten Bestandsanalyse und dem Identifizieren der Problemlagen, sollen Konzepte entwickelt, visualisiert und präsentiert werden. Ziel ist es, zu verstehen, wie nachhaltige Strukturen in einem Quartier umgesetzt werden können und welche Bedingungen die Menschen dazu bringen, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern.
Es ist geplant das Seminar im Rahmen des nationalen Baukonvents durchzuführen, so dass die Möglichkeit besteht, die Ergebnisse mit anderen Projektteams zu diskutieren und weiter zu entwickeln. Dazu versammeln sich Studierende aus ganz Deutschland dazu. Im Vorfeld werden die Grundlagen an Beispielen in Essen oder Dortmund erarbeitet.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • Leitbilder der Stadt- und Verkehrsplanung
  • Planungsmethodiken und Planungsprozesse
  • Planungsgrundlagen und Analysemethoden
  • SWOT-Analyse
  • Grundlegendes Wissen zu den Wechselwirkungen zwischen urbanen Strukturen und Mobilität
  • Ermittlung und Bewertung der Wirkungen unterschiedlicher Konzepte
  • Darstellung der Verkehrsentwicklungen
  • Entwicklung und Gestaltung von Infrastrukturen und urbanen Systemen
  • Identifizierung von Spannungsfeldern und Akteuren
  • Transformation Urbaner Systeme
  • Ergebnisse anschaulich zu dokumentieren und in angemessener Form zu präsentieren
  • produktives Arbeiten in der Kleingruppe/Gruppenarbeit

Verkehrswesen 2 - Verkehrstechnik und Digitalisierung
Weitere Informationen im LSF

Die Verkehrstechnik umfasst Methoden und Technologien zur Erfassung, Beschreibung und Beeinflussung von Verkehrsanlagen/ des Verkehrsgeschehens. Die Verkehrstechnik entwickelt Verkehrskonzepte und Verkehrsleitsysteme für alle Verkehrsträger. Behandelt werden alle Verkehrsanlagen von der Autobahn, über die Landstraße bis hin zu innerstädtischen Straßenverkehrsanlagen.

Verkehrswesen 4 - Öffentliche Verkehrssysteme
Weitere Informationen im LSF

Verkehrswesen 4 befasst sich mit den Disziplinen und der Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Zu den grundlegenden Disziplinen zählen sowohl die Ingenieurwissenschaften, als auch Aspekte der Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und der Architektur/Geografie. Besondere Beachtung finden hier aktuelle Themen wie z.B. Barrierefreiheit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

Für eine Teilnahme am Modul muss sich am Institut angemeldet werden. Bitte wenden Sie sich hierfür an Herrn Ganter.

Verkehrswesen 5 - Stadt- und Verkehrsmanagement
Weitere Informationen im LSF

Menschen sind auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln unterwegs und prägen so die Attraktivität der Städte und die individuelle Lebensqualität. Auf der einen Seite bestimmt die Stadt mit ihrer baulichen Gestalt und Funktionalität die Räume für Mobilität und individuelles Verhalten, Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung. Auf der anderen Seite wächst aber auch das gesundheitliche Risiko für die Bevölkerung unter anderem durch Luftschadstoffe und Lärm sowie mangelnde aktive Bewegung. Auch wenn der Abschied von der fossilen Energie greifbar nahe ist und immer näher rückt, wird das Auto auch weiterhin noch das Stadtbild über Jahrzehnte prägen. Daher muss strategisch die Siedlungsstruktur und die Stadt neu organisiert und der Verkehr sowohl reduziert als auch ressourceneffizient gesteuert oder gemanagt werden.

Die Mobilität und das Stadtbild sind daher in einer Umbruchs- oder Transformationsphase, da die autoorientierte Verkehrs- und Stadtplanung der letzten Jahrzehnte nicht zukunftsfähig ist. Die Zukunft der Mobilität ist multioptional, vernetzt, digital und postfossil. Dazu bedarf es aber neue Wege in der Organisation von Stadt und Mobilität. Ein effektives Verkehrs- und Mobilitätsmanagement sowie ein strategischer Rahmen für den Transformationsprozess in der Stadt und der Gesellschaft gehören dazu.

Es werden zudem vertiefend die Technologien der Digitalisierung diskutiert und ihr Einsatz anhand von Fallbeispielen aus der Praxis veranschaulicht.

Anhand der Schlüsselelemente Stadt, Mobilität und Management/Strategie, wird verdeutlicht, wie Nachhaltigkeit in Verkehrs- und Stadtplanung umgesetzt werden kann.

Im Einzelnen sind die Inhalte:

  • Standortanalysen
  • Trends und Zusammenhänge von Urbansierung, räumlichen Nutzungsmustern und Mobilität in Städten
  • Stabilität von Raum- und Bewegungsmustern
  • Herausarbeiten von Steuerungsmöglichkeiten
  • Grundlegendes Verständnis des Mobilitätsmanagements
  • Entwicklung eines Modells / Abschätzung von Effekten
  • Strukturierung von Projekten
  • Aufbereitung von Ergebnissen für das kommunale und politische Umfeld
  • Design neuer Infrastrukturen / Stadtmobiliar
  • Komponenten und Anlagen im Straßenverkehr
  • Nutzbarmachung von Big-Data / Open-Data in der Stadt- und Verkehrsplanung
  • Neue Arbeitswelten und Online-Handel
  • Wer ist wann und wie zu beteiligen?
  • Systemverständnis

Vergangene Veranstaltungen (WS 19/20)

Städtebau 2 - Städtebauliches Projekt
Digitalisierung von Stadt und Mobilität

Weitere Informationen im LSF

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft wandeln sich auch unser Einkaufsverhalten, der Handel und die Verteilung von Waren. Der wachsende Online-Handel kann als einer der aktuell bedeutendsten Trends im Konsumverhalten angesehen werden. Immer mehr Waren werden nicht mehr stationär gekauft, sondern online bestellt. Schon heute ist absehbar, dass der Einzelhandel, aber auch die städtischen Verkehrssysteme vor erheblichen Veränderungen stehen. Insgesamt wird die Digitalisierung den Zugang zu Informationen verbessern und den Informationsfluss im urbanen Raum verändern.

Ob die digitale Revolution unser Handeln und die Organisation des Alltags wie auch Planungsprozesse und Infrastrukturen wirklich radikal verändern wird, ist Grund genug über die urbane Mobilität und Stadtstrukturen von Morgen nachzudenken.

Dieses Seminar befasst sich daher mit dem Entwurf eines ganzheitlichen Konzeptes für ein vorgegebenes Untersuchungsgebiet in Essen, welches die Anforderungen der zukünftigen Entwicklungen einbezieht. Der Fokus liegt dabei auf den Schwerpunkten Mobilitätsverhalten, Verkehr und Logistik, eingebettet im städtebaulichen Kontext. Ziel ist es, die aktuellen und zukünftigen verkehrlichen Entwicklungen der Gebiete zu erfassen und bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln.


Städtebau 4 - Städtebauliches Projekt
Transformation urbaner Systeme am Beispiel des UNESCO Welterbe Zollverein

Weitere Informationen im LSF

Wachsendes Verkehrsaufkommen sowie starre Mobilitätssysteme führen zu negativen Belastungen für Umwelt und Klima, Bevölkerung, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen. Es wird immer deutlicher, dass sich ohne eine tiefgreifende Transformation in der Stadt- und Mobilitätsstruktur die nationalen Klimaschutzziele nicht erreichen lassen können. Eine nachhaltige Verkehrsentwicklung ist nicht allein über rein technische Verbesserungen oder einen effizienteren Ressourceneinsatz zu erreichen, denn das individuelle Mobilitätsverhalten spielt eine entscheidende Rolle, so dass Strategien des Vermeidens von Verkehr sowie des Verlagerns auf umweltverträgliche Verkehrsmittel ebenfalls in den Blickpunkt geraten.

Aufgabe dieses Moduls ist die verkehrliche und städtebauliche Analyse des Industrie- und Architekturdenkmals Zollverein, um eine Transformation von Mobilitätsangeboten zu initiieren. In Zusammenarbeit mit dem Reallabor Zollverein sollen Befragungen der Nutzergruppen um und auf Zollverein durchgeführt werden und darauf aufbauend neue urbane Mobilitätskonzepte und Infrastrukturen erarbeitet werden. Der Fokus liegt dabei auf einer Mobilitätswende auf und um Zollverein.

Ziel ist es, zu verstehen, wie eine Mobilitätswende vor Ort funktionieren könnte und welche Bedingungen die Menschen dazu bringen, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Wie kann die Mobilitätswende zu einer nachhaltigen Quartiersentwicklung beitragen?