Informationen zur Philosophie der Inklusionsstelle

Philosophie der Beratungsstelle

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Philosophie der Beratungsstelle und Rahmenbedingungen der UDE. Hinweise zu den Umsetzungsschritten zur Inklusion in der Universität Duisburg-Essen sowie Beratungsansätze und Grenzen der Beratung werden aufgezeigt.

Rahmenbedingungen der UDE mitgestalten

Allgemeine hochschulpolitische Veränderungen, wie z.B. die Bologna-Reform haben erhebliche Auswirkungen für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Die Beauftragte beobachtet diese Entwicklungen, analysiert sie und macht ggf. Vorschläge.

Die Beauftragte vertritt die Belange von behinderten und chronisch erkrankten Studieninteressierten und Studierenden innerhalb der Universität Duisburg-Essen, insbesondere auch in den Übergangsphasen von der Schule zur Hochschule als auch im Übergang von der Hochschule in den Beruf.

Innerhalb der Universität Duisburg-Essen ist die Beauftragte an einschlägigen Entscheidungenprozessen beteiligt (z.B. in den Bereichen Nachteilsausgleich und Barrierefreiheit).

Zur Wahrnehmung dieser Aufgabe nimmt die Beratungsstelle an Beratungen der DiM- Kommission teil und wird an verschiedenen Gremien bei Themen wie Barrierefreiheit und Nachteilsausgleich beteiligt.

Das Prorektorat Diversity-Management hat die Aufgabe, den bewussten Umgang von Heterogenität unserer Studierenden und Mitarbeiter/-innen als Ressource und Chance zu fördern.

Geschlechtergerechtigkeit, Familienfreundlichkeit, Interkulturalität, Bildungsaufsteiger, Behinderung und lebenslanges Lernen sind wesentliche Bestandteile, die bei der Arbeit in den Blick genommen werden. Das kreative Potential zum lösungsorientieren Handeln wird durch Maßnahmen des Diversity-Mangements unterstützt, die das Ziel haben, zur Bildungsgerechtigkeit und Exzellenzentwicklung beizutragen.

Um die Heterogenität innerhalb der Universität Duisburg-Essen handhabbar zu machen, sieht das Prorektorat Diversity-Management ein wesentliches Element in der Verankerung von Diversity in den Leitlinien und Zielvereinbarung der Universität. Hierdurch leistet die Universität einen wesentlichen Beitrag im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bei der Durchsetzung von Inklusion.

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Hin zur Inklusion, ein Dreiklang: Informieren – Vernetzen – Beraten

Übergeordnete Zielsetzung

Alle Initiativen der Hochschule im strukturellen wie im didaktischen Bereich zielen auf die Gestaltung einer inklusiven Hochschule hin. Dies verlangt häufig eine Abwägung unterschiedlicher Positionen und ist als langfristiger Prozess angelegt.

Informationsebene

Die Beauftragte informiert über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, regt Maßnahmen an, gibt Praxistipps und zeigt Möglichkeiten der Teilhabe und Selbstbestimmung von behinderten und chronisch erkrankten Studierenden und Studieninteressierten auf. Sie setzt sich für Chancengleichheit und Teilhabe ein. Hierbei orientiert sie sich an den Prinzipen der Solidarität und Subsidiarität.

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Vernetzungs- und Kooperationsebene

Hochschulintern

Das Bestreben der Beratungsstelle ist es,engen Kontakt mit betroffenen Studierenden und deren Vertretungen zu halten. Darüber hinaus wird eine interne Vernetzung bzw. Kooperation mit dem Akademischen Beratungs-Zentrum Studium und Beruf (ABZ), der Verwaltung, den Fakultäten, der Ombudsstelle für Studierende, der Gleichstellungsbeauftragten, der Schwerbehindertenvertretung, dem Studentenwerk Essen-Duisburg, den Beratungsnetzwerken, zentrale Serviceeinheiten, wie z.B. das Zentrum für Information und Mediendienste und dem Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung angestrebt.

Hochschulübergreifend

Für den Wissens- und Erfahrungsaustausch baut die Beratungsstelle hochschulübergreifende Kontakte zu Behindertenbeauftragten und Beratungsstellen an anderen Universitäten auf und hält Kontakt zum Deutschen Studentenwerk für den Bereich Behinderung und Studium.

Hochschulextern

Ein weiterer Baustein ist die langfristige hochschulexterne Vernetzung mit dem Land NRW, den Kommunen Duisburg und Essen, Organisationen, Verbänden und Selbsthilfegruppen sowie Personen, die Inklusion an der Hochschule für Studierende mit mit Behinderung und chronischer Erkrankung in der Region Duisburg-Essen mit befördern wollen.

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Beratungsebene

Funktionsebene des Dreiklangs Vernetzung-Kooperation-Beratung

Durch den Dreiklang "Vernetzung- Kooperation- Beratung" verspricht sich die Beratungsstelle zur Inklusion ein differenziertes Bild über Studium und Behinderung sowie deren Möglichkeiten und Grenzen zu erhalten. Hierdurch werden eine qualitative Beratung gewährleistet und ggf. Ideen und Beschwerden aufzugriffen, die zur einer Verbesserung der Studiensituation von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung beitragen können.

Nach dem Prinzip des Fördern und Forderns werden Studierende und Studieninteressierte über vorhandene Service-Angebote informiert, entsprechende Anlaufstellen bzw. Ansprechpartner/innen genannt sowie z.B. bei Antragsverfahren beraten, die aufgrund der Behinderung und/oder chronischen Erkrankung relevant sind.

Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung erleben sich in erster Linie als Studierende. Aus diesem Grund ist es wichtig, die allgemeinen Studienbedingungen zu kennen. Erst dann kann die Beratungsstelle Wünsche und Erwartung angemessen, individuell und personenbezogen berücksichtigen. Je nach Anfrage werden mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt.

Anregungen und Beschwerden zur Verbesserung der Studiensituation werden gerne aufgegriffen und weitergeleitet.

Wichtig ist für Studierende und Studieninteressierte, dass sie sich insbesondere bei der Studienfach- und Studienortwahl vorab über die allgemeinen Studienbedingungen bei der Allgemeinen Studierendenberatung des Akademischen Beratungs-Zentrums Studium und Beruf (ABZ) sowie bei studienfachbezogenen Fragestellungen bei der Studienfachberatung der jeweiligen Fächer erkundigen. Bei Lern- und Studienproblemen können die psychologischen Berater/innen des ABZ direkt angesprochen werden.

Bei weiteren Diversity-Aspekten, wie z.B. Migrationshintergrund, Familie, Bildungsaufsteiger etc. können sie erste Informationen über das Diversity-Portal abrufen.

Bei Bedarf seitens der Studierenden, Studienbewerberinnen und Studieninteressierten sowie Absolventen bietet die Beratungsstelle persönliche Beratungsgespräche an.

Lehrende der weiterführenden Schulen, Arbeitgeber/-innen, Institutionen, Verbände und Organisationen können sich von Montag bis Mittwoch mit Anfragen zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung an die Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung wenden. Die Beauftragte prüft dann hochschulintern, ob und welche Einrichtungen, Fakultäten, Institute etc. zu beteiligen sind. Sie ist bemüht, Ihre Anfrage im Rahmen ihrer Möglichkeiten zügig zu beantworten.

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Grenzen der Beratung

Die Beauftragte führt keine Rechtsberatung durch.

Sie darf nicht in schwebende Gerichts- oder Verwaltungsverfahren eingreifen und hat keine Weisungsbefugnis gegenüber der Universität. Sie kann daher nicht anweisen, bestimmte Entscheidungen abzuändern oder zu treffen, kann aber im Einzelfall, soweit vom Betroffenen schriftlich erwünscht, um erneute Prüfung des Sachverhalts bitten.

Darüber hinaus verfügt die Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung selbst nicht über Fördermittel, mit denen Projekte oder Einzelpersonen unterstützt werden können. Sie kann aber ggf. bei der Suche nach geeigneten Unterstützungsmöglichkeiten an der Universität Duisburg Essen behilflich sein.

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