Call for Papers Sammelband: Bildungsnetzwerke in der Lehrkräftebildung – Perspektiven auf Forschung, Transfer und Professionalisierung beim Springer-Verlag
Bildungsnetzwerke in der LehrkräftebildungPerspektiven auf Forschung, Transfer und Professionalisierung
Call for Papers Sammelband: Bildungsnetzwerke in der Lehrkräftebildung – Perspektiven auf Forschung, Transfer und Professionalisierung beim Springer-Verlag
Schüler*innen wachsen in vielfältigen und ambigen Lebenswelten auf. Sie begegnen unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und neuen, aus kindlicher Sicht erklärungsbedürftigen Phänomenen (Unger 2019). Bildung steht damit vor der Herausforderung, diese Lebenswirklichkeiten aufzugreifen und reflexiv und explorativ zu erschließen. Lehrkräfte müssen entsprechend vielfältige Erschließungsmöglichkeiten eröffnen, die unterschiedlichen kindlichen Lebenswirklichkeiten und -entwürfen Rechnung tragen.
Eine Möglichkeit hierfür bieten Bildungsnetzwerke. Durch die Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen, Institutionen, Lernorte und Bildungsressourcen können sich zusätzliche Sichtweisen auf Gegenstände eröffnen und Bildungsprozesse über institutionelle Grenzen hinweg ermöglicht werden (Cleiß 2009). Insbesondere im Kontext ganztagsschulischer Bildung können Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie Sportvereinen, Universitäten und anderen Institutionen die schulischen Netzwerke deutlich erweitern und vielfältige Lerngelegenheiten eröffnen, etwa in universitären Maker Spaces oder an anderen außerschulischen Lernorten. Schulen fungieren dabei als Knotenpunkte, die Lernen mit unterschiedlichen Bildungsressourcen und an verschiedenen Orten ermöglichen (Wernstedt 2010).
Lehrkräftebildung muss angehende Lehrkräfte dazu befähigen, Bildungsnetzwerke und externe Bildungsressourcen zu nutzen, zu reflektieren und, wo möglich, aktiv mitzugestalten. Zugleich kann auch Lehrkräftebildung selbst netzwerkförmig gestaltet werden (Grey i. V.), etwa durch Exkursionen, kurz- und langfristige Kooperationen und Partnerschaften mit diversen Bildungsakteur*innen. Bildungsnetzwerke sind damit sowohl Gegenstand als auch Struktur von Lehrkräftebildung.
Der Sammelband nimmt unterschiedliche Perspektiven auf Bildungsnetzwerke in allen drei Phasen der Lehrkräftebildung ein und diskutiert deren Funktionen, Potenziale und Herausforderungen. Im Fokus stehen sowohl die Qualifizierung von Lehrkräften für die Arbeit in Bildungsnetzwerken als auch eine durch Bildungsnetzwerke gestaltete Lehrkräftebildung. Interdisziplinäre Beiträge und kritische Perspektiven sind ausdrücklich willkommen.
Von besonderem Interesse sind Beiträge zu folgenden Themenfeldern:
- theoretische und begriffliche Zugänge zu Bildungsnetzwerken, Bildungslandschaften und Bildungspartnerschaften
- Gestaltung und Verstetigung von Bildungsnetzwerken unter besonderem Blickwinkel der Gestaltung von entsprechenden Lehr-Lern-Arrangements in verschiedenen Phasen der Lehrkräftebildung
- Professionalisierung von Lehrpersonen im Kontext von Bildungsnetzwerken
- institutionelle Strategien und Organisationsentwicklung im Feld
- Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und Inklusion in Bezug auf Bildungsnetzwerke
- rechtliche, ethische und bildungspolitische Dimensionen der Netzwerke
- empirische Studien zu Wirkungen, Herausforderungen und Potenzialen von Bildungsnetzwerken sowie zu Gelingensbedingungen der Vernetzung von Institutionen und Bildungsakteur*innen
Hinweise und Fristen zur Beitragseinreichung
Beitragsformate des Sammelbandes sind Beiträge mit einer empirischen, konzeptionellen oder diskursiven Ausrichtung (max. 30.000-35.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, exkl. Literaturverzeichnis).
Interessierte Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die einen Beitrag zum Sammelband einreichen möchten, werden gebeten, ein kurzes Abstract (maximal 1700 Zeichen, inkl. Leerzeichen) bis zum 30. November 2026 zur Vorauswahl einzureichen. Die Einreichung erfolgt über <LINK>. Wichtig: Die Abstracts dienen insbesondere der redaktionellen Planung des Bandes, eine Annahme des Abstracts ist keine Annahme eines Beitrages für den Sammelband.
Die Abstracts werden von den Herausgeber*innen bezüglich folgender Kriterien begutachtet:
- Bezug zu leitender Fragestellung, aktuellem Diskurs und Schwerpunkt des Bandes
- Neuartigkeit des Inhaltes
- Relevanz der Inhalte
- Wissenschaftlichkeit und Qualität des methodischen Ansatzes
Eine Rückmeldung vonseiten der Herausgeber*innen über die Annahme oder Ablehnung des Abstracts erfolgt bis zum 31. Dezember 2026 per E-Mail.
Wir würden uns freuen, Sie als Autor*innen eines oder mehrerer Beiträge gewinnen zu können. Wenden Sie sich bei Rückfragen bitte an Julia Schmidt (julia.schmidt1@uni-due.de) oder Jan Grey (jan.grey@uni-due.de).
Mit freundlichen Grüßen
Julia Schmidt, Jan Grey und Inga Gryl