Schwerpunktprogramme

DFG-Schwerpunktprogramm 1629

Schilddrüsenerkrankungen zählen zu den Volkskrankheiten, etwa jeder Dritte ist betroffen. Zentrales Anliegen des 2012 gestarteten DFG-Schwerpunktprogramms THYROID TRANS ACT – Translation of Thyroid Hormone Actions beyond Classical Concepts (SPP1629) ist es zu verstehen, was eine gesunde von einer krankhaften Schilddrüsenfunktion im Organismus unterscheidet und wie Schilddrüsenerkrankungen künftig früher erkannt und besser therapiert werden können. Neuere Untersuchungen zeigten, dass die bisherige Diagnostik nur unzureichend Aufschluss über die Gesundheit der Schilddruse gibt. Hinzu kommt, dass sich die Symptome bei vielen Patienten, die Schilddrüsenhormone einnehmen, nicht vollständig bessern, und dass viele andere Erkrankungen durch Schilddrüsenhormone in ihrer Entstehung und ihrem Verlauf beeinflusst werden.

Um die weitverbreiteten Schilddrüsenerkrankungen besser diagnostizieren und behandeln zu können, verlängerte die DFG 2015 das Schwerpunktprogramm am UK Essen und weiteren 13 Standorten in Deutschland um drei Jahre. Die in Essen geforderten Projekte untersuchen die Schilddrüsenhormonwirkung im Kontext von Alter und Geschlecht, Herzfunktion und hepatobiliarem System, die nicht-genomischen Effekte von Schilddrüsenhormonen und neue systemische Marker der Hyper- und Hypothyreose. Die Projektkoordination des SPP1629 liegt bei der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, der Jacobs University in Bremen und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Summe dieser zweiten dreijährigen Förderperiode betragt über sieben Millionen Euro, die Gesamtfördersumme dieses Schwerpunktprogramms belauft sich auf 14 Millionen Euro.

Sprecherin: Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer

Beteiligungen an Schwerpunktprogramm

Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen ist aktuell an folgenden Schwerpunktprogramm beteiligt:

SPP 1468