Graduiertenkollegs

Graduiertenkollegs

Graduate School of Biomedical Science (BIOME)

BIOME wurde 2010 von der Medizinischen Fakultät und der Fakultät für Biologie der Universität Duisburg-Essen gegründet, um naturwissenschaftlichen und medizinischen Doktoranden eine hochqualifizierte wissenschaftliche Ausbildung und eine Plattform für regelmäßige wissenschaftliche Diskussionen zu bieten. Jedem Doktoranden wird dabei seinem Forschungsprojekt entsprechend ein thematischer Schwerpunkt zugeordnet. Zu den zehn BIOME-Kernthemen (BIOME Module) finden regelmäßig wissenschaftliche Vorträge internationaler Gäste, Projektvorstellungen der Kollegiaten und Literaturseminare statt. Unterrichtssprache ist Englisch. Zudem bietet die Graduiertenschule für die fast 200 teilnehmenden Doktoranden verschiedene Veranstaltungen zum Erwerb von wissenschaftlichen Grundfähigkeiten und fuhrt jährliche Kongresse durch. Seit 2015 hat die Graduiertenschule, neben den Schwerpunkten in der Grundlagenforschung, auch ein klinisch orientiertes Programm ins Leben gerufen.

Sprecher: Prof. Dr. Sven Brandau und Prof. Dr. Ulf Dittmer

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DFG Graduiertenkollegs

An der Medizinischen Fakultät gibt es aktuell drei GRKs.

Graduiertenkolleg 1739

Die Strahlentherapie gehört zu den drei tragenden Säulen der Krebstherapie. Es besteht jedoch nach wie vor dringender Optimierungsbedarf bei Tumorarten mit hoher Lokalrezidivrate und bei Tumoren in Risikoorganen. Mit der Einrichtung des GRK1739 „Molekulare Determinanten der zellulären Strahlenantwort und ihre Bedeutung für die Modulation der Strahlensensitivität“ unterstützt die DFG seit 2012 eines von nur zwei Graduiertenkollegs zur Strahlenforschung deutschlandweit. Im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen die Aufklärung molekularer Mechanismen, die der Zellantwort auf eine Bestrahlung zugrunde liegen, und die Erforschung neuer Möglichkeiten zur zielgerichteten Modulation der Strahlensensitivität. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Biologie und Medizin profitieren dabei von Experten aus der Strahlenbiologie, der experimentellen und klinischen (Radio-)Onkologie und komplementären Themenfeldern mit direktem Bezug zur Strahlenforschung. Es besteht Zugriff auf modernste Technologien wie die Protonentherapie (WPE). Die Integration der klinischen Abteilungen in DKTK und WTZ schafft beste Voraussetzungen für translationale Forschungsansätze. Das innovative Forschungs- und Qualifizierungsprogramm bietet Studierenden vielfältige Möglichkeiten, ihre wissenschaftlichen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln sowie nationale und internationale Netzwerke aufzubauen. So werden sie optimal auf eine Zukunft in der Strahlenbiologie, Onkologie und Biomedizin im akademischen und nicht-akademischen Umfeld vorbereitet.

Sprecherin: Prof. Dr. Verena Jendrossek.

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Graduiertenkolleg 1949

Bislang beschäftigen sich nur wenige forschende Expertinnen und Experten mit dem Wechselspiel zwischen angeborener und erworbener Immunität bei Infektionserkrankungen. Um diese wissenschaftliche Lücke zu schließen, hat die DFG 2014 das Graduiertenkolleg 1949 „Immune Response in Infectious Diseases – Regulation between Innate and Adaptive Immunity“ eingerichtet. Das Kolleg setzt sich aus insgesamt 14 Projekten unter Beteiligung der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen als sprecherführende Hochschule zusammen und wird mit insgesamt 4,5 Millionen Euro in den ersten viereinhalb Jahren gefördert. Hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen der Infektionsimmunologie und Impfstoffentwicklung arbeiten hier gemeinsam an der Fragestellung, wie sich angeborene und erworbene Immunantwort gegenseitig beeinflussen. Im Rahmen des Graduiertenkollegs werden ausgezeichnete Nachwuchsforscher auf dem Gebiet der Infektiologie und Immunologie ausgebildet. Zu diesem Zweck koordiniert das Graduiertenkolleg ein dreijähriges Programm zur Durchführung einer Promotion für Naturwissenschaftler/-innen und forschende Ärztinnen und Ärzte sowie ein einjähriges strukturiertes Ausbildungsprogramm für Medizinstudierende. Die Ausbildung soll den langfristigen Fortschritt auf diesem wichtigen Forschungsgebiet in der Rhein-Ruhr-Region sicherstellen. Das Programm läuft zunächst bis 2018.

Sprecherin: Prof. Dr. Astrid Westendorf.

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Graduiertenkolleg 2098

Lange ging die biomedizinische Forschung davon aus, dass so genannte Sphingolipide hauptsächlich strukturelle Bestandteile der Zellmembran sind – inzwischen ist klar, dass sie bei einer Vielzahl biologischer Prozesse eine wichtige Rolle spielen. Auf der gezielten Manipulation der Sphingolipide beruhen neue Therapieansätze, die derzeit bei Multipler Sklerose, malignen Tumoren oder neurodegenerativen Erkrankungen erprobt werden. Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft an der Medizinischen Fakultät eingerichtete Graduiertenkolleg „Biomedizin des saure Sphingomyelinase-/saure Ceramidase-Systems“ ist im Oktober 2015 gestartet und analysiert grundlegend Rolle und Funktion der Sphingolipide bei entzündlichen, kardiovaskulären und malignen Erkrankungen. Im zweiten Schritt ist die Umsetzung neuer Erkenntnisse in präklinischen und klinischen Studien geplant. Ziel ist es, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Biomedizin von Sphingolipiden auszubilden. Die Forschungsprojekte werden in enger Kooperation mit der Cornell University, dem Memorial- Sloan Kettering Cancer Center, und dem Mount Sinai Hospital, New York City, bearbeitet.

Sprecher: Prof. Dr. Erich Gulbins.

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