Praktisches Jahr

Praktisches Jahr

Das Praktische Jahr (PJ) ist der letzte Ausbildungsabschnitt des Medizinstudiums. Im Mittelpunkt dieses sechsten Studienjahres steht die praktische Ausbildung. Im PJ erhalten die Studierenden die Möglichkeit, innerhalb der dafür vorgeschriebenen 48 Wochen ihre im Studium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in einer Klinik oder einem Krankenhaus zu vertiefen und zu erweitern. Das PJ beginnt jeweils in der zweiten Hälfte der Monate Mai und November.

Akademische Lehrkrankenhäuser

Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen kooperiert mit einer Reihe an ausbildenden Kliniken und Krankenhäusern. Eine Übersicht dieser akademischen Lehrkrankenhäuser findet sich hier.

Information zur Bewerbung

Die Anmeldung zum PJ und die Zuteilung der zur Verfügung stehenden Plätze erfolgt ausschließlich über das Dekanat der Medizinischen Fakultät; Direktbewerbungen in den Akademischen Lehrkrankenhäusern sind nicht möglich.

Vorrang bei der Zuteilung von PJ-Plätzen haben die Studierenden der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Etwaige freie Kapazitäten in den Ausbildungsstätten können jedoch auch an externe Bewerber vergeben werden. Weitere Infos.

PJ-Einführungswoche

Studierende für das Praktische Jahr fit zu machen, das ist das Ziel der 2016 neu eingeführten PJ-Einführungswoche. Sie begleiten über fünf Tage eine (fiktive) Patientin von der Notaufnahme, über den stationären Aufenthalt, bis zu ihrer Entlassung. So werden die PJler mit ihrer neuen Rolle vertraut gemacht und zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege interdisziplinär ihre wichtigen theoretischen und praktischen Fertigkeiten aufgefrischt.

Das einwöchige Seminar richtet sich an PJler, die im Mai das erste Tertial ihres Praktischen Jahres am Universitätsklinikum Essen absolvieren. Ansprechpartner ist Bastian Tebbe, Assistenzarzt in der Klinik für Nephrologie (Cordless 84612, bastian.tebbe@uk-essen.de).

Skills-Training und Simulation im Praktischen Jahr (ST & S im PJ)

Studierende im Praktischen Jahr verfügen über umfangreiches theoretisches Wissen. Zugleich fühlen sich viele PJler im klinischen Alltag - zum Beispiel in Notfallsituationen oder in Bezug auf die notwendigen Soft Skills - noch unsicher. Hinzu kommt bei vielen das Gefühl, nicht ausreichend auf die mündliche und vor allem die praktische Prüfung vorbereitet zu sein.

ST & S im PJ, der Lerner-zentrierte Kurs für Studierende des ersten Tertials an der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen, soll hier für Abhilfe sorgen. Im Zentrum des Angebotes stehen das strukturierte und didaktisch aufbereitete Erlernen und Einüben von manuellen und interpersonellen Fertigkeiten in verschiedenen Simulationen und Szenarien.

Zehn beispielhafte akute Behandlungsfälle - von Bauch- oder Brustschmerzen, über Schock und Trauma, die ärztliche Übergabe, der Kindernotfall, bis hin zum Überbringen einer Todesnachricht - werden in sicherer Umgebung simuliert. Und dies mit Hilfe von Video-unterstütztem strukturiertem Feedback über einheitliche Checklisten und gemäß den jeweils aktuellen Leitlinien. Im Anschluss an die Simulation haben die Studierenden die Möglichkeit, verschiedene praktische Skills aus dem klinischen Alltag nochmals gezielt einzuüben. Um dabei ein besonders hohes Maß an Authentizität zu erreichen, werden in mindestens der Hälfte der Fälle Simulations-Patienten eingesetzt.

Ansprechpartnerinnen sind Dr. Stephanie Herbstreit aus der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie (stephanie.herbstreit@uk-essen.de) und Dr. Cynthia Szalai aus der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin (cynthia.szalai@uk-essen.de).