Willkommen zurück - Starthilfe

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Start der neuen Bewerbungsphase am 01. Juli 2021!

In diesem Jahr wird das „Willkommen zurück“ Starthilfe Programm zum dritten Mal aufgelegt.

Wir freuen uns auf die neue Bewerbungsrunde und die Möglichkeit, Sie bei der Umsetzung Ihrer wissenschaftlichen Projekte zu unterstützen.

Sie können ab dem 01. Juli 2021 Ihre Unterlagen bei uns einreichen. Die Bewerbungsfrist endet am 01. September 2021. 

Start des Programms: Januar 2022

Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Willkommen-zurück Programm.

Willkommen zurück: Starthilfe für Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen nach der Elternzeit

„Willkommen zurück“ ist ein Förderprogramm der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, welches im Jahr 2019 initiiert wurde.

Hintergrund

Nach wie vor macht sich die „Leaky Pipeline“ in der Wissenschaft bemerkbar. Diese bedeutet einen steigenden Männeranteil in höheren Qualifizierungsstufen und Karriereebenen, trotz der zunehmend höheren Bildungsabschlüsse von Mädchen und Frauen.

Anteile von Frauen nach Gruppen an der Med. Fakultät im Jahr 2019

 

Frauen

Männer

w in %

Studierende

1.496

902

62,39%

Absolvent*innen

150

95

61%

Promotionen

107

87

55%

Habilitationen

21

51

29,17%

Professuren

25,02

75,63

24,9%

Aus dem aktuellem Gleichstellungsplan der Fakultät

Die Förderung von Frauen an der Medizinischen Fakultät in Essen hat einen hohen Stellenwert. Unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung ist es nicht vertretbar, auf die Talente und Fähigkeiten einer diversen Gesamtheit in der Medizin zu verzichten. Die hervorragende Arbeit der Mitarbeiterinnen der Medizinischen Fakultät, die tagtäglich bewiesen wird, ist unumstritten. Dennoch existieren nach wie vor auch in der Wissenschaft diskriminierende Verhältnisse, die Frauen bis heute betreffen.

  • Laut der Forschungsergebnisse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben Wissenschaftler signifikant häufiger Kinder als Wissenschaftlerinnen. Negative berufliche Konsequenzen der Elternschaft erleben 48 % der Mütter und 24 % der Väter (Bundesministerium für Bildung und Forschung 2010).
  • Der Anteil der Professorinnen an den Medizinischen Fakultäten und den Ihnen zugeordneten Universitätskliniken in NRW liegt nach wie vor deutlich unter dem Landesdurchschnitt (Genderreport 2019).

Die Medizinische Fakultät hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil an Frauen in den oberen Qualifizierungsstufen der Wissenschaft (Habilitation und Professur) zu erhöhen. Dies soll u.a. durch die Unterstützung von Frauen erreicht werden, deren wissenschaftliche Karriere sich aufgrund von Elternzeit verzögert hat.

Ziel des Stipendiums

Das „Willkommen zurück“ Stipendium soll den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs des Fachbereichs Medizin in der Postdoc Phase entlasten. Ziel ist die Förderung von Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen, die nach der Elternzeit mit der Idee für ein wissenschaftliches Projekt in den Beruf zurückkehren.

Antragsberechtigt sind Ärztinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen aller Fachrichtungen, die sich in der Postdoc-Phase befinden und eine Habilitation in der Medizin bzw. angrenzenden Fächern anstreben. Jede geförderte Teilnehmerin kann über ein Budget von 40.000 Euro verfügen, um ihr Projekt umsetzen zu können.

  • Im Rahmen der „Willkommen zurück – Starthilfe“ werden grundsätzlich nur Mittel für Personalmittel (DoktorandInnen, Technische AssistentInnen und SHKs), Verbrauchsmittel und Reisekosten gewährt, welche zur Unterstützung, der Vorbereitung, Durchführung und/oder Auswertung Ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Projektarbeit dienen.
  • Die Mittel sind an das jeweilige Kalenderjahr gebunden. Darum möchten wir darauf hinweisen, dass diese bis zum 31.12.2022 verausgabt werden müssen.
  • Es wird am Ende des Projekts ein kurzer Abschlussbericht erwartet.

Übergreifendes Ziel ist es, die Teilnehmerinnen auf dem Weg zur Habilitation zu unterstützen. „Willkommen zurück“ kann nur einmalig in Anspruch genommen werden. Die projektbezogene Verwendung der Mittel muss abschließend dargelegt werden.

Verbindung von Projektförderung mit Vermittlung von „Soft skills“ für Wissenschaftlerinnen

Alle Teilnehmerinnen des Programms haben über die finanzielle Projektförderung hinaus die Chance auch in der Verbesserung von in der Wissenschaft relevanten „Soft skills“ unterstützt zu werden:

  • Führungstraining
  • Scientific Writing
  • Präsentieren in der Wissenschaft
  • Selbstmanagement und Leistungsbalance
  • Bewerbungs- und Berufungstraining
  • Hochschuldidaktik: Lehren Lernen
  • Konfliktmanagement
  • Einzelcoaching - Frauen in der Wissenschaft

Die einzelnen Kursteile werden von in der Frauenförderung erfahrenen und national ausgewiesenen, auswärtigen Referentinnen gehalten.

 

Informationen zu Ihrer Bewerbung

Einreichungsfrist für Anträge ist der 01.09.2021.

Nach Bewilligung sollte die Zuwendung bis zum 31.12.2022 verwendet werden.

Antragskriterien

  • Ärztinnen oder Wissenschaftlerinnen, die vor einer Elternzeit mindestens ein Jahr an der UME bzw. dem LVR-Klinikum Essen gearbeitet haben
  • Abgeschlossene Promotion
  • Ende der Elternzeit darf nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen

Antragsunterlagen

  • Ein ausgefüllter Bewerbungsbogen (bitte als Worddokument, eingescannte Versionen erschweren die Bearbeitung erheblich). 
  • Zusätzlich senden Sie uns bitte folgende Unterlagen in einer zusammengefügten PDF-Datei:
    • Tabellarischer Lebenslauf, inkl. Publikationen 
    • Einverständnis- und Unterstützungsschreiben des/der Klinik- oder Institutsdirektors/in mit kurzer Stellungnahme zur inhaltlichen und methodischen Qualität des Forschungsansatzes sowie der Zusicherung einer Erst- oder Letztautorenschaft für die Antragstellerin für die Arbeiten, die durch das Programm unterstützt werden (das Programm sollte in der Publikation genannt werden)
    • Nennung von Kooperationspartnern an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen

 

Die Anträge werden begutachtet; die Vergabe erfolgt nach Qualität des Antrags.

Bitte senden Sie Ihre Anträge an: Gleichstellung.Med@uk-essen.de

Förderquellen

  • Förderung des Landes im Programm „Chancen ergreifen, Forschung und Familie fördern – Programm für chancengerechte Hochschulmedizin in Nordrhein-Westfalen (FF-Med)

  • Dekanat der Medizinischen Fakultät

  • Stiftung Universitätsmedizin Essen

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Zitate

  • Gender-Report 2019. Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen. Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken, Gender Pay Gap. Studien Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 31. Essen. S. 46
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (2010): Kinder – Wunsch und Wirklichkeit in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse und Konsequenzen. Bonn, Berlin.

flohe

Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Fakultät

Prof. Dr. Stefanie Flohé
Tel. +49 201 723 4405 

stefanie.flohe@uk-essen.de