Das disziplinübergreifende Forschungsprojekt dient der Verknüpfung der Bereiche Deutsch als Zweitsprache im Bereich Mehrsprachigkeit, der sonderpädagogischen Unterrichts- und Professionalisierungsforschung im Förderschwerpunkt Emotionale-Soziale Entwicklung (ESE) sowie der kritischen Ungleichheitsforschung an der Schnittstelle zur Migrationspädagogik und Inklusionsforschung.

Mit Blick auf das disziplinübergreifend relevante Forschungsdesiderat zum Umgang mit migrationsbedingt mehrsprachigen Lernenden im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt ESE (u.a. Niehaus 2025, Schreier & Jessen 2023, Steinig 2016, Ulrich et al. 2023 oder Zwirnmann et al. 2022) zielt das Vorhaben auf die empirische Betrachtung, Erfassung und Beleuchtung von schulisch-unterrichtlichen Handlungspraktiken einerseits und den kontextbezogenen Bedingungen im genannten Förderschwerpunkt andererseits ab. Hierbei stehen insbesondere Mechanismen der sonderpädagogischen Status- und Prozessdiagnostik im Zentrum des Interesses (u.a. Haas & Amirpur 2025); stellen diese doch für viele lebensweltlich mehrsprachige Schüler:innen weiterhin ein Moment institutioneller Diskriminierung dar (u.a. Kracht 2003, Rackles 2021, Schumann 2020).

Das Forschungsprojekt kommt somit sowohl aktuellen Forderungen der sonderpädagogischen Grundlagenforschung (im Bereich der Lehrkräfteprofessionalisierung) als auch der Fachdisziplin Deutsch als Zweitsprache (im Bereich Mehrsprachigkeit) nach und lässt sich mit dem Ziel der Generierung einer Handlungstheorie mittlerer Reichweite (Glaser & Strauss 2005) primär in der praxeologischen Theoriebildung der Sonderpädagogik verorten (vgl. Link 2023).

Kontakt: Dr. Kevin Niehaus (kevin.niehaus@uni-due.de)

 

 

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