Pumpspeicherwerke unter Tage: Chance für das Ruhrgebiet?

Nutzung von Anlagen des Bergbaus zur Speicherung regenerativer Energie

Am 30. November 2011 diskutierten 200 namhafte Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft den Energiebergbau des 21. Jahrhunderts und die damit verbundene Chance für das Ruhrgebiet. Die Tagung wurde, in Kooperation mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) und der RAG AG, von der Stiftung Mercator sowie der Forschergruppe „Pumpspeicherwerke unter Tage“ der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum bzw. der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) veranstaltet.

Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Redner unterschiedlicher Disziplinen die Einsetzbarkeit von Pumpspeicherwerken unter Tage zur Speicherung regenerativ erzeugter Energie sowie alternative Speichertechnologien, Ausbaumöglichkeiten oberirdischer Pumpwerke und Prognosen des zukünftigen Strombedarfs und -dargebots. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurden die verschiedenen Aspekte des Vorhabens und insbesondere die Chancen für das Ruhrgebiet erörtert.

Zweifellos stellt die Nutzung von Bergwerken im Ruhrgebiet als Pumpspeicherkraftwerke eine attraktive und zukunftsfähige Alternative für die Bergbaufolgelandschaft dar und leistet ferner einen Beitrag zur Lösung eines der Schlüsselprobleme der Energiewende – der Speicherung regenerativer Energien.

Das weitere Vorgehen der Forschergruppe wird sein, gemeinsam mit der RAG AG die Realisierbarkeit zu bestätigen und eine Konzeption für eine Pilotanlage auszuarbeiten. Dabei sollen neben den technischen Belangen auch die energiewirtschaftlichen, die rechtlichen sowie die ökosystemaren Auswirkungen betrachtet werden.

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