Werkstoffe der Elektrotechnik

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UDE - Werkstoffe der Elektrotechnik

© UDE, Samer Suleiman

Katalyse Erfolg bei Transregio

[27.05.2022]

Verlängerung eines Sonderforschungsbereichs/Transregio: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert den bestehenden TRR zu Katalysematerialien und -prozessen für weitere vier Jahre.  
Im Unterschied zu einem klassischen Sonderforschungsbereich (SFB) wird ein SFB/Transregio (TRR) von zwei oder drei Hochschulen gemeinsam beantragt und getragen. An dem verlängerten SFB/TRR ist die UDE maßgeblich beteiligt:

 

Gezieltes Design neuer Katalysatormaterialien

Fast alle Alltagsgegenstände sind während ihrer Herstellung mit mindestens einem Katalysator in Kontakt gekommen, damit die Produktion billiger, umweltfreundlicher oder überhaupt erst möglich wird. Die Entwicklung günstiger, hochaktiver und -selektiver Katalysatoren auf der atomaren Ebene ist Ziel des SFB/TRR 247 „Heterogene Oxidationskatalyse in der Flüssigphase“. Er wird nach seiner erfolgreichen ersten Förderphase von der DFG für weitere vier Jahre verlängert und mit 12,3 Mio. Euro gefördert. Schwerpunktmäßig arbeiten die Forschenden nun daran, aktive Zentren der Materialien zu identifizieren sowie ablaufende Reaktionsmechanismen im Detail zu verstehen. Das Fachgebiet Werkstoffe der Elektrotechnik ist mit einem Projekt daran beteiligt. In diesem Projekt werden mit Hilfe von optischer Spektroskopie katalytische Prozesse untersucht.

Im Bild: Blick auf die Mitte eines Synthesereaktors, in dem Nanopartikel innerhalb einer Sprayflamme entstehen und untersucht werden – zum Beispiel für die Entwicklung neuer Katalysatormaterialien. Die in die Flamme ragende Sonde zur Probenentnahme hält Temperaturen bis zu 2.600°C stand.

 

von Birte Vierjahn

Presseinformation: RUB

© UDE, Henrik Myja

Erfolg für die UDE DFG fördert ein internationales Graduiertenkolleg

[09.05.2022]

Die Materialwissenschaften an der UDE können ihre Forschung weiter ausbauen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein neues internationales Graduiertenkolleg mit insgesamt rund 7,3 Millionen Euro für die ersten fünf Jahre. Forschungsgegenstand sind die Eigenschaften und die Herstellung von zweidimensionalen Materialien.

 

Zweidimensionale Materialien sind extrem dünn und bestehen teilweise nur aus einer einzigen Lage von Atomen. Besonders interessant sind sie, weil sie einzigartige elektrische und optische Eigenschaften haben und sich auf Grund ihrer hohen mechanischen Stabilität rollen, falten oder dehnen lassen. Das internationale Graduiertenkolleg Skalierbare 2D-Material-Architekturen (2D-MATURE). Synthese und Prozessierung, Charakterisierung und Funktionalität, Implementierung und Demonstration an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften mit Beteiligung aus der Fakultät für Physik wird sich mit zwei Fragen beschäftigen: Wie lassen sich zweidimensionale Materialien in großen Mengen herstellen und wie verhalten sie sich, wenn man sie mit anderen Materialien kombiniert und zwar so, dass sie in Produkten eingesetzt werden können?

Ziel ist es, neue Methoden und Prozesse zu entwickeln, um Anwendungen im industriellen Maßstab zu ermöglichen, zum Beispiel in Leuchtdioden oder Batterien. Das Kolleg wird von Prof. Gerd Bacher (Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Abteilung Elektrotechnik und Informationstechnik) geleitet. Die Promovierenden, die am Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) forschen, werden mit kanadischen Kolleg:innen am Waterloo Institute of Nanotechnology (WIN) an der University of Waterloo zusammenarbeiten und auch dort mehrere Monate verbringen.

 

von Pressestelle; Dr. Thomas Wittek

CENIDE: News

Franziska Muckel als UDE Forschungstalent porträtiert

[09.02.2022]

Einfach die Folie aufs Handgelenk kleben und schon messen die darin enthaltenen Sensoren den Puls: So könnte es künftig in Krankenhäusern und Fitnessstudios laufen, wenn es nach CENIDE-Mitglied Jun.-Prof. Dr. Franziska Muckel geht. In einer dreiteiligen Videoreihe erklärt sie, wobei es bei der Materialentwicklung ankommt, warum sie an die Universität Duisburg-Essen (UDE) zurückgekehrt ist und dass sie ursprünglich durch Bullaugen gucken wollte statt durchs Mikroskop.

 

Die WISNA-Juniorprofessorin für Elektroenergetische Funktionsmaterialien forscht in ihren Laboren im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) an flexibler Optoelektronik und entwickelt an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften unter anderem Photosensoren und Lichtemitter.

In der neuen Videoreihe stellt die UDE einige ihrer Forschungstalente vor – fragt sie aus, bringt sie zum Nachdenken, manchmal auch zum Lachen, begleitet sie in Labore und an den Schreibtisch.

 

von CENIDE


forschungstalente.de

Kristallographische Einsichten durch optische Spektroskopie auf der Nanoskala

[07.02.2022]

Sie sind 10.000fach kleiner als ein menschliches Haar und könnten die Welt der lichtemittierenden Bauelemente revolutionieren: Wenige Nanometer große Kristalle aus neuartigen Halbleitermaterialien – sogenannten Perowskiten – versprechen Rekordeffizienzen, hohe Stabilität und beispiellose Skalierbarkeit. Wissenschaftler des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) und Kooperationspartner haben nun einen Weg gefunden, die kristallografischen Eigenschaften solcher Nanokristalle mithilfe spektroskopischer Methoden zu bestimmen – das Fachmagazin „Nano Letters“ berichtet.

 

Obwohl Perowskit-Halbleiter seit einigen Jahren immer neue Rekorde in den Bereichen der Photovoltaik und der Lichtemitter (LEDs) aufstellen, ist der mikroskopische Ursprung ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften bis heute Gegenstand lebhafter wissenschaftlicher Debatten. Forscher des Lehrstuhls „Werkstoffe der Elektrotechnik“ untersuchen in Kooperation mit Kollegen der ETH Zürich die optischen Eigenschaften kleinster Perowskit-Kristalle, sogenannten Quantenpunkten und deren Zusammenhang mit der atomaren Struktur des Halbleiters.

In einer aktuellen Publikation der Arbeitsgruppe konnten die Forscher zeigen, dass die atomare Kristallstruktur asymmetrischer Nanokristalle mit Abmessungen von nur 10x3 Nanometern rein durch die Analyse der Lichtemission der Kristalle bestimmt werden kann. Ein Zusammenhang, der in klassischen Halbleitern und symmetrischen Nanostrukturen keinen Bestand hat und der detaillierte Einsichten in die Korrelation zwischen der atomaren Struktur und den optischen Eigenschaften des Perowskits ermöglicht. Darüber hinaus gelang es den Forschern, aus den optischen Signalen einzelner Nanostrukturen deren räumliche Orientierung vollständig zu rekonstruieren und so ihre optischen Signale den Kristallrichtungen zuzuordnen.

Diese erstmals beobachteten Eigenschaften der asymmetrischen Perowskit-Nanokristalle bergen ein hohes Potential, den rätselhaft guten Eigenschaften dieses Materialsystem auf den Grund zu gehen und auf potentielle neue, noch bessere Halbleitersysteme zu übertragen.

 

Originalveröffentlichung:
A. Schmitz et al., Nano Lett. 21, 9085 (2021)
[DOI: 10.1021/acs.nanolett.1c02775]

Forschungsprojekte in Kooperation mit der Universität Waterloo in Kanada

[04.02.2022]

Im Spätherbst des letzten Jahres haben zwei unserer Wissenschaftler ihren Arbeitsplatz für Forschungen zu ihrer Promotion einige Wochen lang nach Kanada verlegt.

 

Im Rahmen des DAAD Programms für projektbezogenen Personenaustausch wurde durch die Zusammenarbeit mit der Universität von Waterloo das internationale Netzwerk der Arbeitsgruppe gestärkt. Im regen wissenschaftlichen Austausch der Forscher vor Ort arbeiteten beide  an der Weiterentwicklung von optoelektronischen Bauelementen auf Basis von 2D Materialien. M. Sc. Henrik Myja kombinierte dabei unterschiedliche Herstellungsmethoden, um  2D-Halbleiter in LED-Architekturen einzubetten. Zum einen wurden Strominjektionsschichten aus leitenden Oxiden aufgetragen durch eine Anlage für großflächige Atomlagendeposition bei Atmosphärendruck (AP-SALD) in der Arbeitsgruppe von Prof. Kevin Musselman. Hinzu kamen Kontaktschichten aus Silbernanodrähten der Arbeitsgruppe von Prof. Irene Goldthorpe. Mit dieser Kombiniation gelang ihm die Herstellung transparenter LEDs.

M. Sc. Yannick Beckmann arbeitete an einer Verkapselung von Detektoren, die auf 2D-Materialien beruhen.  Dafür trug er, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Musselman,  mittels AP-SALD verschiedene  Oxide auf seine Bauelemente auf und  konnte damit die Empfindlichkeit der Photodetektoren deutlich verbessern.

© AWK NRW/Bettina Engel-Albustin

Franziska Muckel im Jungen Kolleg aufgenommen

[28.01.2022]

Franziska Muckel ist ab Januar 2022 Mitglied im Jungen Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

 

Das Junge Kolleg besteht seit 2006 und versteht sich als Ort des freien Forschens und des disziplinübergreifenden Dialogs. Die Aufnahme erfolgt für bis zu 4 Jahre und stellt eine große Auszeichnung. Neben der Möglichkeit, sich mit jungen Forschenden aus anderen Disziplinen auszutauschen, ist damit ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro verbunden. Außerdem haben Mitglieder die Chance, an allen Veranstaltungen der Akademie der Wissenschaften und Künste NRW und vor allem an den wissenschaftlichen Sitzungen aller Klassen teilzunehmen.

 

Weitere Informationen :

Junges Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste begrüßt neue Mitglieder

Meldung der UDE : Neu im Jungen Kolleg

Zweidimensionale (2D-) Magnete

[26.01.2022]

Seitdem es 2004 gelungen ist, Graphen (eine atomar dünne Kohlenstoffschicht) zu präparieren, sind zweidimensionale Materialien ein wichtiger Bestandteil der Forschung für Anwendungen in elektronischen und optischen Bereichen. Mittlerweile wurde die Existenz von über 1000 verschiedenen 2D-Materialien vorausgesagt (und teilweise realisiert). Neben Graphen sind beispielsweise isolierende oder halbleitende 2D-Materialien von großem Interesse für zukünftige elektronische Bauelemente wie Transistoren, LEDs oder Solarzellen.

 

Es dauerte jedoch bis 2017, bis es gelungen ist, magnetische Eigenschaften in bestimmten 2D-Materialien nachzuweisen. Diese völlig neue Gruppe an 2D-Materialien eröffnet enorme Möglichkeiten für neuartige Anwendungen, insbesondere da sich verschiedene 2D-Materialien sehr gut „stapeln“ lassen, um so Heterostrukturen mit ganz neuen physikalischen Eigenschaften zu erschaffen.

In Zusammenarbeit mit Prof. Doron Naveh (Ramat-Gan, Israel), Prof. Efrat Lifshitz (Haifa, Israel) und Prof. Thomas Heine (Dresden, Deutschland) wird unsere Gruppe die Forschung an diesem zukunftsweisenden Thema im einem neuen Projekt der Deutsch-Israelischen Projekt Kooperation (DIP), einem Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), weiter voranbringen. Untersucht werden sollen Heterostrukturen aus zweidimensionalen antiferromagnetischen (AFM) Halbleitern zusammen mit Valley-polarisierten Übergangsmetalldichalkogeniden oder / und 2D-Supraleitern. Ziel ist es die, physikalischen Eigenschaften dieser neuartigen Heterostrukturen zu kontrollieren, indem Stärke und Natur der magnetischen Wechselwirkung zwischen den einzelnen Lagen manipuliert werden.

CENIDE Best Paper Award 2021

[06.12.2021] Für die Publikation „Direct growth of graphene on GaN via plasma-enhanced chemical vapor deposition under N₂ atmosphere“  im 2D Materials journal wurde M.Sc. Jan Mischke auf der diesjährigen CENIDE Jahresfeier mit dem CENIDE Best Paper Award ausgezeichnet (500€).

Die Publikation handelt von den neuesten Ergebnissen über das direkte Wachstum von Graphen mittels plasma‑unterstützter chemischen Gasphasenabscheidung (PECVD) auf GaN-basierten LEDs, welches zum Schwerpunkt 2D Materialien des Lehrstuhls Werkstoffe der Elektrotechnik von Prof. Gerd Bacher gehört.

[DOI: 10.1088/2053-1583/ab8969]

Link zum Award

 

Halbleiterforschung Licht schwächt magische Nanoteilchen

[21.01.2021]

Man nennt sie „magische Nanoteilchen“, weil sie besondere Eigenschaften haben: Sie bestehen aus nur wenigen Atomen, aber weil diese sich in einer besonderen Kristallstruktur anordnen, sind die Partikel extrem stabil. Es sei denn, man bestrahlt sie mit Licht.

 

Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben herausgefunden, dass sich solche Materialien schon grundlegend verändern, sobald sie mit optischen Methoden lediglich analysiert werden sollen. Das Fachmagazin „Nature Communications“ berichtet.

Aus gerade einmal 26 Atomen bestehen die Cadmiumselenid-Partikel, mit denen sich die Forscher der „Werkstoffe der Elektrotechnik“ um Juniorprofessorin Dr. Franziska Muckel, Leiterin der Arbeitsgruppe „Elektroenergetische Funktionsmaterialien“, beschäftigten. Die Atome sind allerdings in einer Kristallstruktur angeordnet, d.h. in einem regelmäßigen Gitter – ähnlich den aus Seilen und Metall bestehenden symmetrischen Klettergerüsten auf Kinderspielplätzen. Dieser Aufbau macht die Partikel ausgesprochen stabil.

Gemeinsam mit der Seoul National University (Süd-Korea) und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf konnten die UDE-Forscher jedoch nachweisen, dass Licht ab einer bestimmten Wellenlänge die Bindungen innerhalb dieser Halbleiter-Nanoteilchen sehr stark schwächt; gleich hundert Mal stärker als in dem gleichen Material mit deutlich größeren Abmessungen.

Optische Analyseverfahren – Standardtechniken in der Halbleiterforschung – kommen so in diesen Dimensionen an ihre Grenzen: Anstatt nur Materialeigenschaften aufzuklären, verändern sie das untersuchte Material selbst. Da magische Nanoteilchen ein wichtiger Zwischenschritt sind auf dem Weg zu größeren funktionellen Partikeln, ist diese Erkenntnis wegweisend.

Muckel, die im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) am Campus Duisburg forscht, will das Ergebnis nun ganz praktisch nutzen: „Auf lange Sicht planen wir, aus ähnlichen Materialien Bauelemente zu entwickeln, die Licht in Ladungsträger umwandeln und damit als optische Sensoren dienen könnten.“

 

Originalveröffentlichung:
F. Muckel et al., Nat Commun 11, 4127 (2020)
[DOI: 10.1038/s41467-020-17563-0]

Photodetektoren und Lichtemitter für die flexible Elektronik

[18.11.2020]

Franziska Muckel wird erste Professorin in der Elektrotechnik
Die Vision einer vernetzten Umgebung mit vielfältigen elektrischen Funktionalitäten ist die treibende Kraft hinter der Entwicklung der flexiblen Elektronik. Mit der zunehmenden Vernetzung unserer Alltagsgegenstände steigt jedoch auch der Energiebedarf solcher Systeme. „Entscheidend ist deshalb die Entwicklung effizienter Sensoren und Kommunikationssysteme.“, sagt Dr. Franziska Muckel. Sie ist neue WISNA-Juniorprofessorin für Elektroenergetische Funktionsmaterialien und entwickelt an der Universität Duisburg-Essen (UDE) innovative Materialien und Bauelementkonzepte für Photodetektoren und Lichtemitter.

 

Die 33-Jährige studierte von 2007 bis 2012 NanoEngineering an der Universität Duisburg Essen. Im Jahr 2012 ging sie für einen kurzes Forschungsprojekt an die renommierte Princeton University in den USA. Nach einer ausgezeichneten Promotion in der Elektrotechnik an der UDE im Jahre 2018 zog es sie dann für einen Postdoc Aufenthalt wieder für 2 Jahre in die USA an die University of Washington, Seattle. In Zusammenarbeit mit Prof. David Ginger entwickelte sie dort bis März diesen Jahres neuartige lösungsmittelbasierte Materialien und Materialkombinationen für optoelektronische und photonische Anwendungen.  

An der UDE möchte sich die junge Professorin als Erstes mit optoelektronischen Bauelementen für die flexible Elektronik beschäftigen. „Bauelemente etwa aus der Flüssigphase sind leicht und kompakt, können flexibel auf verschiedensten Substraten realisiert werden und zeichnen sich so durch eine kostengünstige Herstellung mit minimalem Material- und Primärenergieaufwand aus“, schwärmt Franziska Muckel. Das Zusammenwirken von integrierten Schaltungen, Lichtemittern und Sensornetzwerken ermöglicht viele neuartige Produktdesigns, sei es etwa in der Medizintechnik beim Überwachen menschlicher Vitalparameter, bei der vernetzten Steuerung in der Automobiltechnologie oder in tragbaren Computersystemen (Wearables), die am Kopf oder Körper getragen werden.

Die Professur für Elektroenergetische Funktionsmaterialien gehört zu dem vom Bund aufgelegten Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WISNA). Es soll jungen Forschenden einen transparenten und planbaren Weg in die Professur auf Lebenszeit bieten. Bisher werden deutschlandweit 468 dieser „Tenure-Track-Professuren“ gefördert, davon 23 an der UDE.

BMBF genehmigt Forschungsantrag

[26.11.2020] Im Rahmen des Förderprogramms Photonik Forschung Deutschland des BMBF wurde am Fachgebiet Werkstoffe der Elektrotechnik ein wissenschaftliches Vorprojekt genehmigt. Ziel des Projektes ist die Steigerung der Effizienz von UV-C/  UV-B Leuchtdioden mit Hilfe von atomar dünnen Kohlenstoffschichten, sogenanntem Graphen. Solche Leuchtdioden sollen in Zukunft Quecksilber-haltige Lichtquellen, z.B. in Desinfektionseinrichtungen, ersetzen.

Best PhD Student Poster Contribution Award

[16.11.2020] Für seinen Posterbeitrag „PECVD Grown Graphene as Transparent Electrode in GaN-based LEDs“ wurde M.Sc. Jan Mischke auf der diesjährigen, virtuellen Konferenz Graphene2020 mit dem Best PhD Student Poster Contribution Award ausgezeichnet. Das Poster handelt von den neuesten Ergebnissen über das direkte Wachstum von Graphen mittels plasma‑unterstützter chemischen Gasphasenabscheidung (PECVD) auf GaN-basierten LEDs, welches zum Schwerpunkt 2D Materialien des Lehrstuhls Werkstoffe der Elektrotechnik von Prof. Gerd Bacher gehört.

Hier geht's zum Poster

Zu den Awards

Flexible Leuchtelemente in 2D

[20.10.2020]

Würde man 80.000 von ihnen übereinanderlegen, wäre der Stapel nur so hoch wie ein flachliegendes Blatt Papier: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) und Kooperationspartner haben eine nur drei Atomlagen dünne Schicht aus Wolframdisulfid entwickelt, die leuchtet, flexibel ist und zudem stabil gegenüber äußeren Einflüssen.

 

Mehrere Quadratzentimeter große Flächen davon wurden bereits in Bauelemente eingebettet, der Herstellungsprozess ist aber darüber hinaus skalierbar. Die hauchdünne Leuchtschicht wächst auf einer Unterlage aus Saphir, wird anschließend behutsam mithilfe eines Lackes abgehoben, auf die Trägerfolie übertragen und der Lack aufgelöst. In groben Zügen ist das der Herstellungsprozess, über den die Projektpartner der UDE, der RWTH Aachen und der Firma AIXTRON ganze Bauelemente aus dem zweidimensionalen Material entwickelt haben. Die Methode lässt sich mit dem gleichen Material und derselben Bauelementarchitektur auf weitaus größere Flächen skalieren – das macht sie industriell interessant.

 

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Originalveröffentlichung:
D. Andrzejewski et al., Advanced Optical Materials 2020
[DOI: 10.1002/adom.202000694]

Masterarbeit gefördert durch die Stiftung Industrieforschung

[24.09.2020]

Alljährlich fördert die Stiftung Industrieforschung deutschlandweit Studierende aus technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen, deren Masterarbeit Relevanz für den industriellen Mittelstand verspricht, mit einem Stipendium.

 

Für die Bearbeitung seiner Abschlussarbeit zum Thema „Transparente und flexible Leuchtelemente auf Basis von Nanometer-dünnen 2D Halbleitern“ am Lehrstuhl Werkstoffe der Elektrotechnik (Prof. Dr. Gerd Bacher) erhält B.Sc. Henrik Myja eines dieser begehrten Stipendien. Als aktives Material für die Leuchtelemente werden großflächige Wolframdisulfid-Monolagen verwendet, die aus einer Kooperation mit Prof. Dr. Andrei Vescan von der RWTH Aachen stammen. Diese werden im Hinblick auf die interne Quanteneffizienz untersucht und in eine transparente und flexible Bauelementumgebung eingebettet. Eine Analyse der Bauelemente dient zur Abschätzung des Anwendungspotentials, z.B. im Bereich flexibler Beleuchtungs- oder Displayelemente für gewichtsreduzierte, mobile Lösungen.

CVD-Graphen auf GaN-LEDs

[22.04.2020]

Transparent und hoch leitfähig – Graphen bietet eine außerordentliche Kombination dieser beiden Eigenschaften. Am Lehrstuhl Werkstoffe der Elektrotechnik der Universität Duisburg-Essen wird an der industriellen Integration dieses Wundermaterials mittels chemischer Gasphasenabscheidung geforscht. Ziel ist es, Graphen als transparente Elektrode für effizientere Bauelemente zu verwenden.

 

Einen Durchbruch beim direkten Wachstum von Graphen auf GaN-basierten LEDs gelang der Arbeitsgruppe um Prof. Gerd Bacher durch die Verwendung einer Stickstoffatmosphäre statt der herkömmlichen Wasserstoffatmosphäre. Die direkt gewachsenen Graphenelektroden sorgen nun für eine bessere Stromverteilung auf der Oberfläche der LEDs und somit für eine erhöhte Lichtemission. Dieser neuentwickelte Wachstumsprozess eröffnet die Möglichkeit der direkten Implementierung von Graphen in industriell relevante Applikationen, wie z.B. neuartiger UV-LEDs, welche Anwendbarkeit im medizinischen Bereichen zur Desinfektion versprechen.

 

Originalveröffentlichung:
J. Mischke et al., 2D Materials (2020)
[DOI: 10.1088/2053-1583/ab8969]

Magnetisierung durch Licht!

[02.04.2020]

Magnetismus auf Bedarf und ohne Strom erzeugen – in der Welt dotierter Nanokristalle keine Science Fiction, sondern machbar. Ein Durchbruch auf diesem Gebiet gelang kürzlich im Rahmen einer Kooperation des Lehrstuhls Werkstoffe der Elektrotechnik mit Kollegen der University of Washington in Seattle.

 

Durch Spektroskopie an einzelnen Nanopartikeln in einem rotierbaren Magnetfeld konnte gezeigt werden, wie lichtinduzierter Magnetismus gezielt ausgerichtet werden kann.

Auch in Zukunft wird die Expertise des Lehrstuhls auf diesem Gebiet weiter genutzt. Dazu hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft kürzlich ein neues Projekt mit dem Titel „Untersuchung anisotroper Spinphänomene in dotierten Nanokristallen mittels Lumineszenz-Spektroskopie an Einzelpartikeln in einem Vektormagnetfeld“ für einen Zeitraum von drei Jahren bewilligt.

 

Originalveröffentlichung:
S. Lorenz et al., Nano Letters 20, 1896 (2020)
[DOI: 10.1021/acs.nanolett.9b05136])

 

 

 

 

 

 

Universität Duisburg-Essen

Campus Duisburg

Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Abteilung Elektrotechnik und Informationstechnik

Lehrstuhl für Werkstoffe der Elektrotechnik

 

Prof. Dr. rer. nat. Gerd Bacher
(Lehrstuhlinhaber)

Bismarckstraße 81, BA
47057 Duisburg

 

Jun.-Prof. Dr. rer. nat. Franziska Muckel

Carl-Benz-Straße 199
47057 Duisburg


Sekretariat
Tel.: 0203 / 379 - 3405
Fax: 0203 / 379 - 3404
E-mail: petra.merker@uni-due.de

 

Adresse & Orientierung

Ausgewählte Veröffentlichungen

Alexander Schmitz, Federico Montanarella, L. Leander Schaberg, Mohamed Abdelbaky, Maksym V. Kovalenko, and Gerd Bacher
"Optical Probing of Crystal Lattice Configurations in Single CsPbBr3 Nanoplatelets"
Nano Lett. (2021), [DOI: 10.1021/acs.nanolett.1c02775]

Franziska Muckel, Kathryn N. Guye, Shaun M. Gallagher, Yun Liu, and David S. Ginger
"Tuning Hybrid exciton–Photon Fano Resonances in Two-Dimensional Organic–Inorganic Perovskite Thin Films"
Nano Lett., 21, 14, 6124–6131 (2021), [DOI: 10.1021/acs.nanolett.1c01504]

U. Hutten, L. Daniel, A. Grundmann, N. Stracke, M. Abdelbaky, Y. Beckmann, M. Heuken, W. Mertin, H. Kalisch, A. Vescan, G. Bacher, T. Kümmell
"Transfer-free, scalable photodetectors based on MOCVD-grown 2D-heterostructures"
2D Materials 8, 045015 (2021), [DOI: 10.1088/2053-1583/ac186d]

Severin Lorenz, Jan Bieniek, Christian S. Erickson, Daniel R. Gamelin, Rachel Fainblat and Gerd Bacher
"Orientation of Individual Anisotropic Nanocrystals Identified by Polarization Fingerprint"
ACS Nano, 15, 13579-13590 (2021), [DOI: 10.1021/acsnano.1c04451]

L. Kampermann, J. Klein, J. Korte, O. Kowollik, O. Pfingsten, T. Smola, S. Saddeler, T.H. Piotrowiak, S. Salamon, J. Landers, H. Wende, A. Ludwig, S. Schulz, G. Bacher
"Link between structural and optical properties of CoxFe3-xO4 nanoparticles and thin films with different Co/Fe ratios"
J. Phys. Chem. C 125, 14356 (2021), [DOI: 10.1021/acs.jpcc.0c11277]

F. Muckel, S. Lorenz, J. Yang, T. A. Nugraha, E. Scalise, T. Hyeon, S. Wippermann, G. Bacher
"Exciton-driven change of phonon modes causes strong temperature dependent bandgap shift in nanoclusters"
Nature Comm. 11, 4127 (2020), [DOI: 10.1038/s41467-020-17563-0]

D. Andrzejewski, R. Oliver, Y. Beckmann, A. Grundmann, M. Heuken, H. Kalisch, A. Vescan, T. Kümmell, G. Bacher
"Flexible large-area light-emitting devices based on WS2 monolayers"
Adv. Optical Mater. 2000694 (2020), [DOI: 10.1002/adom.202000694]

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