Hier finden Sie Informationen zu folgenden Themenbereichen:
Studiengang
Studienort
Campus Duisburg
Studienabschluss
Master of Arts (M.A.)
Studienbeginn
Wintersemester
Akkreditiert durch AQAS bis 30.09.2015
Regelstudienzeit
4 Semester
Beschreibung des Studiengangs
Survey Methodology ist ein interdisziplinäres Gebiet, in dem die für wissenschaftliche Bevölkerungserhebungen (z.B. Zensen, Befragungen und epidemiologische Studien) relevante Grundlagenforschung zu Bevölkerungsstichproben und Erhebungsmethoden von Befragungen betrieben wird. Der Masterstudiengang soll die Absolventen befähigen, Forschung auf der Grundlage des vorhandenen Wissens über Surveys selbständig durchführen zu können und zur Weiterentwicklung dieser Methoden beitragen zu können. Ein vergleichbarer Studiengang existiert bislang weder in Deutschland noch im restlichen Europa.
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Studienverlauf
Der MA Survey Methodology ist ein nicht-konsekutiver, viersemestriger Masterstudiengang. Er besteht aus einem für alle Studierenden verpflichtenden Curriculum, das neben der Einführung in die für den Studiengang relevanten Grundlagen der Soziologie und speziellen wissenschaftlichen Schlüsselqualifikationen bei der Durchführung von Surveys vor allem das Design, die Durchführung und die Analyse großer Surveys behandelt.
Modul 1: Sozialwissenschaftliche Grundlagen
Modul 2: Survey Grundlagen
Modul 3: Schlüsselqualifikationen
Modul 4: Datenanalyse
Modul 5: Large Scale Surveys
Modul 6: Forschungspraxis
Modul 7: Design komplexer Studien
Modul 8: Abschlussmodul
Den Studienplan finden Sie hier als pdf-Dokument, weitere Infos auf der Homepage des Studiengangs.
Studienbegleitende Praktika
Im Rahmen des Moduls 6 muss ein sechswöchiges externes Forschungspraktikum abgeleistet werden.
Prüfungen/ECTS-Credits
Das Master-Studium umfasst insgesamt 120 Credits (ECTS) in Form von studienbegleitenden Prüfungen, inklusive des Praktikums, eines Kolloquiums und der Master-Arbeit.
Informationsmaterial
Zugang zum Studium
Zugangsvoraussetzung
Voraussetzung für die Zulassung zum MA Survey Methodology ist einerseits die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss, sowie andererseits ein Bachelorabschluss in den Sozial- bzw. Wirtschaftswissenschaften oder in Statistik. Das Bachelorstudium muss mit einer Gesamtnote von mindestens 2,5 abgeschlossen worden sein. Nach Prüfung werden auch anderer Studienabschlüsse mit einem Mindestumfang äquivalent zu 180 European Credit Points (ECTS) anerkannt.
Der Anteil der Methoden- und Statistikausbildung innerhalb des grundständigen Studiums muss einen Umfang von mindestens 18 ECTS haben. Die Auswahlentscheidung wird von der Prüfungskommission nach dem Grad der Eignung des Bewerbers für den Studiengang getroffen. In Fällen, in denen die Eignung der Bewerber unklar ist, werden Auswahlgespräche geführt.
Die Anrechnung von bereits in anderen Masterprogrammen erbrachten Prüfungsleistungen ist aufgrund der geringen Zahl vergleichbarer Studiengänge nur nach Prüfung und Genehmigung durch den Prüfungsausschuss möglich. Die Zulassung ist auf 16 Studierende pro Kohorte beschränkt. Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2011/2012 ist der 16.08.2011. Näheres zur Bewerbung finden Sie auf der Webseite des Studiengangs.
Zulassung
Der Studiengang ist zulassungsfrei, wenn der Zugang durch das Fach überprüft und genehmigt wurde. Die Einschreibung erfolgt während der Einschreibungsfrist im Studierendensekretariat der Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg.
Studieninteressierte aus Nicht-EU-Ländern bewerben sich beim Akademischen Auslandsamt des Campus Duisburg:
www.uni-due.de/international
Bewerbungsfrist: 15. Juli jeden Jahres
Sprachkenntnisse
Die Lehrsprache an der Universität Duisburg-Essen ist Deutsch (außer in den englischsprachigen Studiengängen). Deshalb müssen Sie über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen, wenn Sie erfolgreich studieren wollen. Die Mehrheit der ausländischen Studienbewerber muss vor Beginn des Studiums die "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DSH 2-Niveau; von einigen Ausnahmen abgesehen) bestehen.
- Bildungsinländer (Personen, die ihre Hochschulreife in Deutschland oder an einer deutschen Schule im Ausland erworben haben) benötigen keinen besonderen Nachweis der Deutschkenntnisse.
- Bürger/-innen eines EU-Mitgliedslandes (und Bürger/-innen Islands, Liechtensteins, Norwegens) oder deutsche Staatsangehörige mit ausländischem Bildungsabschluss sowie
- Bürger/-innen eines Staates außerhalb der EU mit einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung müssen vor Beginn des Studiums die "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DSH 2-Niveau) oder den TestDaF (TDN 4) bestehen.
Weitere Sprachkenntnisse
Gem. Prüfungsordnung § 1 Abs. 5:
Studierende, deren Muttersprache nicht Englisch ist, müssen vor Aufnahme des Studiums englische Sprachkenntnisse entsprechend der abgeschlossenen Niveaustufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachweisen. Dies ist möglich durch:
a. einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss in englischer Sprache, oder
b. Englisch als Abiturfach (7 Punkte GK oder LK), oder
c. einen englischen Sprachtest in Form von
- TOEFL 450 (paper-based),
- TOEFL 133 (computer-based),
- TOEFL 45 (internet-based),
- IELTS: Extremely limited User, Band 3,
- Universität Cambridge: Key English Test
- oder einen äquivalenten Nachweis.
Über die Anerkennung gleichwertiger Kenntnisse der nach Satz 3 erforderlichen Voraussetzungen entscheidet der Prüfungsausschuss.
Informationen des Akademischen Auslandsamtes (International Office)
Berufsmöglichkeiten / Arbeitsmarkt
Standardisierte Interviews liefern die Grundlage für die überwältigende Mehrheit der Studien der empirischen Sozialforschung. Berücksichtigt man, dass auch Zensuserhebungen und andere Daten der amtlichen Statistik fast immer auf Surveys basieren, so liegt der Anteil dieser Datenerhebungsmethode bezogen auf die zur Verfügung stehenden Datenbasen sicherlich über 90\%. Bei sozialwissenschaftlichen Publikationen beruht die Mehrzahl der empirischen Arbeiten inzwischen auf Survey-Daten (vgl. Saris/Gallhofer 2007).
Auch außerhalb der akademischen Sozialforschung wächst die Bedeutung von Survey-Daten. Etwa 200 Institute in der BRD können zur kommerziellen Sozial- und Marktforschung gezählt werden, davon gehören 47 zum „Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute“. Diese 200 Institute beschäftigen etwa 11 000 fest angestellte Mitarbeiter. Etwa 90% des Umsatzes dieser Institute werden durch Surveys erzielt. Entsprechend groß ist der Bedarf an Fachpersonal für die standardisierte Erhebung von Survey-Daten.Seit Jahren übersteigt die Nachfrage durch die Institute als und die akademische Forschung nach Absolventen mit Kenntnissen im Umgang mit quantitativen Methoden das Angebot der Universitäten bei weitem. Um diesen subjektiven Eindruck zu belegen, beschloss die Sektion „Methoden“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Jahr 2000, eine Reihe von Erhebungen zu diesem Problem durchzuführen.
So führten Schnell/Krebs (2002) im Wintersemester 2000/01 eine Befragung aller 104 an deutschen Universitäten Lehrenden im Bereich „Methoden der empirischen Sozialforschung“ durch. Für 30 der zeitnah zu besetzenden 49 Projektstellen wurde Besetzungsschwierigkeiten aufgrund des Mangels an qualifizierten Nachwuchs berichtet. Die Hochschullehrer berichteten zum damaligen Zeitpunkt von 62 Anfragen außeruniversitärer Arbeitgeber nach geeigneten Absolventen. Davon richteten sich 49 Anfragen auf quantitativ ausgebildete Absolventen. In über 60% dieser Fälle konnten die Hochschullehrer keine geeigneten Personen empfehlen.
In einer davon unabhängigen Studie der Qualifikationsprofile aller in der Bundesrepublik am 1.6.2001 arbeitslos gemeldeten 1 745 Soziologen konnte Schnell (2002:39-40) zeigen, dass mehr als als drei Viertel der arbeitslosen Soziologen weder über Kenntnisse eines Datenanalyseprogamms noch über spezielle Statistikkenntnisse oder Erfahrungen in der qualitativen und quantitativen Forschung verfügte. Personen mit all diesen Kenntnissen waren schlicht nicht arbeitslos.
Diese günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt wird es den Absolventen des MA Survey Methodology erleichtern, einen entsprechenden Arbeitsplatz zu finden. Dies wird durch frühzeitige Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern zusätzlich erleichtert werden, die sich in Folge des vorgeschriebenen externen Forschungspraktikums während des Studiums ergeben werden.
Da der Bedarf an entsprechend qualifizierten Absolventen aber auch innerhalb der Universitäten für die Forschungsprojekte der empirischen Sozialforschung besteht, wird ein Teil der Absolventen sicherlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Universitätsprojekten eine Promotion anstreben.Informationssystem Studienwahl und Beruf [ISA]
Literatur:
Saris, Willem E. und Gallhofer, Irmtraud N. (2007): Design, Evaluation, and Analysis of Questionnaires for Survey Research. Wiley, Hoboken.
Schnell, Rainer (2002): Ausmaß und Ursachen des Mangels an quantitativ qualifizierten Absolventen sozialwissenschaftlicher Studiengänge. In: Engel, Uwe (Hrsg.): Praxisrelevanz der Methodenausbildung. Informationszentrum Sozialwissenschaften, Bonn, S. 35-44.
Schnell, Rainer und Krebs, Dagmar (2002): Die Ausbildung in Methoden der empirischen Sozialforschung. Ergebnisse der Befragung der Lehrenden der empirischen Sozialforschung durch die AG "`Methodenausbildung"'. In: Soziologie, Jahrgang 31, Heft 1, S. 39-49.
Kontakt und Beratung
Fakultät/Campus
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften am Campus Duisburg
[Seite der Fakultät]
Fachstudienberatung
Fachberatung des Studiengangs
Sabine von Thenen
surveymethodology@uni-due.de
Fachschaftsvertretung (Studierende)
Fachschaft Sowi
LF 112, Tel.: 0203/379-2037
Sprechzeiten: nach Vereinbarung per E-Mail
http://www.sowi-due.de
