Bessere Bildungschancen ermöglichen

Diversity Management

Gleich und gleich gesellt sich gern? Der Weg zu einem erfolgreichen Studium steht erfahrungsgemäß vor allem deutschen Jugendlichen aus bildungsnahen, begüterten Haushalten offen. Dass es nicht dabei bleibt, ist erklärtes Ziel des bundesweit ers-ten Prorektorats für Diversity Management (DiM), das die UDE eingerichtet hat. Denn in der kulturellen Vielfalt liegt enormes Potenzial.

Angesichts einer bunter gewordenen Gesellschaft und zunehmenden internationalen Verflechtung gilt es, die Verschiedenheit der Studierenden und Beschäftigten in Lehre und Forschung stärker zu berücksichtigen. Dies sollte bereits vor dem Studium beginnen, die Studienphasen umfassen und nicht mit dem Berufseinstieg enden. Das DiM bündelt die verschiedenen Aktivitäten, entwickelt zusätzliche Ins­trumente und bettet das Ganze in ein übergreifendes Konzept ein.

Als Verpflichtung und Chance sieht die UDE, dass ihre Studierenden vielfach aus der Region sowie aus einkommensschwachen und/oder bildungsfernen Schichten kommen sowie häufiger einen Zuwanderungshintergrund haben. Dies hat u.a. eine erste umfassende Studierendenbefragung ergeben, die das genaue Zuschneiden von Förderangeboten ermöglicht.

Bei der Anzahl ausländischer AbsolventInnen belegt die UDE bundesweit Platz drei. Um ihre Bildungschancen und den Studienerfolg zu verbessern, werden verschiedene Maßnahmen von der Studieneingangsphase bis hin zur Promotion eingerichtet und ausgebaut. Dies ist natürlich umso nachhaltiger, je früher die Maßnahmen einsetzen: In Kooperation mit Schulen und engagierten Förderern werden Konzepte erarbeitet, um begabte Jugendliche ideell und materiell zu unterstützen und an ein Studium heranzuführen. Dabei kann die UDE an bestehende Programme anknüpfen.

Ebenso bedeutsam ist es, die Lehrenden für Geschlechtergerechtigkeit und Diversitätsfragen zu sensibilisieren. Aber auch Familie und Studium bzw. Beruf besser miteinander zu vereinbaren, sind DiM-Schwerpunkte, ebenso wie der Ausbau neuer Angebote in der wissenschaftlichen Weiterbildung - auch parallel zur Berufstätigkeit. So sollen weitere Zielgruppen, z.B. Personen mit ausländischen Bildungsabschlüssen, angesprochen werden.

Als Universität in einer der größten Industrieregionen Europas steht die UDE vor der Herausforderung, sich für qualifizierte Berufstätige zu öffnen sowie deren berufliche Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte für die Studierenden zu nutzen. Daher richtet sich das Augenmerk auch auf verbesserte Zugangswege für Personen mit beruflichen Qualifikationen, indem fachliche Kompetenzen anerkannt werden und lebenslanges Lernen ermöglicht wird.