Internationale Mobilität in Forschung und Lehre

Internationale Mobilität in Forschung und Lehre

Bei der internationalen Mobilität in Forschung und Lehre sind der UDE alle Gruppen an der Universität wichtig. Sie konzentriert sich in besonderer Weise auf den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Studierenden, nimmt aber auch alle Forschenden, Lehrenden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung in den Blick.

Eine wichtige Säule zur Internationalisierung der Forschung bildet der wissenschaftliche Nachwuchs. Zum einen sollen international erfahrene Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler für die UDE gewonnen werden (incoming), um die internationale Vernetzung der UDE nachhaltig zu fördern und die Internationalität auf dem Campus zu erhöhen. Zum anderen unterstützt die UDE ihre Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Bestreben internationaler Vernetzung durch Auslandsaufenthalte (outgoing). Erst mit dieser Internationalität und Erfahrung können die Forschenden Impulse für Auslandserfahrung an die Studierenden weitergeben. Daher beteiligt sich die UDE an zahlreichen unterschiedlichen internationalen Mobilitäts- und Exzellenzprogrammen für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Mit Blick auf die besondere Zusammensetzung ihrer Studierendenschaft setzt die UDE darauf, Bildungsgerechtigkeit und soziale Inklusion auch auf dem Feld der Auslandsmobilität zu erreichen und den Mechanismen sozialer Selektivität in den bekannten Austauschprogrammen entgegenzuwirken. Die UDE, die überdurchschnittlich viele Bildungsaufsteigerinnen und Bildungsaufsteiger zu ihrer Studierendenschaft zählt, richtet ihr besonderes Augenmerk darauf, Teilhabe an Bildung auch als Teilhabe an Austauschprogrammen zu manifestieren.

Studierende, die aus nicht-akademischen Elternhäusern kommen, verfügen überdurchschnittlich häufig über wenig Geld und daher über keinen angemessenen Zugang zu Auslandsaufenthalten. Gleichzeitig bringen die Studierenden mit Migrationshintergrund Erfahrungen mit, die sie für ein Austauschstudium oder Auslandspraktikum in besonderer Weise befähigen. Bei der Beratung der Studierenden sind daher Belange der Finanzierung und der Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zu berücksichtigen. Zudem gilt es, der Heterogenität von Studienmotivationen und –voraussetzungen gerecht zu werden. Auf zentraler Ebene zeichnet das Akademische Auslandsamt für die internationale Mobilität der Studierenden verantwortlich und kooperiert eng mit den einschlägigen Beratungsstellen auf Fakultätsebene. Durch fest verankerte Service- und andere Unterstützungsleistungen für die Gruppe der Studierenden mit unterschiedlichen Hintergründen zeigt sich die UDE im Bereich des Auslandsstudiums als diversitätsbewusst und bildungsgerecht. Diese Selbstverpflichtung gilt in besonderer Weise für die Gruppe der Bildungsaufsteigerinnen und Bildungsaufsteiger und gleichermaßen für den Bereich der Auslandsmobilität von Studierenden mit Behinderung sowie Studierenden mit Kindern.

Die UDE erhöht die Anzahl von Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt in Form eines Auslandsstudiums oder eines Auslandspraktikums absolvieren. Sie unternimmt gezielte Anstrengungen wie z. B. einen systematischen Ausbau von Praktikumslinien oder strukturierte Angebote für einzelne Studiengänge, um die Auslandsmobilität zu befördern. Obligatorische Auslandsaufenthalte für Lehramtsstudierende in fremdsprachlichen Philologien sowie zielgerichtete Stipendienprogramme führen ebenfalls zur Steigerung der Zahlen in der Auslandsmobilität. Bei der Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen gilt für die Universität Duisburg-Essen im Einklang mit der Lissabon-Konvention das Prinzip der Studierendenfreundlichkeit.

Lehrende, Forschende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung werden bei der Realisierung von Auslandsaufenthalten und der Gewinnung und Intensivierung internationaler Kompetenz unterstützt. Sie können auf ein etabliertes Beratungs- und Serviceangebot zugreifen, um inhaltliche, organisatorische und finanzielle Aspekte zu klären und werden bei Bedarf zudem durch die Auslandsbüros der UA Ruhr unterstützt. Die UDE ermutigt zudem Lehrende, Forschende und weitere Beschäftigte, durch die Bereitstellung entsprechender Fortbildungen ihre internationalen Erfahrungen kontinuierlich auszubauen.