Herzlich willkommen bei der Arbeitsstelle interreligiöses Lernen

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Arbeitsstelle interreligiöses Lernen (AiL)

Die Arbeitsstelle interreligiöses Lernen (AiL) stellt sich den pädagogischen und theologischen Herausforderungen, die sich aus der zunehmenden religiösen und kulturellen Pluralisierung der heutigen Gesellschaft, besonders in großstädtischen Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet, ergeben und die sich in Schule und Alltag zeigen.
Die AiL möchte das Anliegen interreligiösen Lernens und des Dialogs in der universitären Lehrerbildung, aber auch an Schulen vor Ort sowie im gesellschaftlichen Diskurs fördern und weiterentwickeln.

Die AiL ist der Professur für Religionspädagogik im Institut für Evangelische Theologie an der Universität Duisburg-Essen angegliedert. Leiter ist Prof. Dr. Thorsten Knauth.

Die AiL ist Forum und Koordinationsstelle für dialogbezogene interreligiöse Veranstaltungen. Um interreligiöse Kompetenzen innerhalb der Lehrerbildung zu fördern, werden Seminare an der Universität im Bereich interreligiöser und interkultureller Bildung durchgeführt und verschiedene Religionsgemeinschaften als Orte außerschulischen Lernens besucht.
Darüber hinaus führt die AiL wissenschaftsbezogene Veranstaltungen im Themenbereich Dialog und interreligiöses Lernen durch, zu denen Referentinnen und Referenten aus Religionsgemeinschaften und Universitäten eingeladen werden. Außerdem werden regelmäßig Symposien und Studientage angeboten. Ringvorlesungen eröffnen die Möglichkeit, sich Themen im Bereich Religion, Kultur und Bildung aus interdisziplinärer Perspektive zu erschließen.

In Forschungsprojekten wird der Fokus auf nationaler sowie internationaler Ebene auf einen Religionsunterricht unter den Bedingungen sozialer, kultureller und religiöser Heterogenität gerichtet. Eine Frage ist u.a., wie in von religiöser Vielfalt geprägten pädagogischen Settings die Chance eines dialogischen, interreligiösen Lernens genutzt werden kann. Dabei werden überwiegend empirische Methoden der Religions- und Unterrichtsforschung angewandt.

Die AiL steht im engen Kontakt mit Schulen aus der Region Duisburg und Essen, den ortsansässigen Religionsgemeinschaften sowie anderen Institutionen interreligiösen, interkulturellen Lernens.

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Aktuelles

2020-10-28 Interdisziplinäre Ringvorlesung WiSe 20/21


Wir möchten in der Vorlesung fragen, was soziale Benachteiligung für religiöse Bildung bedeutet.

Insbesondere interessiert uns der Zusammenhang zwischen Geschlecht und sozialer Benachteiligung bzw. Armut. Mit welchen geschlechtsbezogenen Selbstverständnissen und Zuschreibungen ist im Kontext sozialer Benachteiligung zu rechnen? Wie bestimmt der soziale Status das Geschlechterverständnis? Was bedeutet (religiöse) Bildung aus der Sicht armer Kinder und Jugendlicher? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen religiösen Hintergründen bzw. Deutungsmustern und Geschlecht(lichkeiten)? Welche interaktiven Dynamiken können angetroffen werden? Wie kann der Zusammenhang zwischen Armut, Religion und Geschlecht theoretisch reflektiert werden? Und wie könnten Religionsunterricht und religiöse Bildung geschlechtergerecht und armutssensibel angelegt werden? Dies sind einige der Fragen, die während der Vorlesung behandelt werden sollen und in Beiträgen aus bildungswissenschaftlichen, religionspädagogischen, theologischen und sozialwissenschaftlichen Perspektiven zum Tragen kommen.

Die Vortragsreihe findet als Kooperation der Arbeitsstelle interreligiöses Lernen (AiL) und des Essener Kollegs für Geschlechterforschung (EKfG) im Rahmen des Forschungsforum Gender statt. Sie verfolgt das Ziel, Studierende sowie andere Interessierte in Fragestellungen rund um die Themen Gender, soziale Benachteiligung und religiöse Bildung einzuführen. Die Veranstaltung zeigt, welche Forschungsfragen aktuell bearbeitet werden und welchen vielgestaltigen Beitrag sie zur wissenschaftlichen Fachdiskussion und zur Weiterentwicklung der Geschlechterforschung leisten. Das Vortragsprogramm bringt Wissenschaftler*innen der Universität Duisburg-Essen und externe Referent*innen zusammen. Die einzelnen Beiträge sprechen ein interdisziplinär zusammengesetztes Publikum an. Studierende erwerben grundlegende Kenntnisse in den Feldern Gender, soziale Benachteiligung und religiöse Bildung.

Programm zum Download

 

Ab SoSe 2018: Forschungsprojekt: Dialog lernen und lehren – Mehrperspektivische religionsbezogene Lern- und Lehrprozesse

Anliegen dieses Aktionsforschungsprojektes ist es, in einer zweisemestrigen Seminarsequenz ein Lehr- und Lernformat zu entwickeln und zu erproben, durch das inhaltliche und methodische Voraussetzungen, inner- und außeruniversitäre Gelegenheiten und nachhaltige Strukturen für den Aufbau dialogischer Kompetenzen im Umgang mit religiöser Vielfalt geschaffen werden.

Forschungsteam: Prof. Dr. Handan Aksünger (Alevitische Theologie), Dorothea Grießbach (filmische Ethnographie), Shaykha Halima Krausen (Islamische Theologie) , Prof. Dr. Thorsten Knauth (Evangelische Theologie und dialogische Religionspädagogik), Carola Roloff (Buddhismus und interreligiöser Dialog), Dr. Dörthe Vieregge (Evangelische Theologie und dialogische Religionspädagogik)

Studentische Mitarbeiterin: Sabrina Koprowski