Wie gehen hygienisch relevante Mikroorganismen in den VBNC-Zustand über, wie werden sie wieder kultivierbar und wie virulent sind sie dann noch?

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Teilprojekt des BMBF-Verbundprojekts 

"Biofilm Management" 

Koordination

Bearbeitung

Förderung

Kooperationspartner

  • Prof. Dr. Thomas Kistemann, Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn
  • Dr. B. Bendinger, Prof. Dr. K. Wichmann, DVGW-Forschungsstelle TU Hamburg-Harburg
  • Dr. G. Schaule, Dr. S. Grobe, Prof. Dr. E. Dopp, Prof. Dr. H.-C. Flemming (IWW Mülheim)
  • Dr. J. Gebel und Prof. Dr. M. Exner, Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn
  • Prof. Dr. U. Szewzyk, TU Berlin

Link

  • www.biofilm-management.de

Projektbeschreibung

In Verteilungsleitungen der Trinkwasserversorgung und in der Hausinstallation kann es erwiesenermaßen in erheblichem Umfang zur Kontamination des Wassers durch hygienisch relevante Mikroorganismen kommen. Der Werkstoff Kupfer wird verbreitet als antimikrobielles Material in Trinkwasser-Installationen verwendet. Die antimikrobielle Wirkung von Kupfer wird in der Regel auf Basis der Abnahme der Kultivierbarkeit der Bakterien bewertet ohne zu berücksichtigen, dass Bakterien als Stressantwort in den VBNC-Zustand übergehen können.

Zur Untersuchung des VBNC-Zustands wird zunächst Pseudomonas aeruginosa als Modell-Organismus verwendet. Dieser Organismus lässt sich schnell und reproduzierbar durch Einfluss von Cu2+ in den VBNC-Zustand überführen und durch Zusatz eines Kupfer-Chelators wieder kultivierbar machen. Anhand von P. aeruginosa wird mittels fluoreszenzmikroskopischer (DAPI, LIVE/DEAD) und molekularbiologischer Methoden (FISH, real time PCR) der VBNC-Zustand näher untersucht. 
Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Infektiosität von Organismen, die aus dem VBNC-Zustand in einen kultivierbaren Zustand zurückkehren. In enger Zusammenarbeit mit IWW Mülheim wird anhand von Zellkulturen die Virulenz des Original- und des rückgeführten Stammes untersucht.