Teilprojekt des BMBF-Projekts

"Silbernanopartikel - Wirkmechanismen und Untersuchungen ihrer möglichen Interaktionen mit Geweben, Zellen und Molekülen. Definition ihres relevanten unverträglichkeitspotentials."

Koordination

Bearbeitung

Förderung

Projektpartner

  • aap Biomaterials GmbH, rent a scientist GmbH, EXcorLab GmbH, Justus-Liebig-Universität Gießen

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Projektbeschreibung

Die toxische Wirkung von Silber gegenüber Mikroorganismen ist seit langem bekannt. Mit zunehmender Resistenz von Mikroorganismen gegenüber Antibiotika findet Silber heutzutage vermehrten Einsatz in medizinischen Bereichen.

Ziel dieses Projektes ist es, fundierte Informationen über die Effektivität von Nanosilber gegenüber verschiedenen klinisch relevanten Bakterien zu gewinnen, um die Möglichkeiten und Grenzen für ihren Einsatz realistisch abzuschätzen. In diesem Zusammenhang soll die Wirksamkeit von Nanosilber und Silberionen differenziert werden.

Mikroorganismen verfügen über Resistenz- und Reparaturmechanismen, so dass sie auch in Gegenwart von Silber metabolische Aktivität aufweisen und sich vermehren können. Da bekannt ist, dass diese Schwermetall-Resistenzmechanismen auch für Antibiotika wirksam sind, soll zugleich das Auftreten einer Resistenz gegenüber Silber und Antibiotika geprüft werden.

Anhand von kulturellen und kulturunabhängigen, molekularbiologischen Methoden wird untersucht, ob Zellen sich in einen VBNC Zustand (vialble but non culturable) begeben und ob sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder kultivierbar werden.

Fig. 1: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von kugelförmigen, PVC-beschichteten Nanosilberpartikeln (Greulich et al. 2011)

Fig. 2: Funktion von Silber-Resistenzgenen (Silver, S. 2003)