Einnistung, Persistenz und Bekämpfung hygienisch relevanter Mikroorganismen in verockerten Brunnen

Teilprojekt des BMBF-Projekts

"Mikrobielle Verockerung in technischen Systemen" 

Koordination des Verbundprojekts

  • Prof. Dr. Ulrich Szewzyk

Leitung des Teilprojekts 

Bearbeitung

Förderung

Projektpartner

  • Prof. Dr. Ulrich Szewzyk, Prof. Dr. Martin Jekel, Prof. Dr. Paul Uwe Thamsen, Technische Universität Berlin
  • Prof. Dr. Kisten Küsel, Friedrich Schiller Universität Jena
  • Prof. Dr.-Ing. Thomas Grischek, HTW Dresden
  • Dipl.-Ing. Andreas Hartmann, Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
  • Dipl.-Ing. Regina Gnirß, Berliner Wasserbetriebe
  • Prof. Manfred P. Kage, Institut für wissenschaftliche Fotografie
  • Dipl.-Ing. Hans-Gerd Hammann, Hammann GmbH
  • ARCADIS Deutschland GmbH
  • AUCOTEAM GmbH
  • KSB Aktiengesellschaft
  • RWE Power AG
  • VATTENFALL Europe Mining AG

Projektbeschreibung

Grundwässer können durch äußere Kontamination, z. B. in Folge von Starkregen, Überschwemmungen oder raschen Kurzschlüssen mit Oberflächengewässern mit hygienisch relevanten Mikroorganismen verunreinigt werden. Beim Transport im Grundwasser können solche Mikroorganismen Brunnen der Trinkwassergewinnung erreichen. Liegt dort eine Inkrustierung vor, meist in Form von Eisen(III)-oxiden bzw. -oxyhydroxiden (Brunnenverockerung), wird den Organismen eine sehr große und poröse Oberfläche zur Ansiedlung geboten.

Ziel des Projektes ist die Klärung folgender Fragen

  • Kann bei Vorliegen einer Verockerung diese Matrix als Lebensraum dienen? Können sich hygienisch relevante Mikroorganismen einnisten, halten, vermehren?
  • Und wenn ja, wie können diese am wirksamsten und nachhaltigsten bekämpft werden?

Hierzu werden Realproben verockerter Brunnen auf das Vorkommen hygienisch relevanter Mikroorganismen untersucht, wobei neben Kulturmethoden vor allem auch kulturunabhängige Verfahren (FISH, PCR-basierte Methoden) eingesetzt werden.

In Laborsystemen soll die Verockerung nachgestellt werden und durch definierte Beaufschlagung mit den Zielorganismen (Escherichia coli, intestinale Enterokokken, coliforme Bakterien, Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa, Aeromonas spp.) deren Einnistung, Persistenz und mögliches Wachstum untersucht werden. Die Effektivität von Sanierungsverfahren, speziell unter Einsatz von Wasserstoffperoxid, soll geprüft werden.

Quelle: J. Wingender, Biofilm Centre, Universität Duisburg-Essen