Wichtige Informationen

Aktuelle Informationen zur Fachschaft

Statement zum neuen Hochschulgesetz

Liebe Studierende,

wie ihr sicherlich mitbekommen habt, wurde vor kurzem das neue Hochschulgesetz beschlossen, das einige Punkte enthält, die sich drastisch auf das Leben von uns Studis auswirken können. Falls ihr da nicht ganz im Bilde seid, geben wir euch einen kurzen Überblick:

  1. Das Verbot der Anwesenheitspflicht wurde aufgehoben. Das heißt konkret, dass sich die Hochschulen in NRW wieder dazu entscheiden können, eine verpflichtende Anwesenheitspflicht einzuführen. Problematisch ist diese Anwesenheitspflicht besonders für diejenigen, die neben dem Studium arbeiten müssen, Studis mit Kind oder aber für Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen. Diesen wird durch eine Anwesenheitspflicht der erfolgreiche Abschluss von Kursen deutlich erschwert.

  2. Als wäre eine Anwesenheitspflicht nicht einschränkend genug, erlaubt das Hochschulgesetz weiterhin, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Studienverlaufsvereinbarung mit Studierenden getroffen werden kann, die unter Umständen auch zulässt, dass bestimmte Prüfungsleistungen an Punkt x erbracht werden müssen, um das Studium weiter fortsetzen zu können, was bei nichterbrachten Leistungen im schlimmsten Fall zur Exmatrikulation führen kann. Dies kann kombiniert werden mit Studieneingangstests, die den Wissensstand vor dem Studium abprüfen sollen, um so die Abbrecherquoten zu verringern.

  3. Die Universitäten in NRW sind ab sofort nicht mehr verpflichtet sich friedlicher Forschung zu widmen, sondern können auch Militärforschung durchführen.

  4. Der letzte Punkt beschäftigt sich mit der studentischen Mitbestimmung, die gerade in unseren Fachbereichen enorm wichtig ist.

Es soll den Unis möglich sein, Studienbeiräte abzuschaffen, wobei diese ein zentrales Gremium in der studentischen Mitbestimmung bilden, da hier Studierende und Lehrende gemeinsam Pläne erarbeiten können, wie es in der Fakultät weitergehen kann und soll und dort natürlich auch kritische Punkte wie etwa Anwesenheitspflichten angesprochen werden.

Auch soll das Mitspracherecht der Studierenden im Senat angegriffen werden können, wobei das Hochschulgesetz bisher vorschrieb, dass gleichviele Studierende, Professor*innen, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen sowie Mitarbeiter*innen aus Technik und Verwaltung im Senat vertreten sein sollen. Auch das soll von den Unis gekippt werden können.

 

Dieses Hochschulgesetz zeigt jedoch leider, wie wenig die Lebensrealität von Studierenden beachtet wird und nimmt eben diesen jegliche Möglichkeit, selbstbestimmt und autonom zu studieren. Das Studium ist für viele nicht nur eine Zeit der Weiterbildung, sondern auch vor allem der Selbstfindung und der Autonomieerfahrung, die einen zentralen Punkt in der Menschwerdung darstellt. Das Hochschulgesetz sieht jedoch nicht vor, dass Studierende selbstständig entscheiden können, wie sie ihren Alltag und vor allem ihr Studium planen. Es findet eine Verschulung des Studiums statt, die gebunden ist an Zwänge und oftmals Existenzängste, die auf gar keinen Fall förderlich sind für die Entwicklung von mündigen Bürger*innen. Die Abschaffung der Zivilklausel hingegen fördert eine weitere Militarisierung der Bildung, die unter keinen Umständen vorangetrieben werden darf. Wir setzen uns ein für eine friedliche Forschung, die den Schwerpunkt auf Frieden und Demokratie legt, und nicht etwa auf Krieg und Spionage.

Des Weiteren darf es nicht Usus werden, dass Universitäten sämtliche Möglichkeiten der studentischen Beteiligung einschränken können und Mehrheiten so verdrehen, dass Studierende ihr Recht auf Mitbestimmung nicht mehr wahrnehmen können und dürfen. Die studentische Mitbestimmung ist das Herz einer jeden Universität, die eine bessere Gesellschaft und selbstbestimmte, mündige Persönlichkeiten hervorbringen will.

Daher lautet unser Aufruf: Wenn ihr nicht wollt, dass euer Studium, eure Selbstbestimmung oder das Recht auf Demokratie eingeschränkt wird: Wehrt euch, geht zu Demonstrationen, nutzt sämtliche Möglichkeiten, um euch und euren Anliegen Gehör zu verschaffen!

 

Wenn ihr noch mehr Fragen habt, wie etwa, was ihr konkret tun könnt, schreibt uns, kommt vorbei oder ruft an.

Zusammen können wir die Uni zu einem demokratischen und lernfördernden Ort machen, der uns alle repräsentiert!

Kontaktinformationen:

Fachschaft 1a
Raum WST B.08.08
Berliner Platz 6-8
45141 Essen
Telefon 0201/183-3413

Quellen:

Beschlussempfehlung: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-6797.pdf;jsessionid=B698A5A4D66F6059342F16282D56A696

Zusammenfassung: https://www.unicum.de/de/studentenleben/zuendstoff/nrw-hochschulgesetz-diese-aenderungen-wurden-verabschiedet?fbclid=IwAR1JNyVHwtXifaFM596aEd4b3Hf5-sqkTkzd-5KE8IJU6b7FvNx--5eEawI

Wichtige Informationen zum Studium

Semester- und Vorlesungstermine

 

Sommersemester 201

 

Semesterbeginn

01.04.2019

Semesterende

30.09.2019

Vorlesungsbeginn

08.04.2019

Vorlesungsende

12.07.2019

Pfingstferien

11.06.2019

 

Wintersemester 2019/20

 

Semesterbeginn

01.10.2019

Semesterende

31.03.2020

Vorlesungsbeginn

14.10.2019

Vorlesungsende

31.01.2020

Weihnachtsferien

23.12.2019 bis 06.01.2020

Rosenmontag

24.02.2020

 

Rückmeldungs- und Beurlaubungsfristen

 

Anmeldung zum Praxissemester im Master Edu.

Für Studierende, die sich zum 1. April in den Lehramtsmaster einschreiben wollen, bzw. sich im Mai für das Praxissemester anmelden wollen, müssen sich spätestens bis zum 15. Dezember für die Bachelor-Arbeit angemeldet haben.

Für Studierende, die sich zum 1. Oktober in den Lehramtsmaster einschreiben wollen, bzw. sich im November für das Praxissemester anmelden wollen, müssen sich spätestens bis zum 15. Juni für die Bachelor-Arbeit angemeldet haben.