Wichtige Informationen

Aktuelle Informationen zur Fachschaft

Offener Brief an die Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden der Universität Duisburg-Essen 

In Anbetracht der besonderen Situation, die aktuell herrscht haben wir als Fachschaft von einigen Studierenden ein ebenfalls besonderes Feedback zur Lehre in diesem Semester bekommen. Schon sehr früh im Semester hat sich eine Frustration aufgebaut, die aufgrund der speziellen Lehrsituation und all ihrer Umstände entstanden ist.
Daher wird im Folgenden ausführlich erläutert, welche Perspektiven Studierende in diesen unruhigen Zeiten einnehmen und welche Hilfestellungen Sie brauchen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Zunächst einmal wollen wir aus studentischer Perspektive über die technische Seite des Online-Semesters sprechen, die sich für viele von uns durchaus problematisch gestaltet. Nicht jede*r von uns hat die technischen Möglichkeiten, an Sitzungen per BigBlueButton oder Zoom teilzunehmen. Ob es hierbei an technischer Ausstattung mangelt, die man sich beispielsweise mit Geschwistern oder Eltern teilen muss oder aber an der Internetleitung, die durch die Mehrfachbelastung von Mitbewohner*innen zu schwach ist, ist zunächst nebensächlich. Zu Beginn des Semesters war es vielen von uns nicht möglich, Inhalte über Moodle abzurufen oder überhaupt auf Moodle zuzugreifen. Das führte zu vermehrtem Mailverkehr, was schließlich das Mailingsystem in die Knie zwang. Viele von uns sind wirklich fit mit sozialen Medien und dem Umgang mit diversen Systemen, jedoch sind auch wir machtlos, wenn Systeme nicht funktionieren und wir nicht auf wichtige Dinge zugreifen können, wie etwa unseren VPN, um geforderte Bücher aus dem Online-Angebot der Bibliothek abzurufen.

Dieser Punkt geht Hand in Hand mit einer weiteren studentischen Wahrnehmung, die sich in den ersten Semesterwochen verstärkt hat. Wir haben das Gefühl, das zu wenig Rücksicht auf die finanzielle Situation der Studierenden genommen wird, die durch die Pandemie ihre Jobs verloren haben, 11.05.2020 jedoch keine Unterstützung erhalten, es sei denn, sie exmatrikulieren sich, um so diverse Hilfen beantragen zu können. Wir müssen gerade in dieser Situation darauf achten, unsere eigenen

Privilegien zu reflektieren und auch an diejenigen zu denken, die diese Privilegien nicht haben.
Darauf aufbauend wollen wir für eine Lehre plädieren, die die Studierenden nicht allein vor den Folien oder Büchern verzweifeln lässt. Wir wünschen uns begleitetes Lernen, das Rücksicht auf Studierende nimmt und sie nicht durch zu viele Deadlines oder verpflichtende Aufgaben in eine Situation zwingt, die kaum zu bewältigen ist. Uns als Fachschaft wurde von einzelnen Studierenden berichtet, die, um alles so, wie es im Studienverlaufsplan vorgesehen ist, studieren zu können, in diesem Semester jeden Tag bis zu 12 Stunden aufwenden müssten. Häufig ist dies bedingt durch erhöhte Erwartungen der Lehrenden, die in der aktuellen Situation von Studierenden ausgehen, die mehr Zeit haben, was aber in der Realität nicht so ist. Viele von uns müssen dennoch arbeiten, sich um Familienmitglieder kümmern oder leiden schlicht und einfach psychisch so sehr unter der Situation, dass wir ohnehin unter enormem Druck stehen. Das sind Zustände, die wir als Geisteswissenschaftler*innen nicht unterstützen können, da so jeglicher Spaß an den studierten Fächern auf der Strecke bleibt. Wir wollen motiviert lernen und wir wollen mit Spaß an der Sache dabei sein, aber dafür brauchen wir Unterstützung, um nicht in Überforderung zu versinken.

Aber diese Unterstützung kann nicht in Form von starren Deadlines oder mit einer erhöhten Anzahl an eigenständigen Aufgabenbearbeitungen geleistet werden.

Was wir als Studierende vor allem brauchen sind Lehrende, die uns verstehen und die sich für unsere Situation interessieren. Wir wollen auch online dieselbe Wertschätzung spüren, die wir im Präsenzsemester erfahren hätten. Dafür verpflichten wir uns, den Lehrenden mit Verständnis zu begegnen, wenn mal etwas nicht funktioniert oder man einen Tag länger auf eine Antwort warten muss.

Als Lösung für die oben genannten Probleme plädieren wir vor allem für eine offene Kommunikation, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt, Entschleunigung und vor allem von Solidarität. Wir möchten jede*n einzelne*n bitten, zu prüfen, wo die Kommunikation verbessert werden kann, wo man für seine Kommiliton*innen einstehen kann und wo man vielleicht auch den Lehrenden eine Chance geben muss,sich an die veränderten Umstände zu gewöhnen. Natürlich plädieren wir genauso an die Lehrenden, daran zu denken, dass Studierende genauso gestresst sind und sich gerade in der schriftlichen Kommunikation schnell Missverständnisse ergeben, die sich im persönlichen Austausch nie ergeben hätten. Kommunizieren Sie so klar wie möglich, welche Erwartungen Sie haben, seien Sie aber auch offen für Feedback der Studierenden. In der aktuellen Situation gibt es kein Lehrende gegen Studierende. Wir stehen alle auf der gleichen Seite und müssen unsere Chance, daran zu wachsen und offener und bedürfnisorientierter zu kommunizieren, nutzen. Was wir jetzt brauchen sind Gespräche auf Augenhöhe, ein fortwährendes Überprüfen der eigenen Kommunikation und ein immer neues Ausloten und Kommunizieren von Grenzen und Möglichkeiten, um dieses Semester trotz der Umstände so erfolgreich wie möglich gestalten zu können.

Bei Fragen und Problemen stehen wir gerne zur Verfügung und bemühen uns immer um einen konstruktiven und produktiven Austausch.

Ihre/ Eure Fachschaft 1a (11.05.2020)

Wichtige Informationen zum Studium

Semester- und Vorlesungstermine

 

Sommersemester 201

 

Semesterbeginn

01.04.2019

Semesterende

30.09.2019

Vorlesungsbeginn

08.04.2019

Vorlesungsende

12.07.2019

Pfingstferien

11.06.2019

 

Wintersemester 2019/20

 

Semesterbeginn

01.10.2019

Semesterende

31.03.2020

Vorlesungsbeginn

14.10.2019

Vorlesungsende

31.01.2020

Weihnachtsferien

23.12.2019 bis 06.01.2020

Rosenmontag

24.02.2020

 

Rückmeldungs- und Beurlaubungsfristen

 

Anmeldung zum Praxissemester im Master Edu.

Für Studierende, die sich zum 1. April in den Lehramtsmaster einschreiben wollen, bzw. sich im Mai für das Praxissemester anmelden wollen, müssen sich spätestens bis zum 15. Dezember für die Bachelor-Arbeit angemeldet haben.

Für Studierende, die sich zum 1. Oktober in den Lehramtsmaster einschreiben wollen, bzw. sich im November für das Praxissemester anmelden wollen, müssen sich spätestens bis zum 15. Juni für die Bachelor-Arbeit angemeldet haben.