Hanna Strüder & Helen Baykara-KrummeInklusion im Arbeitskontext Schule - eine (Mehrebenen-)Analyse nachhaltiger Gelingensbedingungen für die berufliche Teilhabe von Lehrkräften

Inklusion ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklung, da sie die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Prozessen sicherstellt. Spätestens mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sind Inklusion und Nachhaltigkeit nicht mehr voneinander zu trennen. Die aktuelle Erwerbssituation von Menschen mit Behinderungen deutet allerdings darauf hin, dass trotz verschiedener (politischer) Maßnahmen und (technischer) Entwicklungen für mehr Barrierefreiheit noch nicht von einem inklusiven Arbeitsmarkt die Rede sein kann.

Das Projekt untersucht die Gelingensbedingungen für die Inklusion von Lehrkräften mit Behinderungen im Rahmen inklusiver Schulentwicklung und will aufzeigen, wie es gelingen kann, Inklusion und Nachhaltigkeit im vergleichsweise starren Schulsystem zu etablieren.

Theoretisch nimmt die Arbeit u. a. Bezug auf den ökosystemischen Ansatz nach Bronfenbrenner. Dieser ermöglicht, das Zusammenspiel zwischen dem Individuum / der Lehrkraft mit einer Beeinträchtigung und den Umwelteinflüssen zu untersuchen.

In methodischer Hinsicht sollen vor dem Hintergrund der deutlichen Forschungslücke qualitative (Expert:innen-) Interviews mit Lehrkräften mit Behinderungen, ihren Kolleg:innen, Schulleiter:innen, Schwerbehindertenvertretungen und weiteren Akteur:innen auf höheren Ebenen geführt werden, die in Bezug auf Gelingensbedingungen und strukturelle Barrieren auf den verschiedenen Ebenen mit der Grounded Theory analysiert werden.

Das Teilprojekt adressiert ein bisher nicht nur in Deutschland weitgehend unerforschtes Themengebiet. Mit dem Fokus auf die Inklusion von Lehrkräften mit einer Beeinträchtigung aus einer spezifischen Mensch-Umwelt-Perspektive zielt es darauf ab, einen innovativen Beitrag zur inklusionsorientierten Schulentwicklungsforschung zu leisten.