Informationen zu Finanzierungs- und Unterstützungsmöglichkeiten

Finanzielles & Soziales

Auf dieser Seite finden Sie nützliche Hinweise zum Thema Finanzierungs- und Unterstützungsmöglichkeiten während Ihres Studiums.

Bitte beachten Sie, dass Sie nähere Informationen zur Studienfinanzierung – wie z. B. BAföG, Erwerbstätigkeit während dem Studium, Stipendien, Härtefonds – in der Sozialen Beratung des Studierendenwerk Essen-Duisburg erhalten.

BAföG

Allgemeines

Grundsätzlich gilt, dass Ihnen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) Sozialleistungen gezahlt werden können, um eine erste Ausbildung zu finanzieren. Dies gilt allerdings nur sofern Sie oder Ihre Eltern nicht selbst in der Lage sind das Studium zu finanzieren.

Das Studierendenwerk Essen-Duisburg ist mit der Durchführung der Ausbildungsförderung für alle Studierenden der Universität Duisburg-Essen (UDE) betraut. Weitere Informationen erhalten Sie beim BAföG-Amt des Studierendenwerks Essen-Duisburg.

Finanzierung bei Studienabbruch oder Fachrichtungswechsel

Um Studienabbrüche oder Fachrichtungswechsel zu vermeiden, überlegen Sie vorher, welchen Studiengang Sie anstreben möchten. Setzen Sie sich, auch wenn es nicht immer einfach ist, mit der Behinderung und/oder chronischen Erkrankung auseinander. Auch wenn in manchen Fällen die Möglichkeit des Studienabbruchs oder Fachrichtungswechsel besteht, haben Sie möglicherweise (Lebens-)Zeit verloren.

Im Fall eines Studienabbruchs oder eines Fachrichtungswechsels müssen Sie auch zurückliegende Fachrichtungswechsel nachträglich begründen. Beim Studienabbruch und Fachrichtungswechsel wird nochmal unterschieden zwischen wichtigem Grund und unabweisbarem Grund.

Wichtiger Grund für einen Fachrichtungswechsel:

Unabweisbarer Grund für einen Fachrichtungswechsel:

Neigungswandel

Mangelnde physische oder psychische Eignung für das gewählte Studienfach

Veränderung der Weltanschauung

Unvorhersehbarer Ereignisse, z.B. Unfall

Konfession

 

Bevor Sie einen Antrag stellen, wird Ihnen ausdrücklich angeraten sich bei der Sozialen Beratung des Studierendenwerks Essen-Duisburg beraten zu lassen.

Weitere Informationen zum Studienabbruch/Fachrichtungswechsel finden Sie in diesem Merkblatt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bitte fragen Sie beim Studierendenwerk Essen-Duisburg nach, ob die Möglichkeit des Vorabentscheides in Ihrem Fall möglich ist.

Förderung über die Förderungshöchstdauer

Bekommen Sie Leistung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)? Können Sie in Ihrem Studium schon absehen, dass Sie aufgrund ihrer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung, den Eignungsnachweis und/oder die Förderungshöchstdauer voraussichtlich nicht einhalten werden?  

Förderung über die Förderungshöchstdauer (FHD) hinaus kann für eine angemessene Zeit geleistet werden. Beachten Sie, dass Sie Ihre Leistungsnachweise Ihrem/Ihrer Sachbearbeiter_in beim BaföG-Amt rechtzeitig vorlegen, um nachzuweisen inwieweit Sie Ihren damaligen Studienrückstand aufgeholt/nicht aufgeholt haben. Förderung über die Förderungshöchstdauer wird im Einzelfall geprüft.

Folgende Kriterien können zusätzlich in Frage kommen:

  • Ausbildungsbedingte Studienzeitverzögerungen;
  • Zeitverzögerung durch die Arbeit in einem Hochschulgremium als gewähltes Mitglied, wie z. B. Selbstverwaltung von Studierenden an der Universität Duisburg-Essen oder dem Studierendenwerk Essen-Duisburg;
  • Schwangerschaft und Erziehung von Kindern bis zum 10. Lebensjahr;
  • Es muss absehbar sein, dass das Studium in einer angemessenen Zeit erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Der Grund für die Überschreitung der Förderungshöchstdauer ist ausführlich zu schildern und entsprechende Belege beizufügen. Es ist eindeutig zu erklären, wann welche Leistungen noch zu erbringen sind, wann die Zulassung zur Abschlussprüfung erwirkt werden kann und wann das Studium insgesamt voraussichtlich abgeschlossen wird.

Wenn Sie meinen, dass Sie einen Anspruch auf Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus haben, dann informieren Sie sich bitte im Vorfeld bei der Sozialberatung des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) der UDE oder über die einzelnen Formalitäten beim BAföG-Amt des Studierendenwerks Essen-Duisburg.

Zum Seitenanfang

Darlehen und Kredite

Allgemeines

Studierende und Absolvierende haben verschiedene Möglichkeiten zur Studienfinanzierung. Eine Übersicht der Studienfinanzierungen kann für die Sicherung des Studienalltags nützlich sein. Teilweise kann das Studium mittels zinsgünstiger Darlehen und Kredite finanziert werden.

Studienabschlussförderung/Hilfe zum Studienabschluss

Für Absolvent_innen, die sich in der Studienabschlussphase befinden, kann gegebenenfalls ein zinsloses Darlehen der Daka in Frage kommen. Bei außergewöhnlichen Härtefällen, kann für Studierende der Härtefond aus finanziellen Notlagen helfen. Nähere Informationen erhalten Sie in der Sozialen Beratung des Studierendenwerks Essen-Duisburg oder bei der AStA-Sozialberatung.

Zum Seitenanfang

Hochschul- und Begabtenförderung

Das UDE-Stipendium

Die Hochschulförderung an der UDE ermöglicht für leistungsstarke Studierende mit Behinderung und längerfristiger Beeinträchtigung, einschließlich chronischer Erkrankung, die finanzielle Absicherung während des Studiums. Gemeinsam mit Förderern übernimmt die UDE ihre gesellschaftliche Verantwortung. Die UDE versteht sich als Ort für Forschung und Lehre, der Vielfalt und Möglichkeiten einbezieht. Das Stipendium soll begabte und engagierte Studierende fördern. Als Richtwert gilt der Notendurchschnitt „gut“. Bei der Hochschulförderung wird sowohl auf Bildungsgerechtigkeit als auch auf Inklusion aller Potentiale im Rahmen der Diversity-Aspekte geachtet.

Zu den allgemeinen Informationen zum UDE-Stipendienprogramm gelangen Sie hier: Das UDE-Stipendium

Weitere Stipendienprogramme

Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten, Stipendien und Förderwerke finden Sie hier.

Zum Seitenanfang

Teilhabe im Studienalltag

Trägerübergreifendes Persönliches Budget

Das trägerübergreifende Persönliche Budget ist eine alternative Leistungsform zu Sach- und Dienstleistungen. Das Wunsch- und Wahlrecht steht dabei im Vordergrund. Mit diesem neuen Instrument können Menschen mit Behinderung Expert_innen in eigener Sache sein/werden. Weitere Informationen finden Sie auf dem Portal zum trägerübergreifenden Budget des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Arbeitsassistenz

Bei beschäftigten Studierenden mit einer Schwerbehinderung können durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) oder den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Kosten einer Arbeitsassistenz übernommen werden. Weitere Informationen finden Sie beim LVR-Integrationsamt bzw. LWL-Integrationsamt. Bei Fragen wenden Sie sich an das örtlich zuständige Integrationsamt.

Blinden- und Gehörlosengeld

Blinde und stark sehbeeinträchtigte Menschen können beim LVR bzw. LWL ein Blindengeld beantragen. Gehörlose Menschen können beim LVR bzw. LWL ein Gehhörlosengeld beantragen. Weitere Informationen zum Blinden- und Gehörlosengeld finden Sie auf den Seiten des LVR – Blinden- und Gehörlosengeld bzw. auf den Seiten des LWL – Leistungen für sehbehinderte, blinde und gehörlose Menschen.

Eingliederungshilfen für den Studienalltag

Anträge zur Eingliederungshilfe von Menschen mit Behinderung zur Bewältigung des Studienalltags sollten vor der Hochschulzulassung gestellt werden, nur dann können die zuständigen Rehabilitationsträger oder Integrationsämter (z. B. gemeinsame Servicestellen der Rehabilitationsträger, Krankenkassen, Bundesarbeitsagentur, Unfallversicherungsträger, Rentenversicherungsträger, örtliche Jugendämter, überörtlicher Sozialhilfeträger etc.) sich vorher auf die abschließende Entscheidung vorbereiten.

Falls abzusehen ist, dass bei Ihnen ein ausbildungsbedingter Mehrbedarf – wie z. B. Gebärdesprachdolmetscher_in, Studienassistenz, FM-Anlagen – erforderlich ist, klären Sie bitte vorher bei dem/der Studienfachberater_in, welche genauen Studienanforderungen aufgrund Ihrer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung Schwierigkeiten darstellen. Klären Sie mit der Allgemeinen Studienberatung des Akademischen Beratungs-Zentrums (ABZ) ab, inwieweit Ihnen Hilfe seitens der Universität geboten werden kann. So können Sie Ihren individuellen Bedarf konkretisieren. Eine erste Orientierung bieten die Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) zu den Leistungen der Eingliederungshilfe zum Besuch einer Hochschule.

Am besten informieren Sie schriftlich den/die Sachbearbeiter_in, wenn der Zulassungsbescheid seitens der Universität bei Ihnen angekommen ist. Bitte beachten Sie, dass erst nach der Zulassung bzw. Einschreibung in ein Studienfach über einen Antrag des behinderungsspezifischen Mehrbedarfs in Studium und Alltag abschließend entschieden werden kann. Für weitere Informationen und die Einbeziehung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) besuchen Sie bitte die Homepage des LVR.

Zum Seitenanfang

Befreiung vom Mobilitätsbeitrag

Studierende mit Behinderung können von der Beitragspflicht zum Mobilitätsbeitrag befreit werden, wenn sie aufgrund der Beeinträchtigung kostenfrei im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) den öffentlichen Personennahverkehr benutzen dürfen oder den öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen können. Vor der Einschreibung oder Rückmeldung ist der Mobilitätsbeitrag, der im Semesterbeitrag enthalten ist, zu entrichten. Die Befreiung erfolgt nur auf Antrag und entsprechenden Nachweis beim Einschreibungswesen. Bitte informieren Sie sich über den Beitragserlass und die Antragsfristen (Kosten). Eine Rückerstattung durch den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sieht die Ordnung zum Erlass des Mobilitätsbeitrags in der Regel nicht vor, kann aber in Ausnahmefällen erfolgen. Informationen zur Übernahme des Mobilitätsbeitrags (Härtefallausschuss) der ASTA finden Sie hier.

Zum Seitenanfang