Informationen zum Nachteilsausgleich und Härtefallregelungen

Nachteilsausgleich im Studium

Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung können an der Universität Duisburg Essen zusätzliche Informations- und Serviceangebote zur Herstellung der Chancengleichheit in Anspruch nehmen.

Ziel ist es, einen individuellen und angemessenen Ausgleich zu ermöglichen. Nachteilsausgleiche, z.B. Prüfungsmodifikationen stellen keine Minderung des fachlichen Anspruchs dar.

Im Klartext: Es geht nicht um eine Bevorteilung, sondern um die Kompensation von vorhandenen Beeinträchtigungen.

Nachteilsausgleiche müssen rechtzeitig beim Prüfungswesen/Prüfungsausschussvorsitzenden gestellt werden ( mit Beginn der Prüfungsanmeldephase). Grundsätzlich reicht ein formloser schriftlicher Antrag. Es müssen keine Diagnosen nach der International Classification of Disease (ICD-10) offenbart werden.
Eine (fach-) ärztliche Stellungnahme ist dem Antrag auf Nachteilsausgleich beizufügen. Aus der (fach-)ärztlichen Stellungnahme sollte glaubhaft hervorgehen, dass Sie aufgrund der Behinderung und/oder chronischen Erkrankung die Prüfungsleistung in der vorgesehenen Form und/ oder in der vorgesehenen Zeit nicht durchführen können. Ein Schwerbehindertenausweis reicht grundsätzlich nicht aus.

Sie haben Anspruch sofern Sie die Voraussetzung für Nachteilsausgleichsregelungen aufgrund einer Behinderung und/oder chronischer Erkrankung erfüllen. Jedoch hat der Prüfungsausschuss/Prüfungsausschuss-Vorsitzende einen Ermessensspielraum individuelle und angemessen gleichwertige Leistungen in modifizierter Form und Zeit individuell zu gewähren.

Weiterführende Hinweise entnehmen Sie den auf dem Inklusionsportal bereitgestellten Informationsmaterialien.

Härtefallantrag bei Bewerbung um einen Studienplatz

2% der Studienplätze werden über die Vorabquote an Studienbewerber/innen mit einer außergewöhnlichen Härte vergeben.  Studienbewerber/innen bei denen eine außergewöhnliche Härte aufgrund der Behinderung und/oder chronischen Erkrankung vorliegt sollten auf jeden Fall die Chance des Härtefallantrags nutzen.

Für einen Härtefallantrag kommen folgende Bedingungen in Frage:

  • Sinnvolle Überbrückung der Wartezeit ist aufgrund der Behinderung/chronischen Erkrankung nicht möglich
  • Schwierige Ausnahmesituationen für die eine Ablehnung des Zulassungsantrags unzumutbar ist und eine sofortige Aufnahme des Studiums erfordert (z.B. Krankheiten mit der Tendenz zur Verschlimmerung)

Bei Anträgen sollte Sie stets ein ausführliches fachärztliches Attest, ggf. gutachtliche Stellungnahme beifügen. Dies sollte konkrete und nachvollziehbare Ausführungen zur Ihrer Einschränkung aufgrund der Behinderung und/oder chronische Erkrankung (z.B. Entstehung, Schwere, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten) und ggfs. Aussage zur Studierfähigkeit bieten. Als zusätzliche Nachweise sind, z.B. der Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes, der Schwerbehindertenausweis, geeignet. In manchen Fällen sollten Zeugnisse bzw. Schulgutachten mit beigefügt werden. Richtlinien über die entsprechenden Sonder- und Härtefallanträge finden sie auf der Homepage auf der Seite des Deutschen Studentenwerks.

Bitte beachten Sie bei der Online-Bewerbung, dass Sie den Sonderantrag Härtefall mit ankreuzen. Ansonsten können die Sonderanträge nicht berücksichtigt werden

Weitere Auskünfte zu den Formalitäten des Härtefallantrags bei zulassungsbedingten Studiengängen erhalten Sie im Studierendensekretariat.

 

Nachteilsausgleich bei Bewerbung um einen Studienplatz

Da bei der Bewerbung im Wesentlichen die Durchschnittsnote des Abiturzeugnisses und die Wartezeit eine entscheidende Rolle spielen, können Studienbewerber/innen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung Sonderanträge für zulassungsbeschränkte Studiengänge stellen, wenn Ihnen durch die Behinderung/chronische Erkrankung z.B. :

  • Einer Verschlechterung des Notendurchschnitts aufgrund behinderungs-bzw. krankheitsbedingter Ausfallzeiten (z.B. Dialyse, Krankhausaufenthalt)
  • Einer Schwerbehinderung von 50% oder mehr

Für diesen Nachteilsausgleich gibt es für Studienbewerber mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung die Möglichkeit, Sonderanträge zur Verbesserung der Zulassungschancen bei der Bewerbung um einen Studienplatz für Bachelorstudiengänge zu stellen.

Notwendig dazu ist ein fachärztliches Attest oder Gutachten.Bitte beachten Sie bei der Online-Bewerbung, dass Sie den Sonderantrag Nachteilsausgleich mit ankreuzen. Ansonsten können die Sonderanträge nicht berücksichtigt werden.

Die Sonderanträge unterliegen den rechtlichen Voraussetzungen des jeweiligen Bundeslandes. Für die Universität Duisburg-Essen gilt die  Vergabeverordnung NRW.

Weitere Auskünfte zu den Formalitäten des Nachteilsausgleiches bei zulassungsbedingten Studiengängen erhalten Sie im Studierendensekretariat.