Prof. Dr. Gabriele Genge
Geisteswissenschaften - Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
45141 Essen
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Professor/in, Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Aktuelle Veranstaltungen
Die folgenden Publikationen sind in der Online-Universitätsbibliographie der Universität Duisburg-Essen verzeichnet. Weitere Informationen finden Sie gegebenenfalls auch auf den persönlichen Webseiten der Person.
Fehler in der QuellverarbeitungWissenschaftlicher Werdegang
Gabriele Genge ist Professorin für Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft mit Fokus auf der dt. / frz. Kunstgeschichte seit dem 18. Jahrhundert und transdisziplinären, transkulturellen und postkolonialen Schwerpunkten des Faches. 2009 übernahm sie den Lehrstuhl für Neue und Neuere Kunstgeschichte/ Kunstwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.
1985-1991 studierte Gabriele Genge Kunstgeschichte, Neuere Geschichte und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte im Rahmen des interdisziplinären DFG-Graduiertenkollegs „Modernität und Tradition. Spezifische Denk- und Verhaltensweisen in Frankreich und Deutschland“ der Universität Freiburg im Jahr 1996 mit einer Arbeit zur frz. Historienmalerei und ihrer Bildrhetorik im 19. Jahrhundert (Geschichte im Négligé: Geschichtsästhetische Aspekte der Pompiermalerei, 1999). Von 1997 bis 2005 war sie wissenschaftliche Assistentin am Seminar für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und konzipierte gemeinsam mit Hans Körner und Angela Stercken das Ausstellungs- und Forschungsprojekt zur Düsseldorfer Großausstellung GeSoLei von 1926 (Kunst, Sport und Körper. Die GeSoLei von 1926. Methoden und Perspektiven, 2004).
Von 2003-2004 nahm sie ein DFG-Forschungsstipendium in Paris wahr, ihre Habilitation erfolgte dann 2005 mit einer Forschungsarbeit zur skulpturalen Theorie und Praxis des französischen Bildhauers Aristide Maillol. Die Habilitationsschrift befasst sich im Kontext der Weltausstellungen und der Entstehungsgeschichte des Musée de Trocadéro bzw. des Musée de l’Homme in Paris mit den Wissenskonzepten des Fetischismus und ihrer Anbindung an die Genese der Psychologie und Ethnographie in Frankreich und Deutschland (Artefakt Fetisch Skulptur. Aristide Maillol und die Beschreibung des Fremden in der Moderne, 2009). Im Jahr 2007 übernahm sie eine Vertretungsprofessur an der Universität Trier, 2008 erhielt sie das Heisenberg-Stipendium der DFG. Aus ihrer Beschäftigung mit transkulturellen Bildbegriffen ging 2014 der mit Angela Stercken verfasste Sammelband Art History and Fetishism Abroad: Global Shiftings in Media and Methods hervor. Ebenso war sie an der Entwicklung virtueller Lehr- und Lernumgebungen u.a. der modernen Museumsplattform NRW (www.nrw-museum.de) beteiligt.
Zu den Forschungsschwerpunkten von Gabriele Genge gehören die medialen Verflechtungen ästhetischer Theorie und künstlerischer Praxis mit den Wissens- und Erkenntnisformen globaler Kultur-Ökologie und Anthropologie, sowie der interdisziplinäre Körper- bzw. Gen-derdiskurs in einer transkulturell verstandenen Bildwissenschaft. Die politischen und ästhetischen Voraussetzungen globaler Kunstwissenschaft und Gegenwartskunst beschäftigen sie derzeit im Zusammenhang mit Forschungsprojekten zum „Black Atlantic“, zur „Méditer-ranée“ und zur türkischen Gegenwartskunst. Wichtige Ausgangspunkte sind dabei die Auseinandersetzung mit Phänomenen ästhetischer Eigenzeitlichkeit und Historizität, sowie Probleme gesellschaftlicher Ordnung und Ambiguität in transkulturellen künstlerischen Entwürfen.
Zuletzt erschienen folgende Monographien und Sammelbände: Black Atlantic. Andere Geo-graphien der Moderne (= Düsseldorfer Kunsthistorische Schriften Bd. 11). Düsseldorf 2012; gem. mit Angela Stercken, (Hg.): Art History and Fetishism Abroad: Global Shiftings in Media and Methods. Bielefeld: transcript 2014; gem. mit Alma-Elisa Kittner: Méditerranée. Gegen-wärtige Perspektiven auf den Mittelmeerraum (Themenheft der kritischen berichte Bd. 4). Marburg 2017, Gabriele Genge, Ludger Schwarte, Angela Stercken (Hrsg.): Aesthetic Temporalities Today: Present, Presentness, Re-presentation, Bielefeld 2020.
Fachgebiet und Forschungsschwerpunkte
Dt./frz. Kunst und visuelle Kultur vom 18. Jahrhundert bis zu Gegenwart
Ästhetische und künstlerische Migrationsprozesse in den transnationalen Räumen des Black Atlantic, der Méditerranée und der osmanisch/ türkischen Kunstgeschichte
Gender bzw. Körperdiskurs der Moderne
Globale Öffnung transdisziplinärer Bild- und Philosophiekonzepte
Ästhetischer Geschichts bzw. Zeitlichkeitsdiskurs der Moderne bis Gegenwart
Ausstellungs- und Museumsgeschichte der Moderne
Anwendungskontexte der Digital Humanities
Stipendien/ Fellowships/ Auszeichnungen
1992-1995 DFG-Graduiertenkolleg „Modernität und Tradition. Spezifische Denk- und Verhaltensweisen in Frankreich und Deutschland“ der Albert Ludwigs Universität Freiburg
2003-2004 DFG-Forschungsstipendium in Paris
2007-2008 Heisenberg-Stipendium der DFG
04-05/ 2018 Fellowship Archives Nationales Dakar
09-10/ 2018 Fellowship Schomburg Center New York, Museumsarchive New York: Museum of Modern Art, Museum of American Art; Studio Museum Harlem; Museum for African Art; Museumsarchive Washington: Howard University Gallery of Art Washington; Archives of American Art (Smithsonian Collection).
Mitgliedschaften
Arbeitsgruppe „Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration” des Ulmer Vereins für Kunstwissenschaft (https://www.ag-kunst-migration.de/)
UDE Profilschwerpunkt Wandel von Gegenwartsgesellschaften
Essener Kolleg für Geschlechterforschung (https://www.uni-due.de/ekfg/kolleg.shtml)
Wissenschaftlicher Beirat des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) (https://kulturwissenschaften.de/)
Deutsche Gesellschaft für Ästhetik
Forschungsprojekte
2017-2020 DFG Schwerpunktprogramm 1688 Ästhetische Eigenzeiten, Teilprojekt Anachronie und Präsenz: Ästhetische Wahrnehmung und künstlerische Zeitlichkeitskonzepte im Black Atlantic (www.aesthetische-eigenzeiten.de)
2019-2022 DFG Forschungsgruppe „Ambiguität und Unterscheidung. Historisch kulturelle Dynamiken", Teilprojekt Die Gegenwartskunst in Istanbul. Ambige Raum- und Bildpolitiken zwischen Religion und Staat (https://www.uni-due.de/forschungsgruppe_2600/)
2018-2021 DFG Netzwerk Verflochtene Geschichten von Kunst und Migration: Formen, Sichtbarkeiten, Akteure (https://www.ag-kunst-migration.de/deutsch/dfg-netzwerk-verflochtene-geschichte/)