Sichere Räume - Sonderforschungsbereich 1567 "Virtuelle Lebenswelten"

Projektidee

Das Unterprojekt C01.2 „Sichere Räume“ ist Teil des Forschungsprojekts C01 „Well-Being in der virtuellen Lebenswelt: Studentisches Wohlbefinden in der Universität“ des Sonderforschungsbereichs 1567 »Virtuelle Lebenswelten«.

"Sichere Räume" fokussiert auf die Wahrnehmung und Bedarfe von Sportlehramtsstudierenden mit und ohne Behinderung zur körperlichen und emotionalen Sicherheit sowie sozialen Teilhabe. Es wird untersucht, inwiefern Studierende den virtuellen Campus als einen sicheren und gewaltfreien Raum empfinden. Dazu werden Phänomene interpersoneller Gewalt mit Schwerpunkt auf die Prävention sexualisierter Gewalt im Sportstudium adressiert und Bedingungen für sichere Räume als Grundlage für Well-Being untersucht.

Theoretischer Hintergrund

  • Wohlbefinden wird als ein dynamisches Konzept verstanden, das abhängig von historischen, kulturellen, sozialen und politischen Faktoren ist und somit objektive und subjektive Dimensionen vereint.
  • Studierende mit Behinderungen erfahren häufiger Barrieren in ihrem Studium.
  • Das Sportstudium ist von einer Körperlichkeit in Form von Körperkontakten sowie engen Bindungen und Abhängigkeitsverhältnissen geprägt, die sexualisierte und interpersonelle Gewalt begünstigen können.

Ziele

  • Erfassung von Bedarfen der Studierenden im Lehramtsstudium Sport.
  • Untersuchung und Entwicklung notwendiger Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei interpersoneller und sexualisierter Gewalt im Sportstudium und dem virtuellen Campus.

 Forschungsfragen

  1. Wie schätzen Sportstudierende der UA Ruhr den virtuellen Campus hinsichtlich körperlicher und emotionaler Sicherheit und gewaltfreier Räume ein?
  2. Welche Bedarfe zur Prävention von und Intervention bei interpersoneller Gewalt im Hochschulkontext haben sie?
  3. Welche Aspekte sind aus Sicht von Sportstudierenden mit Behinderung zu beachten?

Arbeitsprogramm

  • Systematische Literaturrecherche nach den PRISMA-Richtlinien
  • Mehrstufiger Zugang durch eine Kombination von qualitativen Interviewverfahren mit einer videobasierten Interaktionsanalyse nach der Marte Meo Methode
  • Durchführung von Expert*innenworkshops

Theoretischer und praktischer Ertrag

Die gewonnenen Forschungsergebnisse werden der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, um Studierende, Lehrende und Hochschulen dabei zu unterstützen, Bildungsräume gewaltfrei, differenzsensibel und partizipativ zu gestalten.

Ansprechpersonen

Laufzeit

Förderer

Projektleitung: Dr. Caterina Schäfer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Anna Stokloßa

Juli 2026 - Juni 2030

Deutsche Forschungsgemeinschaft