Stadt + Umwelt

Lärmminderungsplanung

Die Stadt als Lebensraum ist durch Lärm stark belastet. Die EU hat sich dieser Frage gewidmet und eine gesetzliche Verpflichtung für Großstädte geschaffen, in der die Einhaltung von Grenzwerten der Geräuschbelastung gefordert wird.

Im bebauten Bereich der Stadt, aber auch in öffentlichen Parks oder anderen ruhigen Gebieten ist der Mensch häufig dem Umgebungslärm ausgesetzt, der belästigend wirkt und als Dauerbelastung gesundheitliche Schäden verursacht. Er ist das Ergebnis menschlicher Aktivitäten insbesondere im Bereich der Mobilität, aber auch in der Umgebung industrieller Produktion.

Die Lärmkartierung dient als Grundlage der Lärmaktionspläne, die eine Stadt in einem nächsten Schritt erarbeiten muss, um in den besonders  belasteten Bereichen Lärm mindernde Maßnahmen zu entwickeln.

In Zusammenarbeit mit der Firma TRC (Transportation Research and Consulting) wurde im Auftrag der Stadt Essen die Lärmkartierung für die Stadt Essen bearbeitet und im Mai 2008 fertig gestellt.

Die Lärmkartierung und die anschließend von der Stadt Essen zu erstellenden Lärmaktionspläne sind Bestandteile der EU-Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm).


Umfassende graphische Darstellungen der Kartierungsergebnisse für die Stadt Essen sowie in ganz NRW stehen unter den folgenden Adressen im Netz zur Verfügung: www.essen.de/umwelt sowie www.umgebungslaerm.nrw.de.

 

Jahr:
2007-2008
Projekt:
Stadt Essen Lärmkartierung - Lärmaktionsplanung 
Bearbeitung:
Universität Essen, Bauwissenschaften, Fachgebiet Verkehrswesen, Prof. Dr. tech. Jörg Schönharting und TRC Transportation Research Consulting GmbH
Auftraggeber:
Stadt Essen

Die gesunde Stadt

Unumstritten ist, dass das Konstrukt der Stadt als Lebensumfeld mit seinen komplexen Wechselwirkungen und dem Zusammenspiel von Einzelelementen die Gesundheit der in der Stadt und Stadtregion lebenden Menschen direkt und indirekt beeinflusst. Die Schaffung einer gesunderhaltenden Umwelt kann demnach zu gesundheitsförderlichen Bedingungen ebenso beitragen wie gesundheitsschädigende Bedingungen reduzieren.


Ziel dieser seit 2010 laufenden interdisziplinären Studie ist es, in vier ausgewählten Stadtteilen in Essen quantitative Ergebnisse über Erkrankun-
gen oder Erkrankungsrisiken von Bewohnern in Zusammenhang zu setzen mit Faktoren ihrer gebauten und sozialen Umwelt wie Konnektivität, Grünflächen und Nutzungsmischung. Zusammen mit einer umfassenden Erhebung sozialräumlicher, infrastruktureller, stadtstruktureller und stadtgestalterischer Wohnumfeldindikatoren werden zur Analyse der subjektiven Deutungsstrategien der Bewohner qualitative Interviews geführt, mit der erst die notwendige Relationierung von räumlichen Bedingungen und alltäglichen Verhaltensmustern ermöglicht wird.


Mit Hilfe einer bestehenden populationsbezogenen Langzeitstudie, der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie, mit rund 2000 Studienteilnehmern aus der Stadt Essen werden ausgewählte Stadtteile nach ihrem Risikoprofil und ihrer gesundheitlichen Wirkung typisiert, um daraus gesundheitseffektive Leitlinien und Handlungsempfehlungen für eine gesundheitssensible Stadtplanung abzuleiten.

 

Jahr:
2010-2011
Projekt:
Urbane Systeme und ihr Einfluss auf die Gesundheit der Bewohner - Eine populationsbezogene Studie: Die Gesunde Stadt
Bearbeitung:
Dr. Ing. Minh-Chau Tran
Auftraggeber:
eigene Forschung