Zwischen Familie, Peers und Schule – eine kindheitssoziologische Untersuchung der sozialen Welten von Flüchtlingskindern

  • Forschende: Jessica Schwittek & Alexandra König (Habilitationsprojekt von Jessica Schwittek)
  • abgeschlossene Pilotstudie

Forschungsinteresse:
Das kindheitssoziologische Projekt wendet sich geflüchteten Kindern im Alter zwischen 9 und 15 Jahren in Deutschland zu. Aus einer interaktionistischen Perspektive werden diese verstanden als Akteure, die sich innerhalb strukturierter Möglichkeitsräume bewegen, wobei Bedingungen und Grenzen ihres Handelns nicht zuletzt gerahmt sind durch die Positionierungen als Kind aber auch als Geflüchtete. Das Kerninteresse gilt dem Wissen der Kinder über die eigene soziale/generationale Position, ihren Strategien der Bearbeitung dieser Position sowie ihren Zukunftsentwürfe. Darüber soll ein grundlagentheoretischer Beitrag zur Erforschung von Kindheit und der Ordnung der Gesellschaft geleistet werden: Zum einen verspricht die Analyse von generationalen Zuschreibungen und Positionierungsprozessen in verschiedenen sozialen Welten (Familie, Peers, Schule) Widersprüche und Brüche offenzulegen und damit Selbstverständlichkeiten (des normativen Musters) guter Kindheit in Deutschland aufzudecken. Zum anderen kann erwartet werden, dass die neu-zugewanderten Kinder teils einen „ethnologischen Blick“ auf Kindheit hierzulande einnehmen und somit neuartige Einsichten in hiesige generationale und damit soziale Ordnungsprozesse liefern.

Methodik:
Gruppendiskussionen, Einzelinterviews auf Basis von Ego-Netzwerkkarten, fotobasierte Chats; bisherigerFokus der Analyse: Freundschaftsnetzwerke geflüchteter Kinder und Jugendlicher, der Blick geflüchteter Kinder und Jugendlicher auf Kindheit in Deutschland