Seit Anfang 2026 verändert sich der Straßenraum in der Universitätsstraße am Campus Essen. Dort läuft das „Campus · Street · Lab“. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Be-MoVe“ funktioniert das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung gemeinsam mit der Stadt Essen einen Abschnitt der Straße für mehr Lebensqualität am Campus um. Der Kern des Projektes ist die temporäre Umgestaltung im Sommersemester 2026, die jederzeit bei Wünschen oder Problemen verändert werden kann, um zum Ende des Jahres eine langfristige Lösung zu erarbeiten.

Dazu möchten wir gemeinsam mit Studierenden, Mitarbeitenden und interessierten Bürger*innen Ideen zur Umgestaltung der Straße vor dem alten Parkhaus und in der Unterführung V15S entwickeln und direkt umsetzen. Dadurch schaffen wir neue Orte zum Aufhalten, Austauschen und Verweilen und erforschen, wie der Prozess zur Umgestaltung bestmöglich abläuft.

Wir laden Alle ein, den neuen Straßenraum zu nutzen und die eigenen Ideen, Wünsche und Visionen einzubringen. So können wir gemeinsam eine neue Aufenthaltsqualität am Campus Essen schaffen. Informationen zum Beteiligungsprozess werden hier im Laufe des Frühahrs 2026 veröffentlicht. Wir benachrichtigen euch aber gerne über unseren Newsletter.

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Einbringen Gestalte einen Teil des Labs!

Du möchtest die Fläche des Campus · Street · Lab für eine Veranstaltung nutzen oder hast eine Idee, wie du dich selbst konkret einbringen kannst? Dann sprich uns an!

Du kannst zum Beispiel im Rahmen eines Projektes einen Teil der Straße (temporär) umgestalten, eine kleine Ausstellung eröffnen oder eine Veranstaltung mit der Fachschaft planen. Wir freuen uns auf jede Idee und jede*n der/die mitgestaltet.

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Fragen und Antworten

Was ist ein Reallabor?

Ein Reallabor ist in diesem Fall ein Bereich, in dem neue Ideen und Konzepte direkt im Alltag getestet werden – nicht in einem Planspiel, sondern unter echten Nutzungsbedingungen. Dabei arbeiten Forschende, die Stadt, Studierende und weitere Beteiligte gemeinsam. Die Maßnahmen sind zunächst temporär und können während der Testphase geändert oder angepasst werden. Das Ziel besteht darin, herauszufinden, welche Lösungen sich bewähren und langfristig umgesetzt werden sollten.

Kann ich mich irgendwie miteinbringen?

Im Rahmen unseres Beteiligungsprozesses im Frühjahr 2026 werden wir verschiedene Workshops rund um das Campus · Street · Lab durchführen, in denen du deine Ideen und Wünsche für eine Umgestaltung der Straße miteinbringen kannst. Im Anschluss wird es auch noch weitere Möglichkeiten zur Mitwirkung geben, zum Beispiel zum Bau von Stadtmobiliar oder zur Durchführung von interessanten Veranstaltungen im Lab. Hierzu werden wir über unseren Newsletter aufrufen.

Wie ist der Zeitplan im Projekt?

Das Projekt findet in 6 Phasen statt:

  • Phase 0 (bis Januar 2026): Ursprungszustand der Universitätsstraße
  • Phase 1 (Januar bis vsl. März 2026): Sperrung der Straße für den durchgehenden Verkehr und Installation einer "Grundausstattung" an Stadtmobiliar, parallel finden Workshops zur Ideenfindung und Konzeption statt.
  • Phase 2 (Frühjahr 2026): Umsetzung der Ideen und gemeinsamer Aufbau des Reallabors.
  • Phase 3 (Sommersemester 2026): Nutzen des Campus · Street · Lab als Aufenthalts- und Veranstaltungsort
  • Phase 4 (Spätsommer 2026): Auswertung der begleitenden Evaluation und Empfehlung für eine langfristige Perspektive
  • Phase 5 (Spätsommer 2026): Entscheidung über die Verstetigung der Ideen aus dem Campus · Street · Lab nach Projektende durch Universität, Stadtverwaltung und Politik

Das Projekt ist zunächst bis zum 31. Oktober 2026 befristet. Über eine Verlängerung wird im Sommer entschieden.

Was bedeutet das für die Universitätsstraße?

Die Universitätsstraße wird im Bereich des Reallabors ab Januar 2026 bis vsl. Ende Oktober 2026 gesperrt. In einer Übergangsphase gibt es Ausnahmen für Bau- und Lieferfahrzeuge. Die Parkplätze in dem Bereich sowie der Schotterparkplatz entfallen. Alternative Parkmöglichkeiten gibt es auf dem großen Parkplatz am Reckhammerweg und im Parkhaus. Ob die Sperrung auch über den Oktober 2026 hinaus erhalten bleibt, wird im Laufe des Reallaborzeitraums gemeinsam mit der Stadt Essen und der Politik entschieden.

Geänderte Verkehrsführung auf der Universitätsstraße

Warum wird die Straße schon im Januar gesperrt?

Die Umgestaltung der Straße ist Teil des Forschungsprojektes "Be-MoVe", in dem neben der eigentlichen Umgestaltung auch die Erforschung einer veränderten Raumwahrnehmung im Vordergrund steht. Hierzu wird die Straße in mehreren Phasen umgestaltet: Von der Ausgangssituation, über eine minimale Anpassung bis hin zur Umgestaltung mit Studierenden und Mitarbeitenden. Die Ausgangssituation wurde bis Dezember erfasst, im Januar startet die zweite Phase mit einer minimalen Anpassung durch die Installation von Stadtmobiliar. Im Laufe des ersten Halbjahres 2026 kommen nach und nach weitere Elemente hinzu.

Wer organisiert und bezahlt das eigentlich?

Das Campus · Street · Lab wird im Rahmen des Forschungsprojektes "Be-MoVe" durchgeführt, an dem die Grüne Hauptstadt Agentur der Stadt Essen und das Insitut für Mobilitäts- und Stadtplanung beteiligt sind. Die Organisation und Koordination des Labs wird also von den beiden Projektpartnern übernommen. Das Projekt ist Teil der Förderreihe MobilitätsWerkStadt 2025 des Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und wird demnach aus Bundesmitteln gefördert.

Was wird im Campus · Street · Lab erforscht?

Es werden verschiedene Themen mit dem Reallabor angestoßen und erforscht. Kurz zusammengefasst: Zum einen wird ein neuer Ansatz in der Verkehrsplanung, in dem Vorhaben zunächst temporär umgesetzt und optimiert werden, untersucht und evaluiert. Zum anderen wird erforscht, wie sich eine Veränderung des Straßenraums auf Menschen auswirken. Hierzu führen wir regelmäßig Befragungen rund um das Lab durch. Aber auch das Beteiligungsformat, in dem wenig Ideen vorgegeben werden und der Straßenraum nach den Wünschen der Nutzenden gestaltet wird, ist Teil unseres Forschungsansatzes.

Kontakt Team "Campus · Street · Lab"

Das Reallabor wird durch das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dirk Wittowsky, in Kooperation mit der Stadt Essen, organisiert.

Das Team besteht dabei aus David Huber, Kai Landtau und Katharina Malow am Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung sowie Adrian Dimo bei der Stadt Essen. Unterstützt werden wir von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften.

Wir stehen für Fragen oder Anmerkungen gerne per E-Mail zur Verfügung.

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Forschungsprojekt Be-MoVe

Das Reallabor findet im Rahmen des Forschungsprojektes "Be-MoVe" statt, das in der Forschungsreihe MobilitätsWerkStadt 2025 des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird. Das Ziel ist durch verschiedene Reallabore den Straßenraum temporäre für einen verbesserten Fuß- und Radverkehr umzugestalten. Be-MoVe wird von der Grüne Hauptstadt Agentur der Stadt Essen koordiniert und gemeinsam mit dem Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung durchgeführt.

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