KI-Mentor begleitet Studierende auf dem Weg zur Gründung

KI-Mentor begleitet Studierende auf dem Weg zur Gründung

Wie wird aus einer guten Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell mit gesellschaftlichem Mehrwert? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue europäische Projekt „AURORA seizmic EIT-KIC", an dem die Universität Duisburg-Essen (UDE) beteiligt ist. Ziel ist es, die bestehende „seizmic APP" zu einer KI-gestützten Mentoring-Umgebung für Social Entrepreneurship weiterzuentwickeln.

Prof. Dr. Hannes Rothe von der Fakultät für Informatik der UDE leitet die Beteiligung der Universität. Als Professor für Sustainability & Innovation in Digital Ecosystems beschäftigt er sich unter anderem mit der Verbindung von Digitalisierung, Innovation und nachhaltiger Entwicklung.

Der KI-Mentor soll Studierende dabei unterstützen, ihre Gründungsideen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht um fertige Antworten, sondern um gezielte Impulse und die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt.

Im Mittelpunkt stehen Gründungsideen mit gesellschaftlichem Mehrwert, etwa in den Bereichen Klima- und Umwelttechnologien, Digitalisierung, nachhaltige Produktion und Gesundheit. Rund 4.000 Studierende in Europa sollen von dem Projekt profitieren.

An der UDE sollen erste Pilotnutzer die neuen Funktionen voraussichtlich ab Frühjahr 2027 testen. Im Sommersemester 2027 ist zudem die Integration des KI-Mentors in den Kurs „Entrepreneurship with Purpose" geplant, der Bachelorstudierenden aller Fachrichtungen offensteht.

Für die Umsetzung arbeitet die UDE unter anderem mit dem Impact-Inkubator Anthropia, Place Beyond Bytes und GUIDE zusammen. Gemeinsam mit der Palacký-Universität Olmütz leitet die UDE außerdem das Arbeitspaket zum Wissenstransfer.

Das von der Copenhagen Business School koordinierte Projekt läuft vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2028 und wird im Rahmen der EIT Higher Education Initiative mit knapp zwei Millionen Euro gefördert. Rund 150.000 Euro entfallen auf die UDE.