COFFEE STORY: Innovationen für Nachhaltigkeit in der Kreislaufwirtschaft – Von der Kaffeebohne bis zum verantwortungsvollen Konsum
Förderung: Southeast Asia – Europe Joint Funding Scheme (8th Joint Call)
Das deutsche Teilvorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Förderkennzeichen 01DP25004

Projektlaufzeit: 2025 - 2028
Koordination: Dr. Yessie Widya Sari - IPB University - Indonesien
Projektpartner:
- IPB University, Indonesia
- National Research and Innovation Agency (BRIN), Indonesia
- Hasanuddin University, Indonesia
- su-re.co (Sustainability & Resilience), Indonesia
- Universitas Lampung, Indonesia
- Universiti Putra, Malaysia
- Ege University, Turkey
- Pa Biotechnology Industry Trade Inc., Turkey
- Lehrstuhl ABWL & Produktionsmanagement der University of Duisburg-Essen, Germany
Projektergebnisse:
ausstehend
Beschreibung:
Kaffee ist eines der weltweit am häufigsten konsumierten Güter mit enormen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen. Der Klimawandel bedroht sowohl die Produktivität der Kaffee-Agrarsysteme als auch die Lebensgrundlage der Bauern. Indonesien und Malaysia, wichtige Kaffee produzierende Länder, streben eine Ausweitung der Produktion und der Exporte an und wollen gleichzeitig den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht werden, einschließlich der Einhaltung der EU-Entwaldungsverordnung.
Das Projekt COFFEE STORY fördert die Kreislaufwirtschaft im Kaffeesektor durch drei zentrale Arbeitspakete:
Zuerst wird die Nutzung von Kaffee-Nebenprodukte wie Kaffeehülsen und Kaffeesatz untersucht. Kaffeehülsen dienen als Ausgangsstoff für Nanocellulose, die in Wundauflagen getestet wird, sowie als Substrat für die Biogasproduktion. Zudem bietet Kaffeesatz-Öl Potenzial für Anwendungen in der Kosmetik- und Pharmaindustrie.
Im zweiten Arbeitspaket werden nachhaltige Lieferketten und die digitale Transformation von Kaffee Agrosystemen untersucht. Der CO₂-Fußabdruck entlang der Lieferkette wird analysiert, um Emissionshotspots zu identifizieren. Durch die Integration von Blockchain-Technologien werden Transparenz und Kreislaufwirtschaft gefördert.
Schließlich werden Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und soziale Inklusion im dritten Arbeitspaket adressiert. Partizipative Beratungsansätze werden entwickelt, die Frauen und Kleinbauern stärken, den Zugang zu Technologien erleichtern und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken fördern.
Das Projekt verfolgt technologische Ziele wie die Entwicklung von Verfahren zur Umwandlung von Kaffee-Nebenprodukten in biomaterialbasierte Produkte für Gesundheitswesen, Kosmetik- und Pharmaindustrie sowie Biogasproduktion. Zudem wird das Management von Kaffee-Lieferketten durch Kohlenstoffbilanzierung und Blockchain-Technologien optimiert.
Dabei bringt der Lehrstuhl für ABWL und Produktionsmanagement der Universität Duisburg-Essen (UDE) seine Expertise in Lieferkettenmodellierung, Lebenszyklusanalysen (LCA) und Treibhausgasbilanzierung ein. Er unterstützt die techno-ökonomische und ökologische Bewertung von Biogasanlagen und entwickelt Strategien für kohlenstoffarme und nachhaltige Lieferketten. Das Projekt adressiert globale Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der indonesischen Kaffeeproduktion.
Pressemeldungen: