Aktuelles

Dezember 2017: Tagung an der Aix-Marseille Université

In Kooperation mit dem Kolleg organisiert und mit Vorträgen von KollegiatInnen findet am 1. und 2. Dezember 2017 an der Aix-Marseille Université die Tagung Parlons travail! Le décloisonnement du travail et sa représentation / Entgrenzungen von Arbeit und ihre Darstellung statt. Organisiert wird sie von Iuditha Balint, Nicole Colin-Umlauf, Rolf Parr, Catherine Teissier und Joachim Umlauf. Von den KollegiatInnen tragen Valeska Klug, Janina Henkes, Christina Meyn und Maximilian Hugendubel mit Vorträgen zum Konferenzprogramm bei. Das Programm mit allen Vorträgen und weiteren Informationen finden Sie hier.

November 2017: Audio-Dokumentation zur Konferenz "Von der Künstlerkritik zur Kritik an der Kreativität" veröffentlicht

In Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) veranstalten die Kollegiatinnen Kim Kannler, Valeska Klug, Kristina Petzold und Franziska Schaaf vom 12.–14. Oktober 2017 die interdisziplinäre Konferenz „Von der Künstlerkritik zur Kritik an der Kreativität“. Einen kurzen Tagungsbericht und das vollständige Konferenzprogramm finden Sie auf der Seite der Konferenz. Zudem können Sie die meisten Vorträge nun auch als Audiodateien nachhören.

KK-KONF-Collage

November 2017: Poet spezial – Arbeit

Poet-in-Residence

Die deutschsprachige Literatur interessiert sich nicht für die Arbeitswelt. So heißt es jedenfalls vielfach in der Literaturwissenschaft und der Literaturkritik, die mit schöner Regelmäßigkeit die Abwesenheit von Arbeit in der deutschsprachigen Literatur beklagen. Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass schon Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Institution wie das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt (ursprünglich Archiv für Arbeiterdichtung und soziale Literatur) eingerichtet wird, die einen immensen Bestand an literarischen Werken beherbergt, in denen es in diversen Facetten um nichts anderes als Arbeit geht. Ebenfalls irritiert in diesem Kontext, dass seit den 1970er-Jahren immer mehr Untersuchungen zur Literatur der Arbeitswelt publiziert werden, darunter allein vier Monographien zur zeitgenössischen Literatur.

Aufgrund dieser Schieflage drängt sich die Vermutung auf, dass die Rede von der Abwesenheit von Arbeit in der neueren deutschen Literatur mit bestimmten Vorstellungen darüber zusammenhängen könnte, was Arbeit (und auch Nicht-Arbeit) ist und wie literarische Darstellungen von Arbeit beschaffen sein sollten. Auf die Frage, wie sie es denn literarisch und persönlich mit der Arbeit halten, werden Jörg Albrecht, Jonas Lüscher und Kathrin Passig in ihren Poetikvorlesungen antworten. Abgerundet werden die Vorträge durch Filmvorführungen von Rainer Komers.
 
Programm

Jörg Albrecht: The artist was present. Literatur als Arbeit an der Wirklichkeit der Fiktionen
Zeit: 13.11., 16:00 Uhr
Raum: R12 S00 H12

Kathrin Passig: Abgabetermin, später: Von der Schreibvermeidung und vom versehentlichen Schreiben
Zeit: 14.11., 16:00 Uhr
Raum: R14 R02 B07 kleiner Hörsaal

Jonas Lüscher: Die Furcht vor dem Schreiben und das daraus erwachsende Unglück der Arbeitsschulden
Zeit: 15.11., 16:00 Uhr
Rau: R14 R02 B07 kleiner Hörsaal

Rainer Komers: Feuer & Wasser
Zeit: 16.11., 16:00
Raum: R14 R02 B07 kleiner Hörsaal


Einführung in das Thema: Iuditha Balint
Einführungen zu den Autor*innen und Moderationen: Iuditha Balint, Andreas Erb, Janina Henkes, Kristina Petzold

Oktober 2017: Workshop zu multipler Gegenwärtigkeit an der UDE

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Am 19. und 20. Oktober veranstalteten Alexandra Pontzen, Dennis Borghardt und Florian Lehmann den interdisziplinären Workshop "'Jetzt.Jetzt?Jetzt!' Multiple Gegenwärtigkeit im Wandel der Gesellschaft" an der Universität Duisburg Essen.

Christoph Bieber, Rolf Parr und Franziska Schaaf beteiligten sich als Vortragende. Rolf Parr ging in seinem Beitrag der medialen Inszenierung auratischer Momente nach, Christoph Bieber untersuchte politische Echtzeitkommunikation in neuen Medien und Franziska Schaaf thematisierte die Ausdehnung des Moments in medialen Handarbeitsdiskursen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Burn*out als männliche Er*schöpfung Oktober 2017: under.docs - Fachtagung zu Kommunikation

Vom 19.-21. Oktober 2017 findet in Wien, Österreich die under.docs - Fachtagung zu Kommunikation mit dem diesjährigen Titel und Schwerpunkt "(Deutungs-)macht des Öffentlichen" statt. Janina Henkes stellt bei ihrer Präsentation "Performing Difference: Burn*out als männliche Er*schöpfung in der Leistungsgesellschaft? Ein Phänomen im Spannungsfeld zwischen Subjekt und Gesellschaft." aus intersektionaler Perspektive die Ästhetisierung männlicher Arbeit in bestimmten Berufsgruppen in Frage. In dem Langvortrag werden die Parallelen zwischen medio-politischer und künstlerischer Konstruktion von Burnout, die Reproduktion der selben Wirklichkeitsentwürfe sowie patriarchalen und kapitalistischen Machtverhältnissen und die Entpolitisierung und Vermeidung von Konflikten – sowohl im medio-politischen als auch im künstlerischen Diskurs – stark gemacht.

September-Oktober 2017: DoktorandInnenaustausch

Duke Campus Café

Vom 10. September bis zum 08. Oktober besuchte Kim Kannler die Duke University in Durham (NC) im Rahmen des DoktorandInnenaustauschs zwischen der Duke University und der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Als Gastwissenschaftlerin im Germanic Language Department nahm sie an Seminaren und vielseitigen Fakultätsaktivitäten teil und recherchierte für ihr Promotionsprojekt im Bestand der Universitätsbibliothek zur Geschichte und Theorie der New Working-Class Studies und Cultural Studies. Kim Kannler konnte außerdem vom Austausch mit den ProfessorInnen und StudentInnen im Department of Art, Art History & Visual Studies und im Center for Documentary Studies profitieren. Am 26. September hielt sie dort den Vortrag "Images for, by or about the working class? Television's staging of displaced perspectives in the urban context and its visual heritage" als Auftakt der Vortragsreihe Intermezzo.   

September 2017: Workshop Schnittstellen 2

Wie lassen sich sozialtheoretische (Vor)annahmen und Diskursanalysen vereinbaren? Welchen Einfluss haben die wissenschaftstheoretischen Grundlagen der verschiedenen Fachdisziplinen auf die methodische Ausdrichtung der Dissertation? Und welche Kombinationsmöglichkeiten bestehen zwischen unterschiedlichen diskursanalytischen Ansätzen - gerade für die Dissertationsprojekte des Kollegs, die mit dem Oberthema 'Arbeit' gesellschaftliche Veränderungen untersuchen? In einem zweiten Teil des Workshops "Schnittstellen: Diskursanalysen und Sozialtheorien" wird Prof. Dr. Reiner Keller (Augsburg) mit den Kollegiat*innen erarbeiten, wie Dissertationsprojekte unterschiedlicher Disziplinen die Schnittstelle von Diskursanalysen und Sozialtheorien konzipieren können. Dieser zweite Teil des im Juni abgehaltenen Workshops legt einen Schwerpunkt auf die Wissenssoziologische Diskursanalyse und findet am Dienstag, 26. September im Raum A 12.04 in den Weststadttürmen statt.

September 2017: Vortrag auf der Konferenz "The Ends of Humanities" in Luxemburg

Vom 10.–13. September 2017 fand in Luxemburg die international und interdisziplinär ausgerichtete Konferenz „The Ends of Humanities“ statt. Eingeladen waren auch Iuditha Balint und Rolf Parr, die in ihrem Vortrag darüber gesprochen haben, „Warum (nur) die Humanities sagen können, was Arbeit ist“. Informationen über die Konferenz erfahren Sie hier: http://endsofthehumanities.com/wp/