Konferenz „Die Ordnung(en) der Arbeit“, 7. - 9.11.2018

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Vom 7. - 9. November 2018 fand die interdisziplinäre Konferenz unter dem Titel „Die Ordnung(en) der Arbeit. Fiktionen und De/Konstruktionen einer geordneten und ordnenden Arbeitswelt“ statt. Hierbei ging es um Bewegungen in der Arbeitswelt und die Arten und Weisen der Institutionalisierung sowie „Normalisierung“ von gewissen Parametern in der Arbeitswelt. Außerdem wurden der Protest und Widerstand gegen die damit verbundenen ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse, bzw. dystopische und utopische Alternativvorschläge aus Kunst und Literatur, erörtert.

Kontakt unter: ordnungen-der-arbeit@uni-due.de

Konferenzbericht

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Arbeit garantiert das, was gemeinhin als „Normalität“ verstanden wird. Sie gilt als Garantin für soziale Teilhabe und sagt viel über die soziale Position von Akteur*innen im sozialen Raum aus. Auf der interdisziplinär ausgerichteten Konferenz „Die Ordnung(en) der Arbeit. Fiktionen und De/Konstruktionen einer geordneten und ordnenden Arbeitswelt“ wurde das spannungsvolle Wechselverhältnis von Arbeit und Ordnung beleuchtet. Aufseiten der konstituierenden Elemente traten Institutionen, Gesetzgeber*innen und politische Akteur*innen sowie ökonomische Instanzen in Erscheinung, die in hohem Maße Einfluss auf die jeweiligen Ordnungen nehmen und ihre Rahmenbedingungen in signifikanter Weise bestimmen. Häufig, so zeigte sich vor diesem Hintergrund, unterliegen Arbeitsordnungen ungleichen Kämpfen und spannungsreichen Paradoxien, die nicht zuletzt auf tiefgreifende Machtasymmetrien zurückzuführen sind und zu scheinbar unauflösbaren Interessenkonflikten zwischen den verschiedenen Ordnungssystemen und deren Akteur*innen führen: Noch immer werden Ethnische- und Geschlechterkonstruktionen genutzt, um Menschen in den niedrigentlohnten Bereichen des Arbeitsmarktes als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Wer aufgrund vermeintlicher Defizite nicht in den ersten Arbeitsmarkt hineinpasst, wird durch gesellschaftlichen Ausschluss bestraft, was Unternehmen nicht davon abhält, auch diese Akteur*innen über Umwege in den Produktionsprozess einzubinden, ohne dass diese jedoch davon profitierten. Es bleibt die Frage, was überhaupt als Arbeit bezeichnet werden kann: Nach wie vor wird Reproduktionsarbeit nicht entlohnt und überwiegend von Frauen erbracht, wobei sich infolge der allmählichen Auflösung des männlichen Normalarbeitsverhältnisses infolge postfordistischer Transformationsprozesse seit den 1970er Jahren klassenspezifische Änderungen in der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern beobachten lassen.

 

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Der ausführliche Bericht zur Konferenz von Till Mischko ist hier als pdf zu finden.

Eröffnungsvortrag

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Hier finden Sie den Audiomittschnitt des Eröffnungsvortrags von Dr. habil. Alexandra Manske zum Thema „Alte Ungleichheiten und neue Verhältnisse. Soziale Kämpfe um die arbeitsgesellschaftliche Ordnung der Gegenwart“.

Konferenzprogramm

Weitere Informationen zum Konferenzthema finden Sie im Konferenzprogramm.

Call for Papers

Interessent*innen sind eingeladen, Abstracts (max. 500 Wörter) auf Deutsch oder Englisch für Vorträge von 20 Minuten bis zum 15. April 2018 an das Organisationsteam Ordnungen-der-Arbeit@uni-due.de zu senden.

Die Konferenzsprache ist Deutsch; Vorträge können jedoch auch auf Englisch gehalten werden. Zudem ist geplant, einen Sammelband zur Konferenz zu publizieren. Wir sind darum bemüht, Fahrt- und Aufenthaltskosten der Vortragenden zu erstatten. Es wird keine Teilnahmegebühr verlangt.

Den vollständigen Call for Papers finden Sie hier.

Call for Papers (English)

We kindly ask you to submit proposals for presentations in the form of an abstract of max. 500 words in German or English to Ordnungen-der-Arbeit@uni-due.de. The submission deadline is April 15, 2018. The publication of the conference proceedings is planned. We are attempting to reimburse travel and accommodation expenses for speakers, if needed. There is no conference registration fee.

You can find the complete call here.