Überschneidungsfreies Studieren für Bachelor- und Masterstudiengänge in der gestuften Lehrerbildung

Um Studierenden in der gestuften Lehrerbildung Studierbarkeit zu gewährleisten, führt die Universität Duisburg-Essen (UDE) zum Wintersemester 2011/12 das „Zeitfenstermodell“ ein. Dieses Modell dient dazu, Studierenden ein Lehramtsstudium innerhalb der Regelstudienzeit zu ermöglichen und Überschneidungen bei Lehrveranstaltungen zu minimieren. Auch Prüfungszeiten für die als überschneidungsfrei ausgewiesenen Fächerkombinationen werden an der UDE überschneidungsfrei geplant. Denn nur wenn Prüfungen ohne Überschneidungen absolviert werden können, kann ein überschneidungsfrei ausgewiesenes Studium auch innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen werden. Studierende finden hier eine Liste der Fächerkombinationen, die überschneidungsfrei studierbar sind und eine Ausweisung, bei welchen Kombinationen keine Überschneidungsfreiheit hergestellt werden kann.

Hintergrund

Die Universität Duisburg-Essen hat Ende 2010 Herrn Prof. Dr. Alexander Kreuzer von der Universität Hamburg beauftragt das Modell zu entwickeln, welches er bereits an anderen Universitäten (Hamburg, Mainz, Würzburg) erfolgreich umgesetzt hat. In Zusammenarbeit mit den Fakultäten der UDE sowie der weiteren an der Lehrerausbildung beteiligten Einrichtungen ist ein Modell entstanden, das genau an den Voraussetzungen und Bedürfnissen der UDE ausgerichtet ist. Das Rektorat hat am 06.04.2011 den Beschluss zur Einführung des Zeitfenstermodells zum Wintersemester 2011/12 verabschiedet.

Wichtige Hinweise

Das Zeitfenstermodell beruht u.a. auf Berechnungen, die sich auf die veröffentlichte Prüfungsordnung des einzelnen Faches sowie den Studienplan beziehen. Studierende, die von der Prüfungsordnung und dem Studienplan abweichen, können daher nicht vom Zeitfenstermodell erfasst werden, so dass hier die ausgewiesene Überschneidungsfreiheit nicht mehr greift.

Die Hochschulen haben nach § 61 Abs.1 Satz 3 i.V.m. § 58 Abs.2 und 3 HG grundsätzlich ein Lehr- und Prüfungsangebot sicherzustellen, so dass ein Studienabschluss in der Regelstudienzeit ermöglicht wird. Sofern es zu Überschneidungen von Veranstaltungen oder schriftlichen Prüfungen kommt, besteht jedoch gegenüber der Hochschule kein Rechtsanspruch auf die Einhaltung der ausgewiesenen Überschneidungsfreiheit einer Fächerkombination.