Newsletterarchiv: Neuerscheinungen

Newsletterausgabe 2/2026

Designbasierte Schulentwicklung

Wie gelingt Schulentwicklung an sozialräumlich benachteiligten Standorten? Der neue Sammelband dokumentiert Ergebnisse der SchuMaS-Werkstatt „Schulentwicklung im Kontext“: Konzepte, Praxisberichte und Materialien zum Ansatz der designbasierten Schulentwicklung (DBSE).

An Schulen in sozialräumlich benachteiligten Lagen kumulieren Anforderungen an Unterricht, Förderung und Beziehungsgestaltung. Die damit einhergehende Dringlichkeit erzeugt Handlungsdruck und dieser begünstigt schnelle Rezepte statt tragfähiger Entwicklung. Hier setzt die designbasierte Schulentwicklung (DBSE) an: Sie denkt Schul- und Unterrichtsentwicklung konsequent von realen Problemlagen her und verbindet präzise Problemdefinition und Ursachenanalyse mit kontextpassenden Maßnahmen und deren iterativer datengestützter Weiterentwicklung.

Der Sammelband „Designbasierte Schulentwicklung. Konzept, Erfahrungen und Materialien einer Wissenschafts-Praxis-Kooperation“ dokumentiert die Werkstatt „Schulentwicklung im Kontext“ – ein Angebot des Inhaltsclusters „Schulentwicklung und Führung“ der Universität Duisburg-Essen und der TU Dortmund im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Schule macht stark“ (SchuMaS). Der von Rick Mintrop in den USA entwickelte DBSE-Ansatz wurde darin als Multiplikator*innenansatz für Schulleitungsteams adaptiert.

Der Band führt von der thematischen Rahmung über Praxisbeiträge aus Grund- und weiterführenden Schulen in vier Bundesländern und die Perspektiven der regionalen SchuMaS-Zentren hin zu Forschungsergebnissen. Schulleitungen berichten etwa, wie ein Lernraumkonzept partizipativ verankert wurde, wie aus Unterrichtsstörungen Entwicklungsimpulse entstanden und wie eine Phase der Stagnation überwunden werden konnte.

Querschnittlich zeigt sich: Entwicklungsarbeit braucht Zeitfenster, klare Rollen und verlässliche Routinen, damit sie nicht episodisch bleibt. Daten dienen dabei weniger der Rechenschaft als der professionellen Verständigung zur reflektierten Weiterentwicklung.

Ergänzende Materialien und Arbeitsblätter unterstützen die Anwendung in der Schule, Beratung sowie Aus- und Fortbildung. Der Band (Waxmann 2026, 276 Seiten https://doi.org/10.31244/9783818851156) steht via open access frei zur Verfügung.

Prof.in Dr. Isabell van Ackeren-Mindl / Sandra Fiethen

Newsletterausgabe 2/2026

Sammelband zur EINMISCHEN-Vortragsreihe

Der Sammelband „Einmischen gegen Rechts: Extrem rechte Interventionen als Herausforderung für Bildung“ (Monstadt et al., 2026) ist erschienen. Er ist aus der standortübergreifenden Vortragsreihe EINMISCHEN hervorgegangen, an der Mitglieder der Fakultät seit 2024 mitwirken.

Der Band beleuchtet die zunehmenden Versuche extrem rechter Akteur*innen, Einfluss auf Bildung, Erziehung und Soziale Arbeit zu nehmen. Die Beiträge setzen sich kritisch mit aktuellen Entwicklungen, Strategien und Argumentationen der extremen Rechten auseinander, etwa mit der Forderung nach vermeintlicher Neutralität oder der Delegitimierung diskriminierungskritischer Ansätze. Damit zeigt der Band, wie extrem rechte Interventionen demokratische Bildungsarbeit herausfordern und gesellschaftliche Debatten verschieben.

Einzelne Beiträge aus der Vortragsreihe „EINMISCHEN - Extrem rechte Interventionen als Herausforderung für Bildung in einer demokratischen Gesellschaft“ wurden im Band versammelt. Diese Reihe existiert bereits seit dem Sommersemester 2024. Organisiert wird sie von verschiedenen Akteur*innen der Universitäten Siegen, Duisburg-Essen, Wuppertal und Bochum, der Pädagogischen Hochschule Freiburg und dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus / Neonazismus der Hochschule Düsseldorf. Die Veröffentlichung wurde unter anderem durch die AG Migrations- und Ungleichheitsforschung der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen unterstützt. Durch die gemeinsame Finanzierung konnte der Sammelband Open Access erscheinen und ist über die Seiten des Verlags Barbara Budrich kostenlos herunterladbar.

Gemeinsam mit der Universitätsbibliothek wird derzeit außerdem ein Themenregal zusammengestellt. Halten Sie gerne Ausschau danach!

Dr. Simon Küth

Newsletterausgabe 2/2026

Körpererfahrungen im hybriden Raum 

Im Journal für LehrerInnenbildung stellen Dr. Helena Sträter, Dr. Caterina Schäfer, Prof. Dr. David Wiesche und Prof. Dr. Michael Pfitzner die Ergebnisse einer Interviewstudie vor: Körpererfahrungen im hybriden Raum. Ein Anliegen der Sportlehrkräftebildung. Open Access

In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, welche Körpererfahrungen Sportlehrkräfte in und mit VR machen und welche Potenziale und Grenzen sie in diesen für die Gestaltung des Sportunterrichts sehen. In explorativen Workshops machen 15 Sportlehrkräfte eine VR-Selbsterfahrung mit sportartspezifischen und bewegungsorientierten VR-Anwendungen und schätzen in leitfadengestützten Einzelinterviews die Einsatzmöglichkeiten für den Sportunterricht sowie zur Förderung der Wahrnehmung des Körpers ein.

Die Transkription der Interviews erfolgte mithilfe der vom IZfB eingesetzten KI. Vielen Dank für die Unterstützung.

Quelle:

Sträter, H., Schäfer, C., Wiesche, D., & Pfitzner, M. (2026). Körpererfahrungen im hybriden Raum: Ein Anliegen der Sportlehrkräftebildung. Journal für LehrerInnenbildung, 26(1), 60–78. https://doi.org/10.35468/jlb-01-2026-04

Dr. Caterina Schäfer