Newsletterarchiv: Neuerscheinungen
Newsletterausgabe 1/2026 „Rezension & Profession“ der ZSE
Alexandra König und Jessica Schwittek haben am 1.1.2026 die Teilredaktion „Rezension & Profession“ der Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE) übernommen.
Alexandra König und Jessica Schwittek haben die Teilredaktion „Rezension & Profession“ der Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE) von Helmut Bremer und Tim Zosel übernommen. Erhalten bleibt neben dem Standort Essen auch die Unterstützung durch Niklas Zieglarz, der Teil des Redaktionsteam bleibt.
Newsletterausgabe 1/2026 Veröffentlichung: Teilhabeförderung im Kontext der Armutsbekämpfung – Sozial- und Kulturpässe
Wer arm ist, kann sich Tickets für Schwimmbäder, Konzerte oder den öffentlichen Nahverkehr oft nicht leisten. Sozial- und Kulturpässe sollen Betroffenen daher vergünstigte oder kostenlose Eintritte ermöglichen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe erleichtern. Ob das gelingt, hat ein vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gefördertes Projekt der Universität Duisburg-Essen untersucht. Es kommt zu einem ambivalenten Ergebnis: Sozial- und Kulturpässe können helfen, sind aber bislang häufig nur begrenzt wirksam.
Wer arm ist, kann sich Tickets für Schwimmbäder, Konzerte oder den öffentlichen Nahverkehr oft nicht leisten. Sozial- und Kulturpässe sollen Betroffenen daher vergünstigte oder kostenlose Eintritte ermöglichen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe erleichtern. Ob das gelingt, hat ein vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gefördertes Projekt der Universität Duisburg-Essen untersucht. Es kommt zu einem ambivalenten Ergebnis: Sozial- und Kulturpässe können helfen, sind aber bislang häufig nur begrenzt wirksam.
Für ihre Studie haben Dr. Christian Gräfe und Prof. Dr. Holger Schoneville vom Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik alle kommunalen Sozial- und Kulturpässe in NRW systematisch erfasst. Außerdem haben sie in mehreren Städten Interviews geführt – mit Menschen, die diese Pässe nutzen, sowie mit Fachpersonal aus Sozialämtern und den Servicestellen für die Kultur- und Sozialpässe.
Der Endbericht des Projekts wurde in Form einer Expertise Ende Dezember 2025 vorgelegt. Der Bericht findet sich auf der Projektseite: https://www.uni-due.de/biwi/isp/tum/forschung_task
Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Berichts: https://www.uni-due.de/2026-01-15-wie-wirksam-sind-sozial-und-kulturpaesse
Newsletterausgabe 1/2026 GaFöG-Bericht 2025 erschienen
Der dritte Bericht zum Ausbaustand ganztägiger Bildung und Betreuung für Kinder im Grundschulalter (GaFöG-Bericht) der Bundesregierung, unter Mitwirkung von Nina Thieme und Eva Marr vom ISP, ist mit dem Themenschwerpunkt „Ganztag aus Elternperspektive“ erschienen.
Themenschwerpunkt „Ganztag aus Elternperspektive“
Die im Rahmen des GaFöG-Berichts verwendeten amtlichen Statistiken und Maßnahmenberichte der Länder geben zentrale Informationen zum quantitativen Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter. Wie demgegenüber der Ganztag von Eltern als wichtigen Akteur:innen im Ganztag wahrgenommen wird, bleibt in diesen Darstellungen offen. Deshalb werden im Themenschwerpunkt des dritten GaFöG-Berichts die Perspektiven von Eltern auf die ganztägige Bildung und Betreuung ihrer Kinder mittels qualitativer, leitfadengestützter Interviews erfasst.
Die Befunde zum Themenschwerpunkt „Ganztag aus Elternperspektive“ sowie den gesamten Bericht finden Sie hier:
Neues Lehr- und Arbeitsbuch
Wie gelingt Schulentwicklung in benachteiligten Sozialräumen? Das Werk bündelt Perspektiven von Bildungsexpertinnen und zeigt, wie Anerkennungsgerechtigkeit und Partizipation Lernprozesse fördern.
Schulentwicklung an sozialräumlich benachteiligten Standorten stellt besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Dieses Werk rückt Bildungsgerechtigkeit im Sinne von Anerkennungsgerechtigkeit in den Mittelpunkt und fragt, wie Schulen unter herausfordernden Rahmenbedingungen effektiv gestärkt werden können.
Anhand von Beiträgen unterschiedlicher Expertinnen aus Forschung und Praxis eröffnet das Buch vielfältige Perspektiven auf Entwicklungsprozesse in Schulen. Es beleuchtet sowohl strukturelle Rahmenbedingungen auch auch konkrete Strategien zur (Weiter-)Entwicklung von Schulentwicklungskapazitäten. Die Beiträge machen empirisches Forschungswissen durch praxisnahe Aufbereitung, schulische Fallbeispiele, Reflexionsimpulse sowie konkrete Instrumente für die Entwicklungsarbeit nutzbar. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Veränderung gelingt nur, wenn Partizipation ernst genommen und als zentrales Prinzip verankert wird – im Kollegium, mit Schüler*innen, Eltern sowie außerschulischen Partner*innen.
Ein besonderer Bezugspunkt ist das Projekt „SchuMaS – Schule macht stark“, das praxisnahe Einblicke in gelingende Entwicklungsprozesse bietet. Die Autorinnen zeigen, wie durch gezielte Unterstützungssysteme, kooperative Steuerung und einen konsequenten Perspektivwechsel Schulen in herausfordernden Lagen handlungsfähig bleiben und ihre Qualität weiterentwickeln können.
Das Buch versteht sich zugleich als Arbeits- und Lehrbuch für Studium, schulische Praxis, Bildungsverwaltung und Unterstützungssysteme. Es verbindet wissenschaftliche Fundierung mit konkreten Impulsen für die Umsetzung – von theoretischen Konzepten bis zu praktischen Reflexionsfragen – und bietet damit eine wertvolle Grundlage für alle, die Schulentwicklung chancengerecht und kontextspezifisch gestalten wollen.
Newsletterausgabe 2/2025 GaFöG-Bericht 2026
Die Erstellung des Berichts zum Ausbaustand ganztägiger Bildung und Betreuung für Kinder im Grundschulalter (GaFöG) der Bundesregierung erfolgt auch im Jahr 2026 unter Mitwirkung von Nina Thieme und Eva Marr vom ISP.
Detaillierte Projektinformationen finden Sie hier: https://www.uni-due.de/biwi/isp/sozialpaedagogik/aktuelle_forschung.php;
zum zweiten GaFöG-Bericht gelangen Sie hier: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/zweiter-bericht-der-bundesregierung-zum-ausbaustand-der-ganztaegigen-bildungs-und-betreuungsangebote-fuer-grundschulkinder-nach-24a-sgb-viii-251608
Newsletterausgabe 2/2025 Band: Forschung trifft Praxis
Ein neuer Sammelband zeigt, wie Wissenschaft und Praxis Schule, Unterricht und Lehrkräftebildung in der Metropole Ruhr gemeinsam voranbringen – mit Beiträgen aus der UA Ruhr und der Fakultät.
Wie Wissenschaft und Praxis zusammenkommen, um Schule und Unterricht zu entwickeln, lässt sich seit kurzem im Sammelband „Bildungsforschung und Bildungspraxis in der Metropole Ruhr“ nachlesen. Dazu wurden Erkenntnisse von mehr als 100 Bildungsforscher:innen aus dem Ruhrgebiet gebündelt, darunter 16 Kolleginnen und Kollegen aus drei Instituten der Fakultät für Bildungswissenschaften. Kerstin Göbel und Isabell van Ackeren-Mindl sind Mitherausgeberinnen aus der Fakultät.
Auf über 400 Seiten wird skizziert, wie sich Schule und Lehrkräftebildung gemeinsam im regionalen Kontext entwickeln lassen. Hervorgegangen ist das Buchprojekt aus einer Initiative des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung an der UDE. In sechs Themenbereichen – Schulentwicklung im Sozialraum, kooperative Unterrichtsentwicklung, Sprachbildung und Mehrsprachigkeit, digitale Medien, videobasierte Lehrkräftebildung, Talentförderung – wird dokumentiert, wie Wissenschaft und Praxis gemeinsam zur Entwicklung von Schule, Unterricht und Lehrkräftebildung beitragen.
Das Buch richtet sich an Akteur:innen in Wissenschaft und pädagogischer (Ausbildungs-)Praxis. Die meisten Autor:innen bringen ihre Erfahrungen aus der Arbeit an UA-Ruhr-Standorten ein. Die Publikation steht open access zur Verfügung.
Newsletterausgabe 2/2025 Stellungnahme KI im Klassenzimmer
Stellungnahme zu KI in Schule und Unterricht von Prof. van Ackeren-Mindl gemeinsam mit dem Team des Forschungsbereichs Schulentwicklung & Digitalisierung für Enquete-Kommission des Landtag NRW
Prof. Isabell van Ackeren-Mindl hat als Sachverständige unter Mitarbeit von Manuela Endberg, Lara-Idil Engec und Aysegül Serpemen als Team im Forschungsbereich Schulentwicklung und Digitalisierung in der Arbeitsgruppe Bildungsforschung eine schriftliche Stellungnahme im Rahmen der Enquetekommission „Künstliche Intelligenz – Für einen smarten Staat in der digitalisierten Gesellschaft“ für die Anhörung „KI im Klassenzimmer“ verfasst.
Die Stellungnahme wurde entlang eines durch alle aktuell im Landtag vertretenen Fraktionen abgestimmten Fragenkatalog erstellt. Die Verfasserinnen haben aus einer dezidiert pädagogischen bzw. bildungswissenschaftlichen Perspektive Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken von „KI im Klassenzimmer“ beleuchtet. Bei den Ausführungen standen vier Schwerpunkte im Fokus:
- Rechtliche, technische und organisatorische Voraussetzungen für den Einsatz von
- KI im Klassenzimmer
- Inklusion und soziale Teilhabe
- Kompetenzentwicklung und Lehrkräftebildung
- Pädagogische Gestaltung, Evaluation und Wissenstransfer
Die Stellungnahme ist als Parlamentspapier im Internet unter dem folgenden Link abrufbar: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST18-2826.pdf
Newsletterausgabe 1/2025 Die Möglichkeit auf Resonanz im Schulsport
Auf den Spuren von Hartmut Rosas Resonanztheorie untersuchen Ida Glingener und Prof. Dr. Ulf Gebken (Universität Duisburg- Essen) resonanzpädagogische Gestaltungsmöglichkeiten von Schulsport, die intrinsisches Lernen fördern, Begeisterung wecken und ein »Leuchten in den Augen« der Schüler:innen hervorrufen. Als Antwort auf die traditionelle leistungs- und kompetenzorientierte Ausrichtung von Schule entsteht eine mutige Vision des Schulsports: Sie reicht praxisnah von einem Lernen in Beziehungen über die Inszenierung besonderer Sportevents im Schulalltag bis hin zu der konkreten inhalts- und methodischen Ausrichtung des Sportunterrichts.