Diversity Management an der Fakultät für Bildungswissenschaften

Diversity-Management an der Fakultät für Bildungswissenschaften

Das Thema Diversität ist an der Fakultät für Bildungswissenschaften auf den Ebenen Verwaltung, Forschung und Lehre verankert.

Auf administrativer Ebene führt die Fakultät ein Projekt zum Gender- und Diversity Mainstreaming durch, initiiert im Rahmen des Auditierungsverfahrens „Vielfalt gestalten“ an der UDE. Gegenstand des Projektes ist die Analyse ausgewählter Verwaltungsstrukturen und -prozesse hinsichtlich ihrer differentiellen Folgen für diversitätsrelevante soziale Gruppen. Dahinter steht die Frage, ob Verwaltungsabläufe an der Fakultät unterschiedliche Auswirkungen auf Angehörige verschiedener Gruppen haben (bspw. hinsichtlich Herkunft, Geschlecht, Erkrankung oder Behinderung, Alter, Fürsorge-/Pflegaufgabe, etc.) und diese ggf. benachteiligt und/oder ihnen eine geringere Teilhabe an Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen ermöglicht. Methodische Zugänge bestehen zum einen in der Auswertung bestehender Statistiken, die allerdings zum großen Teil nur nach der Variable Gender differenzieren. Notwendig ergänzt wurde die Datenbasis daher durch eine Vollbefragung der Fakultätsmitglieder. Ein Fragebogen zu diversitätsrelevanten Prozessen und Strukturen an der Fakultät wurde in einer bottom-up Strategie in enger Zusammenarbeit mit Vertreter/innen aller Statusgruppen erarbeitet. Die Ergebnisse der Befragung dienen als Grundlage für die Diskussion und Ableitung evidenzbasierter Maßnahmen zum Diversity Mainstreaming an der Fakultät, die wiederum in enger Abstimmung mit allen Statusgruppen erfolgt. Die Ergebnisse des Projektes können überdies als Grundlage der Strategieentwicklung auch anderer Fakultäten der Universität Duisburg-Essen dienen. Einen detaillierten Bericht zu Vorgehen und Ergebnissen finden Sie hier.

Die Umsetzung des Projektes erfolgte in enger Abstimmung mit zentralen Stellen der Universität (Prorektorat Diversity-Management, Gleichstellungsbüro, PE/OE, Personalräte, ZfH, DIM Kommission) und Frau Prof. Dr. Lisa von Stockhausen, Prodekanin für Diversity-Management.

Die Koordination internationaler Aktivitäten an der Fakultät erfolgt durch die Beauftragte für internationale Fragen, Frau Melanie Leung (M.A.), die regelmäßig über aktuelle Fördermöglichkeiten für Auslandsaufenthalte informiert und die Betreuung ausländischer Gäste der Fakultät mit großem Engagement unterstützt.

Das Thema Diversität steht an der Fakultät für Bildungswissenschaften im Zentrum zahlreicher Forschungsaktivitäten. Dies wird zum einen in der Denomination verschiedener Professuren deutlich, bspw. der Professur Ethnische Differenzierung und Heterogenität (Prof. Dr. Nicolle Pfaff), der Professur Weiterbildung und Bildungsberatung aus Genderperspektive (Prof. Dr. Anne Schlüter) sowie einer zu besetzenden Professur für Inklusion und Diversität und einer zu besetzenden Professur für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung migrations- und geschlechtsspezifischer Bildungsprozesse. Zum anderen ist das Thema Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte, in denen u.a. die Diversitätsaspekte Herkunft und Geschlecht thematisch sind. Beispielhaft seien hier das Projekt proSalamander, ein Nachqualifizierungsprogramm für Migrantinnen und Migranten mit ausländischem Hochschulabschluss genannt (verantwortlich an der UDE Prof. Dr. Ute Klammer), das Essener Schülerhilfeprojekt (Prof. Dr. Gisela Steins) sowie indive – individualisieren, differenzieren, vernetzen, ein Projekt zum Umgang mit Heterogenität in der Schule durch individuelle Förderung (Dr. Anke Liegmann, Dr. Kathrin Racherbäumer).

Die Fakultät beteiligt sich überdies mit eigenen Anträgen an der Förderlinie „Heterogenität“ im Rahmen der Planungen zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Das Thema Diversität ist ebenfalls zentraler Gegenstand im Bereich der Lehre der Fakultät für Bildungswissenschaften. Im Herbst 2013 und 2014 organisierte die Fakultät gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerbildung eine Herbstschule zum Thema Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Unter Beteiligung zahlreicher Lehrender der Fakultät wurden über einen Zeitraum von einer Woche Workshops angeboten, die thematisch übergeordnete Perspektiven auf den Umgang mit Diversität (z.B. Vorurteile und Diskriminierung in Schule und Unterricht), grundlegende Aspekte des Unterrichtens in heterogenen Kontexten (z.B. Unterrichtsmaterialien für heterogene Lerngruppen) bis hin zu Aspekten des Fachunterrichts behandelten (z.B. Heterogenität im Schulsport, Entwicklung mathematischer Kompetenzen – Rechenschwäche). Die Herbstschulen stießen sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrer/innen auf großes Interesse und wurden von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen.

Das Thema Diversität ist auch Gegenstand zahlreicher regulärer Lehrveranstaltungen der Fakultät, die überdies zwischen den verschiedenen Studiengängen der Fakultät abgestimmt werden.