Vorbilder

Quelle: Andreas Robusch

Herzlichen Dank für das besondere Engagement Eingeladen auf Schloss Bellevue

Das jährliche Bürgerfest des Bundespräsidenten ist ohne Zweifel ein besonderer Anlass. "Viele unterschiedliche Unternehmen und Institutionen nutzen die Gelegenheit, ihre sozialen Aktionen zu präsentieren", berichtete uns Andreas Robusch, Abteilungsleiter Gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule Duisburg-Meiderich, der bereits viele Schülerinnen und Schüler für das Programm Chance hoch 2 empfohlen hat. "Dabei konnte man ganz nebenbei auch das eine oder andere bekannte Gesicht aus Funk und Fernsehen beobachten (u.a. Ulrich Matthes, Cherno Jobatay oder auch Christian Brückner, die "deutsche Stimme von Robert de Niro"). Neben der (Dankes-) Rede des Bundespräsidenten war auf der großen Bühne eines der Highlights der abendliche Auftritt von Gianna Nannini (Italien war in diesem Jahr - neben Sachsen - Partnerland des Festes)." Aber auch für das leibliche Wohl in Form "kulinarischer Köstlichkeiten und alkoholischen wie nicht-alkoholischen Getränken" war im Laufe dieses unvergesslichen Abends gesorgt.

Die Einladungen von Herrn Robusch und des inzwischen studierenden Teilnehmers Kischog Thevatasan sollten ein großes Dankeschön für das jeweilige Engagement sein, die beide für Chance hoch 2 bzw. für HeRoes leisten.​

Bürgerfest 2018 Kischog
Bürgerfest 2018 Robusch

Kischog kann sich noch lebhaft an den Erhalt des offiziellen Schreibens erinnern:
"Es war ein Samstagsmorgen, als ich einen Brief auf meinem Schreibtisch fand. Als ich auf den Absender schaute, stand da: 'Bundespräsidialamt, 11010 Berlin, Schloss Bellevue, Amtssitz des Bundespräsidenten'. Überrascht, aber noch ohne Wissen über den Inhalt des Briefs, öffnete ich ihn. Es war eine Einladung nach Berlin, zur Teilnahme am Bürgerfest im Schloss Bellevue." Chance hoch 2 empfahl ihn wegen meines Engagements als Mentor für Chance hoch 2 und für das Gleichstellungsprojekt "HeRoes - im Namen der Ehre". Bei HeRoes engagieren sich Jugendliche im Alter ab 16 Jahre für eine gleichberechtigte Gesellschaft. Sie hinterfragen gesellschaftliche Strukturen und versuchen offen mit Anderen darüber zu reden.

"Ich habe mich sehr gefreut über die Einladung aus Berlin, denn die Stadt Berlin war einer der Hauptgründe, warum ich im Programm Chance hoch 2 bin. Damals Ende September 2012 ging ich auf Klassenfahrt nach Berlin. Ich interessierte mich schon als kleiner Junge für Geschichte und habe mich vor der Fahrt intensiv mit Berlin auseinandergesetzt. Als wir dort waren, konnte ich mit meinem Wissen überzeugen, denn ich kannte mich bestens aus. So habe ich unseren Stadtführer in manchen Situationen ergänzt und den größten Teil seiner Führung kannte ich bereits. Als wir am Willy-Brandt-Haus vorbeiliefen, erzählte ich meiner Klasse, dass Brandt sowohl Bundeskanzler als auch Bürgermeister von Berlin war. Vor allem seine berühmte Ostpolitik sorgte dafür, dass es zu Entspannung zwischen dem Westen und Osten gab. Er bekam letztlich dafür einen Friedensnobelpreis. Nachdem ich zu Ende erzählt habe, bekam ich einen Anruf von meiner Mutter. So entfernte ich mich ein wenig von meiner Gruppe und telefonierte. Während meines Telefonats kam meine Klassenlehrerin zu mir, unterbrach mich von meinem Gespräch und lobte mich für meinen Einsatz und Eifer. Ihre persönlichen Wörter kamen sehr ehrlich und authentisch rüber. Diesen Moment werde ich niemals vergessen. Monate später rief mich Frau Brandner in den Lehrerzimmer und machte mich auf das Programm Chance hoch 2 aufmerksam, die sich an Schülerinnen und Schüler richtet, die aus Nichtakademiker Familien stammen. Sie unterstützte mich bei der Bewerbung und im Frühjahr 2013 wurde ich als zweiter Schüler in unserer Schule überhaupt in das Programm aufgenommen. Dementsprechend habe ich eine sehr besondere Beziehung zu der Stadt Berlin und deswegen freue ich mich erst recht dank Chance hoch 2 wieder nach Berlin fahren zu können, denn für mich schließt sich dadurch ein Kreis."

Bürgerfest 2018 Bellvue

Mit dem jährlich stattfindenden Bürgerfest rückt der Bundespräsident bürgerschaftliches Engagement in Deutschland in den Fokus und würdigt die Menschen, die mit ihrem Einsatz eine starke Gesellschaft ermöglichen. Am ersten Tag des Festes dankt der Bundespräsident rund 4.000 Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland, die mit Mut und Entschlossenheit gesellschaftliche Herausforderungen angehen und sich für andere Menschen einsetzen. Zur Idee des Bürgerfestes gehört es, dass zahlreiche Initiativen, Organisationen und Unternehmen Einblicke in ihre ehrenamtliche und gemeinwohlorientierte Arbeit geben. In diesem Jahr präsentierte sich der Staat Italien und das Bundesland Sachsen als besondere Gäste auf dem Bürgerfest.

"Ich bin am Freitag mit meinem Sportsfreund Igor angekommen. Wir waren etwa um 17 Uhr am Schloss Bellevue. Das Erste, was mir direkt auffiel, war die sehr hohe Präsenz an Polizisten. Nachdem wir die Einlasskontrollen durchliefen, gingen wir zum Schlosspark. Dort war auf einmal eine riesige Menschenmasse auf einem Punkt zentriert. Der Grund war, dass der Bundespräsident Walter Steinmeier Fotos mit Gästen gemacht hat. Das war ein Novum, denn in den letzten Jahren gab es keine Möglichkeit, Fotos mit dem Präsidenten zu machen. Ich witterte meine Chance und lief ebenfalls auf die Menschenmasse zu, bis ich nur wenige Meter hinter dem Bundespräsidenten stand. Ich rief: 'Herr Steinmeier, können wir ein Foto zusammen machen?'. Er drehte sich um und sagte: 'Wir können gleich eines machen.' Ich war in diesem Moment einfach sprachlos. Leider drängten sich kurz darauf Sicherheitsleute dazwischen und nahmen mir in dieser Situation die Möglichkeit auf ein Foto. Igor und ich gingen danach zu einem Rundgang ins Schloss Bellevue. Vor allem der Salon Ehrenhof gefiel mir sehr, denn in diesem Zimmer hingen die Portraits aller bisherigen Bundespräsidenten Deutschlands. Nur Joachim Gauck und Walter Steinmeier fehlen.

Bürgerfest 2018 Ehrenfeld Saal

Nachdem wir den Rundgang beendeten, gingen wir wieder ins Freie und wieder stand eine kleinere Menschenmenge auf einem Punkt. Herr Steinmeier gab weiterhin Fotos und diesmal hatte ich mehr Glück. Ich konnte tatsächlich ein Foto mit dem Präsidenten machen.

Bürgerfest 2018 Kischog 2

Während verschiedene Bands Live-Musik spielten, machten wir eine kurze Pause und aßen kulinarische Köstlichkeiten aus dem In- und Ausland. Anschließend besuchten wir verschiedene Stände, von Organisationen, die sich ehrenamtlich engagierten. Interessant fand ich den Stand 'Junge Helden', die sich engagieren junge Erwachsene für die Organspende zu gewinnen. Aufmerksam auf dem Stand wurde ich durch den Slogan 'Junge Helden. Entscheidend ist die Entscheidung!' Denn es fiel auf, dass die Mehrheit der Anwesenden eher alt als jung war. Toll fand ich auch den Stand von Lidl, die eine Torwand in Form eines Pfandautomaten aufgebaut hatten. Man musste Flaschen aus einer gewissen Distanz in Öffnungen mit verschiedenen Größen werfen. Wurde eine Öffnung getroffen, so spendete Lidl immer eine gewisse Menge Geld an die Tafel Deutschland.

Bürgerfest 2018 Lidl

Am Abend gingen wir zurück zu unserer Wohnung. Trotz einer anstrengenden Anreise war das Bürgerfest eine einmalige Erfahrung für mich. Mit so vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, einen Tag zu verbringen, hat sich echt gut angefühlt und die Wertschätzung, die wir dank des Bürgerfests bekommen haben, motiviert einen erst recht sich für andere einzusetzen. Mein besonderer Dank gilt dem Bundespräsidialamt, Chance hoch 2 und der Stiftung Mercator."

Amadeus und Kira messen die Feinstaubbelastung in Moers Feinstaubmessung der AFG

Die Physik-AG der Anne-Frank-Gesamtschule führt im Rahmen ihres neusten Projektes Feinstaubmessungen durch. Bald soll eine feste Station aufs Schuldach. Mit dabei sind die Teilnehmer des 7. Schülerjahrgangs von Chance hoch 2 Kira Reffgen und Amadeus Sagner.

Die gute Nachricht: Zumindest die ersten Feinstaubmessungen in Moers haben beruhigende Werte ergeben. Die  Schülerinnen und Schüler der Physik-AG der Anne-Frank-Gesamtschule sind derzeit mit einem Feinstaub-Messgerät in der Stadt unterwegs, um Vergleichsdaten für ihr Projekt zu bekommen. Ziel ist es, die Emission sowohl beim Verkehr morgens vor der Schule als auch auf dem Schuldach zu ermitteln – wobei Interessierte später per Mausklick die aktuellen Daten anschauen können.

Anne Frank Amadeus Kira Vorbilder

 

Den vollständigen Bericht können Sie in der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) finden.

An Internship Blog by Florian Pinkepank FACT in Kenya

Vorwort

Florian Pinkepank, Teilnehmer des 1. Jahrgangs, macht gerade sein studiumsbezogenes Pflichtpraktikum in Kenia. Florian studiert Internationales Entwicklungsmanagement an der Van Hall Ladenstein University of Applied Sciences in den Niederlanden. Er hat sich dort auf ländliche Entwicklung und Innovation spezialisiert. In Kenia ist er für eine niederländische Agentur namens Agriterra tätig. Konkret geht es dabei um Investitionen in die ländliche Entwicklung Kenias. Sein Praktikum dauert 20 Wochen und in dieser Zeit reist Florian von Anbauverband zu Anbauverband,  um sich ein Bild vor Ort zu machen. Insgesamt verbringt er drei Monate in Kenia und dort hat er uns diesen Bericht geschickt.

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In this blog I am documenting my experience during my Agriterra Internship about the implementation of the FACT methodology.
The methodology of FACT consists of four pillars, consultation, participatory research, smart proposal writing and stakeholder analysis and is meant to empower farmers to voice their opinions.
In fact, the Kenyan government is supposed to spend 10% of their budget on rural development. However, only 3% is made available. Agriterra believes, that if good and well plans can be delivered, that more money will be spend on Rural Development.
In times of growing alienation and uncertainty, I think the best chance we have got for lasting peace is to stop being strangers to one and another. Therefore, I am all the more grateful to have had the opportunity to go abroad with Agriterra.

FACT in Kenia

When I arrived in Kenya, we had an excellent FACT Workshop, facilitated by Niek Thijssen and Stellah Nyagah in coordination with Tjeerd Rijpma. The outcome were SMART action points on different lobby issues.

Florian Pinkepank Kenya

My first field trip, took me to Meru. Here Diana Maiyo, the new Intern, and I consulted with representatives of all 34 societies, that are attached to Meru Coffee Central Cooperative Mill (MCCCMCU) and Meru Central Coffee Cooperative Union (MCCCU) with thanks to Mr. Kiogora and Mr. Munene.

Florian Pinkepank Kenya 2

Our next step brought us to Kipkelion, home of Kipkelion District Coffee Union (KDCU). After Wilfred Chepkwony, Agriterra business advisor, introduced us to everyone in the office and made sure, that a work schedule was in place, we visited a different coffee producing society every other day. In between interviews, transcripts were made and the extracted data was put into an Excel sheet. In total four societies were issued.

From FACT to a recycling plant

We found out, that the coffee farmers experience shrinking water tables. Hence, the board of directors and CEO Mr. Too raised the question, why not recycling the water, that has already been used in coffee pulping.
KDCU is also concerned with the pollution of the environment due to the inadequate discharge of waste water into the rivers. So the idea of a recycling plant was born for which we hope to get funding from the government.
For this very reason, Diana and I collected data from the coffee farmers in order to validate the issue at hand. We are wondering whether the anticipated problem/ solution actually reflects farmer’s reality.

Dilanur und Mehmet besuchen Schulen in der Türkei Mit Forschungsfragen im Gepäck

Wir, Dilanur Şengün und Mehmet Karahan haben einen Auslandsaufenthalt im Rahmen des Projektes „Umgang mit sprachlicher Heterogenität interdisziplinär“ unter der Leitung von Frau Prof. Fritz-Stratmann (Bildungswissenschaften) im Umfang von sechs Wochen in der Türkei durchgeführt.

Ich, Dilanur habe meinen Auslandsaufenthalt in Kocaeli an der Grundschule „Barbaros İköğretim Okulu“ durchgeführt. Ich, Mehmet habe meinen Auslandsaufenthalt in Konya an der Grundschule „Ibrahim Hakki Konyali“ durchgeführt.

Dieses Projekt beinhaltete neben theoretischen Inhalten zum arithmetischen Konzepterwerb und dem Rechnenlernen unter Mehrsprachigkeitsbedingungen auch die praktische Erfassung früher mathematischer Fertigkeiten von Schülerinnen und Schülern. Dabei wurden den Schülern einzeln mathematische Fragen gestellt. Die Dauer einer Testung betrug ungefähr 10 Minuten. Die Ergebnisse werden im Seminar besprochen und unsere Erfahrungen ausgetauscht.

Ausland Dilanur Mehmet

Dieses Projekt wird in Deutschland auch an Grundschulen durchgeführt. Zweisprachige oder mehrsprachige Kinder schneiden bei Rechentests meistens schlechter ab. Ein Beispiel dafür wären Kinder die Türkisch und Deutsch gleichzeitig lernen. Um dies näher zu erforschen, haben wir und auch paar andere Kommilitonen in verschiedenen Städten der Türkei nur Türkisch sprechende Kinder befragt. Dabei möchte man die einsprachigen türkischen Kinder mit den zweisprachigen Kindern in Deutschland vergleichen um anschließend die Probleme finden zu können, die dazu führen, dass diese Kinder schlechter abschneiden. Zudem soll das Projekt dazu beitragen, Mehrsprachigkeit als Ressource für den arithmetischen Konzepterwerb zu betrachten und entsprechend für den Unterricht nutzbar zu machen.
Wir konnten auch Vergleiche zwischen der Lehrer–Schüler Beziehung machen. Ein Beispiel dafür wäre die Distanz: In Deutschland sind die Lehrer gegenüber den Schülern sehr distanziert. Die Lehrer in der Türkei gehen meistens in die Elternrolle hinein und kümmern sich um die Schüler wie die eigenen Kinder.  
Die weiteren sechs Wochen der Auslandserfahrung werden wir in den kommenden Semesterferien durchführen und freuen uns schon darauf neue Erfahrungen zu sammeln.

Ein besonderes ehrenamtliches Engagement Noorhan, Vifi und der Weihnachtsmann

Mein Name ist Noorhan Ali Ibrahim Ibrahim und ich bin schon seit 16 Jahren in Deutschland. Ich bin seit fast 6 Jahren jetzt bei Chance hoch 2 als Stipendiatin. Ich habe durch Chance hoch 2 sehr viel gelernt. Durch Chance hoch 2 habe ich viele Kontakte knüpfen können. Chance hoch 2 hat mich nicht nur bei meiner Schulzeit unterstützt, sondern auch bei meinem jetzigen Studium. Ich studiere zurzeit Geschichte und Philosophie auf Lehramt.

Noorhan Vorbilder1

Durch Chance hoch 2 habe ich auch Vifi kennengelernt. Vifi ist die Abkürzung für Vietnamesische interkulturelle Fraueninitiative Deutschland e.V. – ViFi. Die ViFi ist eine interkulturelle Selbstorganisation, die von Deutschen und Migrantinnen getragen wird und eine interkulturelle demokratische Gesellschaft anstrebt. Sie ist parteilich, konfessionell und ethnisch unabhängig. Der Verein unterhält eine Einrichtung, in der er mit Jugendlichen, Familien und Frauen arbeitet. Als Selbstorganisation mit wenig finanziellen Mitteln ist er auf das Engagement seiner Mitglieder angewiesen. Freiwillige MitarbeiterInnen sind in der ViFi willkommen. Ich persönlich engagiere mich seit etwa 5 Monaten da, habe Deutschunterricht für Flüchtlinge gegeben, bei Veranstaltungen gedolmetscht wie z.B. bei den Veranstaltungen das Bild der Frau in Deutschland, wie sich das verändert hat. Wir haben auch mit den Frauen eine Stadtrundführung in der Stadt Bochum gemacht und die Plätze gezeigt, die das Frauenbild im 19 Jahrhundert verändert haben.

Noorhan Vorbilder3

Momentan arbeiten wir in vielen verschiedenen Projekten wie das Projekt „Weltwärts“. Dort habe ich 4 Leute aus Syrien über dieses Projekt informiert und sie haben sich da beworben, ich übersetzte auch ihre Bewerbungen, die bei uns eintrafen. Zudem arbeiten wir zurzeit an der Anerkennung für unsere Deutschkurse. Damit die Schüler, die zu uns kommen, ein anerkanntes Zeugnis von uns erhalten können, und auch damit sie vom Jobcenter aus zu uns geschickt werden um Deutsch zu lernen. Was wir auch in Planung haben, ist eine Weihnachtsfeier für Flüchtlinge. Da wollen wir den Kindern die Bedeutung für Weinachten näherbringen und ihnen auch einen schönen Tag mit ihren Eltern zusammen schenken. Unser Motto bei ViFi lautet: „Unsere Grundsätze von interkultureller Arbeit setzen wir in unseren Einrichtungen und Projekten um. Es ist uns wichtig, die Persönlichkeit und Autonomie und den Willen unserer Besucher und Besucherinnen zu achten. Bei der Umsetzung unserer Grundsätze achten wir auf die Qualität und Professionalität unserer Arbeit. Wir überprüfen unsere Grundsätze immer wieder neu und beziehen in deren Weiterentwicklung den gesellschaftlichen Wandel mit ein. Wir verstehen Fehler als wichtigen Teil von Lernen und Wachsen von Personen und Gruppen“.

Foto Preisverleihung, Niko Ernst 4.v.r., Copyright: ZIM UDE

Ein Bericht von Niko Ernst "Lass einfach probieren"

Genau das waren die Worte, die ich zu meinem Team gesagt habe, bevor wir unsere Idee
eingereicht haben. Das Team besteht aus drei Personen. Wir, Matthias Quaß, Laurent Demay und Niko Ernst sind alle Studenten der Universität Duisburg-Essen und studieren angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften im 4. Semester.


Theorie lernt man bekanntlich im Studium genug - wenn es überhaupt dazu kommt. Leider ist immer wieder und gerade zu der Klausurphase die Bibliothek so überfüllt und unübersichtlich, dass man kaum Chancen hat, einen Arbeitsplatz zu finden. Genau in so einer Situation haben wir uns befunden, als wir auf die Idee kamen. Keiner hatte einen Laptop dabei und alle Plätze waren belegt. Und genau da haben wir angepackt.

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Ein Bericht von Valentina Huber Danke für die Chance!

Auch mich hat Chance hoch 2 zunächst bis zum Abitur und anschließend bis zum Bachelorabschluss gefördert. Ich gehöre zu dem Startjahrgang. Dank Chance hoch 2 habe ich 2013 das Abitur erfolgreich absolviert und Ende des Jahres 2016  das Bachelorstudium abgeschlossen. Nun studiere ich seit dem Wintersemester 2016/2017 Volkswirtschaftslehre im Master. Die Unterstützung endete für mich aber nicht, da ich als studentische Hilfskraft im Programm weiterarbeite.

Dies alles habe ich zum größten Teil dem Programm Chance hoch 2 zu verdanken, wofür ich sehr sehr dankbar bin. Ganz herzlich möchte ich mich bei allen bedanken, die das Projekt Chance hoch 2 ermöglicht, unterstützt und verwirklicht  haben. Ganz besonders bedanke ich mich bei der Programmleiterin Gabriele Spengler für ihre Ideen und ihr Engagement und der ehemaligen Prorektorin für Diversity Management und Internationales, Frau Prof. Ute Klammer, für die Entwicklung des Konzepts und die Stiftung Mercator für die Finanzierung des Programms.

Allen Bewerber/-innen und Teilnehmer/-innen kann ich deshalb nur Folgendes sagen: “Nutzt Eure zwei Chancen!“ und wünsche allen viel Erfolg dabei!

Den gesamten Bericht finden Sie hier

1.1 Vh Aufnahme Ins Programm

Reisebericht USA von Jennifer Aden Reise nach South Dakota für das „Partners in Peace“ Programm der UCC

Die US – amerikanische Kirche United Church of Christ (UCC) hat im August 2016 ein internationales Jugendtreffen unter dem Motto „Partners in Peace Experience“ veranstaltet. Dafür waren junge Menschen aus den Partnerkirchen der UCC eingeladen, 10 Tage in South Dakota zu verbringen und sich über ihre Erfahrungen in der Friedensarbeit auszutauschen. Mit dabei waren Jugendliche aus der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg – schlesische Oberlausitz und der Evangelischen Kirche im Rheinland. Unter den Delegierten der Ev. Kirche im Rheinland war unter anderem ich, Jenny Aden. Mit mir geflogen sind noch Claire Brown aus Essen und Jan Kock aus Wesel. Claudio Gnypek vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene begleitete uns bei unserer Reise.

Am 04. August 2016 ging unsere Reise früh morgens in Düsseldorf los. Per Direktflug ging es für Claire Claudio und mich in die United States of America, genauer gesagt, nach Chicago, wo wir anschließend (mit einiger Verspätung) den Flieger nach Sioux Falls in South Dakota nahmen. Als wir nach mehr als 24 Stunden auf den Beinen endlich an unserer Endstation ankamen, hatten wir die Freude die anderen Teilnehmer der diesjährigen Youth Peace Conference kennenzulernen. Diese kamen zum einen aus der Penn Central Conference der United Church of Christ und zum anderen aus der Brandenburgischen Landeskirche. Die erste Nacht haben wir in der First Congregational Church of Sioux Falls verbracht, um am nächsten Tag früh aufzustehen und alle Materialien und Koffer einpacken zu können. Damit begann unsere gemeinsame Reise.

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Jennifer Aden1
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Ein Bericht von Sven Pascal Kolo Schule – „(K)ein Platz für Politik“ – Unterrichten können wir auch

Politik und Schule sind zwei Themenbereiche, die fest zusammengehören. Zwar darf ein Lehrer seine politische Meinung vor den Schülern nicht äußern und diese so beeinflussen, jedoch wird den Schülern im Politikunterricht trotzdem die Grundstruktur der Politik beigebracht. Wir als damalige Schülervertretung des Franz-Haniel-Gymnasiums haben versucht, den Schülern der fünften und sechsten Klasse dieses System am direkten Beispiel zu zeigen: An ihrer eigenen Schule.

Viele Schüler lernen das politische System ihrer Schule, bis sie diese verlassen, nicht richtig kennen. Die meisten wissen nicht mal, dass ihre Schule so etwas wie ein politisches System hat oder viel eher wie ein kleines politisches System aufgebaut ist. In der Schule gibt es mehrere gewählte Gremien und verschiedene Räte, an denen auch die Schüler teilnehmen können. Und um dieses Wissen weiterzugeben, haben wir uns als Schülervertretung eine ganze 70 Minuten Stunde ausgedacht, mit welcher wir unseren Mitschülern anschaulich erklärten, wie die Politik der Schule und die Schülervertretung funktionieren. Dafür wurden wir von der Schulleitung unterstützt, indem wir frei bekommen haben und die Politikstunden der Lehrer verwenden durften. Wir sind meist zu zweit oder zu dritt in die einzelnen Klassen gegangen und haben durch Gruppenarbeit, gemeinsames Präsentieren und Diskussionsrunden versucht, den Schülern unser Thema näher zu bringen. Dabei haben wir von den Lehrern und den Schülern durchgängig gutes Feedback erhalten und konnten das Thema sehr gut vermitteln.

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Sven Kolo2

Ein Bericht von Seda Sügür über die JIK NRW 2016

Die Junge Islam Konferenz Nordrhein-Westfalen (JIK NRW) ist ein Dialogforum und Multiplikator/-innen - Netzwerk junger Menschen aus NRW im Alter von 17 - 23 Jahren. Sie ist ein Projekt des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfahlen, des Projektträgers Aktion Gemeinwesen und Beratung, der Forum K&B GmbH und der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert durch die Stiftung Mercator.

Die JIK NRW ist ein herkunftsübergreifendes, nicht konfessionelles Forum und ein zivilgesellschaftlicher und gemeinnütziger Akteur der außerschulischen politischen Bildungsarbeit. Die JIK Nordrhein-Westfalen ist eines der Landesformate der bundesweit seit 2011 tätigen Jungen Islam Konferenz. Als landesweites Forum bietet die JIK NRW jungen Menschen aus diesem Bundesland – religiös und nicht-religiös, mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund – eine Plattform für Wissensgewinn, Austausch und Teilnahme an gesellschaftlichen Debatten über die Rolle des Islam in Deutschland. Dabei werden regionale Kontexte und Besonderheiten berücksichtigt.

Ich war diesjährige Teilnehmerin der JIK NRW 2016 (17. – 18. September 2016 und 23. – 25. September 2016). Im Rahmen eines zweitägigen Vorbereitungsseminars im Düsseldorfer Rathaus habe ich mit 43 anderen jungen Menschen aus Nordrhein-Westfalen zu den Themen Identität und Vielfalt, antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Zugehörigkeit sowie Islam und Muslimenbilder in Deutschland gearbeitet und diskutiert.

Weiterhin habe ich an einem politischen Planspiel zu einem fiktiven Moscheebaukonflikt im nordrhein-westfälischen Landtag teilgenommen und im Rahmen eines zweitägigen Dialogforums im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden eigene Ideen und Vorschläge zur aktiven Mitgestaltung in Gesellschaft und Politik des Landes NRW entwickelt.Jik-logo

Oktay Ülker berichtet über seinen Auslandssemester an der University of Warwick Eine Erfahrung, die ich jedem weiterempfehlen kann!

Schon zu Beginn meines Studiums war ein Auslandssemester ein fest eingeplanter Bestandteil meiner universitären Laufbahn. Als ich während des dritten Semesters vom Erasmus-Programm erfuhr, stand einer Anmeldung nichts im Weg.

Nach der Bewerbung hieß es dann abwarten. Nach einigen Wochen kam dann die Antwort, die Antwort, welche mein Leben verändern sollte: "Warm greetings from the University of Warwick". Meine Freude war kaum zu bändigen, noch hatte ich nicht ganz realisiert, dass dies für mich bedeutet, dass ich sechs Monate in einem anderen Land verbringen und studieren werde. Die nächsten Monate machte ich mich bereit: ich beantragte Auslandsbafög, suchte eine Unterkunft und bereitete mich mental auf mein Auslandssemester vor.

Dann war es soweit: die Flugtickets wurden schon lange im Voraus gebucht und ich machte mich auf den Weg zum Flughafen. Nach einem schwierigen Abschied von meiner Familie saß ich alleine im Flugzeug. Zum ersten mal flog ich alleine. Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Während des Fluges sah ich vom Fenster aus den Sonnenaufgang, welcher metaphorisch für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts stehen sollte. Mit vielen Emotionen in mir dachte ich an meinen Opa, welcher vor Jahrzehnten als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kam. Zum ersten Mal konnte ich einen Bruchteil seiner damaligen Gefühle selbst nachempfinden. Man geht in ein neues Land um dort zu leben. Bloß beherrschte ich schon die Sprache des Landes und es stand fest, dass ich nach sechs Monaten zurückkehren sollte.

Den gesamten Bericht finden Sie hier

   Oktay England 5      

    Oktay England 2

Dennis Jansen (Foto: Guido Schiefer)

Auszeichnung und Engagement Dennis Jansen - eine besondere Erfolgsgeschichte

 Dennis Jansen wurde in seinem Bachelorstudium von Chance hoch 2 unterstützt, bevor er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes wurde. Inzwischen hat er seinen Master gemacht und wurde im Rahmen der VDI Ruhrbezirksverein Jahreshauptversammlung 2016 als Preisträger für das Jahr 2015 ausgezeichnet.

Preisträger Master-Arbeit (dotiert mit € 3.000,00): Dennis Jansen, M.Sc.

Titel der Arbeit: Weiterentwicklung des Epitaxieprozesses der Kern-Mantel-Struktur für InGaN-Nanodraht-LEDs auf Si/111), Prüfer: Prof. Dr. Franz-Josef Tegude und Prof. Dr. Gerd Bacher, UDE, Ingenieurwisenschaften, Zentrum für Halbleitertechnik/Halbleitertechnologie.

Dennis Jansen hat sich aber auch selbst für Bildungsaufsteiger engagiert, unter anderem im Programm "Studienpioniere" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und im Diversity-Audit der UDE.

Ein Interview zu seinem Engagement finden Sie hier

Die Vergabe des Preises für hochschuldidaktische Innovationen in der Lehrpraxis Agit Kaidy in der Jury

Was ist hochschuldidaktisch innovative Lehrpraxis? Dieser schwierigen Frage hat sich Agit Kaidy, als studentisches Jurymitglied, gemeinsam mit den anderen Jurymitgliedern aus der Hochschulleitung und der Hochschuldidaktik gestellt.

Ihre Entscheidung fiel für das Seminar von Herrn Dietmar Meinel, M.A. und Frau Courtney Moffett-Bateau, M.A.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Jörg Schimmel/WAZ-Fotopool

Valentina und Harun haben es geschafft - Sie studieren

Die WAZ meldet:

"Essen.  Das Programm „Chance hoch 2“ der Universität Duisburg-Essen, gefördert durch die Stiftung Mercator, hat es möglich gemacht: Valentina Huber und Harun Güven haben ihr Abi und studieren jetzt an der Universität Duisburg-Essen. Beide sind die Ersten in ihren Familien, die eine akademische Laufbahn anstreben."

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Ein Bericht der Chance hoch 2 Stipendiatin Jennifer Aden Bürgerfest des Bundespräsidenten in Berlin

Seien wir mal ehrlich: als Ehrenamtler hat man es nicht immer leicht. Man hat nicht nur auf der Arbeit oder in der Schule schon genug Stress und Verantwortung. - Nein, man entscheidet sich noch freiwillig dazu ein paar weitere Stunden seiner kostbaren Zeit für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu opfern, die einem zwar gewiss Spaß macht (sonst würde man sie ja nicht machen); für die es aber meist viel zu wenig Lob und Wertschätzung gibt.

Darum freut man sich umso mehr, wenn man auf ein Fest eingeladen wird, um für seine ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt zu werden. Völlig aus dem Häuschen ist man, wenn man dafür vom Bundespräsidenten höchstpersönlich nach Berlin eingeladen wird.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Ein Bericht der Chance hoch 2 Stipendiatin Amanda Bajramovski Das Bellevue Forum: "Ich will Europa - mitgestalten"

Kurz nach meinen schriftlichen Abiturprüfungen durfte ich am 20. April 2013 an der Veranstaltung Ich will Europa - mitgestalten in Berlin, im Schloss Bellevue, teilnehmen. Die Veranstaltung diente jedoch nicht nur dazu Herrn Gauck zu treffen. Vielmehr ging es darum, sich Gedanken über die Zukunft Europas zu machen und die hierzu von uns entwickelten Ideen und Vorschläge zu diskutieren.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Weitere Infomationen zum Bellevue Forum finden Sie hier.