Neujahrskolloquium 2026Interdisziplinärer Austausch zum Jahresauftakt

Dr. Florian Trauten (Dekanat der Fakultät für Chemie) | 19.01.2025

Interdisziplinarität ist der Schlüssel zu exzellenter Forschung. Daher versammelt die Fakultät für Chemie ihre Forschenden zu Jahresbeginn immer wieder aufs Neue für einen Blick über den Tellerrand. Die besondere Aufgabe für die Vortragenden: Das Projekt so herunterbrechen, dass es alle verstehen. Gar nicht so einfach, wenn man sonst vor den Spezialist:innen des eigenen Forschungsfeldes möglichst tief ins Detail gehen soll.

© Florian Trauten - Marketing der Fakultät für Chemie

 

Sechs hervorragende Vorträge nahmen die Anwesenden mit auf eine Reise durch die verschiedenen Disziplinen der Chemie.

Den Auftakt machte Tanja Schuh (UMB) mit einem interessanten Ansatz an der Schwelle von der Chemie zur Biologie. Sie untersucht die Rolle von Biokatalysatoren bei der Reaktion tertiärer Alkohole während anaerober Abbauprozesse von Naphthalin und präsentierte erste interessante Forschungsergebnisse. Danach beeindruckte Sarah Rockel (Analytische Chemie) mit einem neuartigen Analyseansatz zur Isotopenanalyse. Shinie S. Awulachew (Anorganische Chemie) nahm das Publikum mit auf eine Reise auf die atomare Ebene um das Potential von Hämatit als Photoelektrode bei der Wasserstoffgewinnung zu beschreiben. Anschließend entließ Viktor Schaufler (Technische Chemie) mit einer Polyelektrolyth-Membrane mit beeindruckend hochselektiver Permeabilität für Wassermoleküle den Saal in eine kurze Pause. Diese nutzte das Junge Chemie Forum um über Vernetzungsangebote, Tagungen und andere anstehende Aktivitäten zu informieren. Nach der Pause entführte Anna Liskes (Didaktik der Chemie) die Chemiker:innen ins Klassenzimmer und berichtete über die Effekte affektiver und/oder kognitiver Differenzierungsmaßnahmen auf Lernengagement und -outcome und betonte hier datenbasiert die Relevanz zielgruppenorientierter Lernmaterialien. Thorben Neumann (Organische Chemie) führte die Aufmerksamkeit von dynamischen Lerngruppen zur dynamischen kovalenten Chemie und beschrieb interessante Anwendungsmöglichkeiten für die Entwicklung adaptiver Materialien.

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Im Anschluss an die Vorträge konnten sich alle dann an einem kleinen Buffet mit wärmenden Eintöpfen stärken. Das gab den Forschenden in ungezwungener Atmosphäre den Raum für weitere Fragen, zum Weiterdiskutieren und zum Weiterdenken, oder um einfach mit lieb gewonnenen Kolleg:innen noch einen kurzen Plausch zu halten.

Die Fakultät für Chemie bedankt sich bei Prof. Dr. Thomas Schrader für die jahrelange Organisation des Neujahrskolloquiums, das jedes Jahr aufs Neue die Disziplinen der Fakultät an einen Tisch holt und so einen angenehmen Raum für interdisziplinären Austausch schafft.

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