dokFORUM-Geisteswissenschaften (dokFORUM-GeiWi)

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Neues Format: dok(theorie)FORUM

im Jahr 2017 wird die bisherige Forschungswerkstatt unter dem Titel dok(theorie)FORUM weitergeführt. Unter dem neuen Titel sollen künftig in zunächst ca. 2 Terminen pro Semester einschlägige Theorien, Theorie-Traditionen oder generell theoretische Fragen punktuell und verdichtet thematisiert werden.

Schon die Promovierenden unserer Fakultät und dazu noch diejenigen der Bildungswissenschaften arbeiten natürlich auf äußerst vielfältigen Gebieten, wir hoffen jedoch mit einem breitgefächerten Angebot auf ein ebenso breites Interesse zu stoßen.

Wir sind außerdem jederzeit für Vorschläge zu Themen und Gästen oder auch für Beitragsangebote offen.

Die Termine erscheinen auf einer eigenen Seite, hier jedoch einige aktuelle Ankündigungen für das Wintersemester 2017:

 

Theorien des Rechts - Rechtsquellen und ihre normative Geltung
mit Eva Weiler (UDE)
Der Termin wird per Umfrage ermittelt

Abstract: Ob wir ein Brötchen beim Bäcker kaufen, unseren Arbeitsvertrag unterschreiben oder unsere Stimme zur Wahl abgeben – überall haben wir es mir rechtlich geregelten Phänomenen zu tun. Und dennoch gibt es auf Fragen wie „Was ist das Recht?“ oder „Warum soll das Recht gelten?“ von jeher eine Vielzahl von Antworten und wenig Einigkeit. Naturrechtliche Ansätze sehen im Recht ein Set aus inhaltlich bestimmten Prinzipien, die sich entweder direkt aus der Vernunft ableiten oder als de facto geteilte und deshalb offensichtlich vernünftige Grundsätze in der rechtlichen Praxis der Menschen erkennen lassen. Die historische Rechtsschule betrachtet das Recht als Ausdruck des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens und hat die Tendenz, die Rolle des Gewohnheitsrechtes wesentlich stärker zu betonen als rein positivistische Ansätze, die das Recht als ein System von in Verfahren gesetzten Normen beschreiben, die durch eine Zwangsmacht gedeckt sind. In dem Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, welche Form der Begründung in den jeweiligen Theorien angegeben wird und welche Möglichkeiten die jeweiligen Ansätze bieten, eine allgemeine, übergreifende rechtliche Ordnung mit der Pluralität rechtlicher und (noch) nicht-rechtlicher Akteure zusammenzudenken, die sowohl in nationalen als auch in internationalen Kontexten verstärkt auf rechtliche Autonomie bzw. rechtliche Einflussmöglichkeiten drängen.

 

Wirtschaftsethik und Ökonomik am Beispiel der Steuervermeidung
mit Dr. Karsten Witt (UDE)
Der Termin wird per Umfrage ermittelt

Abstract: Politiker, Journalisten und internationale Organisationen wie die OECD sind sich einig, dass aggressive Steuergestaltung, das Ausnutzen legaler Steuerabtragemöglichkeiten durch multinationale Unternehmen, bekämpft werden sollte. Jedoch ist unklar, ob die Praxis aggressiver Steuergestaltung etwas Schlechtes ist; ob also Unternehmen, die ihre Gewinne gezielt in Niedrigsteuerländer verlagern, etwas moralisch Verwerfliches tun oder nicht. Das Urteil der breiten Öffentlichkeit steht hier demjenigen vieler Ökonomen entgegen. In diesem Vortrag soll jener Dissens aufgegriffen und diskutiert werden, um so etwas Licht in das schwer zu durchschauende Verhältnis von Wirtschaftsethik und Ökonomik zu bringen.

 

 

 

Berichte und Eindrücke

  • Der Nachwuchsworkshop 'Voices from the Margins' verstärkte 2016 das Angebot des dok(methoden)FORUM:

Am 23. und 24. September 2016 fand am Campus Essen der internationale Nachwuchsworkshop “Voices from the Margins: Societal Change and the Environment in Poetry” statt. Der Workshop wurde unterstützt durch den Profilschwerpunkt “Wandel von Gegenwartsgesellschaften” sowie dem DokForum GeiWi. In drei Panels und einer Poster Präsentation wurden Pidgin-Sprachen, lyrische Formen des sozialen und ökologischen Widerstands und die Transformationen des Genres durch moderne Medien diskutiert. Als Höhepunkt galt die öffentliche Lesung mit Kayo Chingonyi (London) und Musik der Indie-Folk Band Kim Kaleko (Essen), die in Kooperation mit „Die Lesung mit der Glückskatze“ im Cafe Konsumreform stattfand.
 

Workshop Voices 2  Workshop Voices 1

 

 

Die Idee hinter dokFORUM

 

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über Ziele und Angebote unseres Netzwerks informieren.

Das Projekt ist darauf ausgerichtet, Doktorandinnen und Doktoranden in den Geisteswissenschaften zu begleiten und zu unterstützen. In Kooperation mit den Fakultäten für Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften ist ein interdisziplinäres Forum geschaffen worden, welches Nachwuchswissenschaftlern Raum für einen gemeinsamen Austausch bietet.

In der Fakultät für Geisteswissenschaften sind derzeit etwa 100 Promovierende organisiert.

Die im Zuge des Bologna-Prozesses voranschreitende Umstellung auf B.A.- und M.A. Studiengänge bringt eine Umorientierung hinsichtlich der Lern- und Lehrstoffe zugunsten sog. Schlüsselkompetenzen mit sich. Zur Vermittlung dieser Kompetenzen wurden an einigen Universitäten Deutschlands bereits Zentren für Schlüsselqualifikationen sowie Career Services eingerichtet.
Neben dem fachspezifischen Wissen stellen diese fächerübergreifenden Kernkompetenzen auch wesentliche Grundlagen für den Promotionsprozess sowie den weiteren Karriereweg dar.

Begleitend zu der Betreuung durch die Doktormutter bzw. den Doktorvater bietet dokFORUM allen DoktorandInnen der Geisteswissenschaften Unterstützung beim Erwerb solcher Schlüsselkompetenzen. dokFORUM fördert hierzu den fächerübergreifenden Dialog der Promovierenden untereinander und informiert über eine Mailingliste regelmäßig über promotionsrelevante Qualifizierungsmöglichkeiten und -veranstaltungen am Campus und darüber hinaus.

Zusätzlich bietet das dokFORUM eine breite Palette eigener Veranstaltungsreihen für Promovierende an.

Es lohnt sich außerdem einen Blick in das Veranstaltungsprogramm der Kooperationspartner, wie z.B. das DokFORUM-Biwi und DokNet zu werfen, vielleicht finden Sie dort auch Angebote, die für Sie interessant und/oder relevant sein könnten!

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