Zur Bemessung von Membrantragwerken sind realitätsnahe Materialwerte der mechanischen Eigenschaften unerlässlich. Aus diesem Grund bieten wir biaxiale Zugversuche nach Normvorgabe oder auch nach individueller Kundenvorgabe, nach Wunsch auch mit anschließender Bestimmung der elastischen Konstanten, an.

Wir bieten:

  • Biaxiale Kraft- und Dehnungsmessungen,
    • die kraft- oder dehnungsgeregelt werden können,
    • und bei denen jeweils beide Achsen unabhängig voneinander angesteuert werden können.
  • Die Dehnunghsmessung erfolgt berührungsfrei über ein optisches Messsystem.
  • Wir verfügen über eine 50 kN und eine 20 kN Zugprüfmaschine.
  • Eine Temperierung der Versuche (-30 °C bis +70 °C) ist an der 50 kN Maschine möglich.
  • Ergänzend bieten wir Ihnen die Bestimmung der elastischen Konstanten (Zugsteifigkeiten und Querkontraktionszahlen)

Wir arbeiten nach den Normen:

  • MSAJ/M-02-1995
  • DIN EN 17117-1

MSAJ/M-02-1995

Die biaxiale Zugversuchsvorschrift nach der japanischen Norm MSAJ/M-02-1995 hat sich über viele Jahre hinweg als der Standard etabliert. Er enthält die typischen Lastverhältnisse die in einem Membranbauwerk vorherrschen und berücksichtigt das Kraftmaximum Ihres Materials.

Um Ihnen ein Angebot nach der Prüfnorm MSAJ/M-02-1995 erstellen zu können, benötigen wir lediglich die maximalen Reißkräfte Ihres Materials für beide Geweberichtungen.

DIN EN 17117-1

Die neue biaxiale Prüfnorm DIN EN 17117-1 ist eine Weiterentwicklung des MSAJ/M-02-1995. Hier werden die angesteuerten Kraftmaxima und -minima auf die Belange der einzelnen Geweberichtungen feiner abgestimmt und somit für jedes Material individuell angepasst.

Die Ergebnisse einer Reißkraftprüfung Ihres Materials liefern bereits alle Parameter die wir benötigen, um Ihnen ein aussagekräftiges Angebot für diese biaxiale Prüfung unterbreiten zu können.

Bestimmung elastischer Konstanten

Im Anschluss an eine biaxiale Prüfung ist es uns möglich elastische Konstanten für Ihr Material näherungsweise zu bestimmen. Diese Konstanten können anschließend in FE-Simulationen als Eingangsparameter verwendet werden. Die Auswertung der elastischen Konstanten beruht auf der Best-Fit Methode. Unsere hauseigene Auswertung ermittelt den für Ihr Material besten Satz an elastischen Konstanten in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Lastverhältnisse nach dem Prinzip der kleinsten Fehlerquadratsumme.