Die International Relations Strategy 2030 macht sich für eine Convivial Campus-Kultur stark, in der Menschen mit unterschiedlicher Herkunt in Interaktion miteinander in Bildungs- und Forschungsaktivitäten sich entfalten und ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln können. Eine Convivial Campus-Kultur macht die UDE als Ziel für Studierende und Wissenschaftler*innen aus dem Ausland attraktiver. Services für internationale Mobilität auf dem Campus bieten lokalen und internationalen Studierenden und Forschenden die Unterstützung, die sie brauchen, um ihre internationalen Austausche zu einer gewinnbringenden Erfahrung zu machen, und entwickeln Kompetenzen, die wichtig für das zukünftige Berufsleben sind.

Konkrete Ziele

Ausbau der internationalen Rekrutierung

Ausbau der internationalen Rekrutierung

Beim Ausbau der internationalen Rekrutierung wird zwischen Zielen und Maßnahmen zur Rekrutierung von ausländischen Studierenden und solchen für internationale Wissenschaftler*innen unterschieden.

Die universitätsweite Rekrutierung von Studierenden aus dem Ausland wird durch international attraktive Studiengänge ausgebaut. Die Flexibilität, die die Bologna-Reformen für die Entwicklung von interdisziplinären und kreativen Curricula auf Master-Ebene gebracht haben, ist ein besonders wichtiger Faktor, um die Attraktivität von UDE-Studiengängen für ausländische Studierende zu verbessern. Das Angebot umfasst englischsprachige (oder anderssprachige) Studiengänge, insbesondere auf der Master-Ebene, zweisprachige und Doppelabschlussprogramme, die Integration von englischsprachigen Modulen in deutschsprachige Studiengänge und Formen von Blended Intensive Learning und international relevanten Microcredentials.

Mit einer größeren Anzahl an international attraktiven Studiengängen kann das Augenmerk auf das Marketing und bessere Bedingungen für die Rekrutierung von ausländischen Studierenden gerichtet werden. Das weltweite Netzwerk strategischer Partnerschaften, darunter Aurora für Europa, und die Verbindungsbüros bieten der UDE bereits eine ausgezeichnete Infrastruktur für das Bewerben von UDE-Studiengängen und Unterstützung bei Marketing- und Rekrutierungsaktivitäten. Programme wie die Studienbrücke des Goethe-Instituts und Beziehungen zu deutschen Schulen im Ausland helfen, das Interesse talentierter ausländischer Studierender zu wecken. Mögliche Anpassungen in Verwaltungsprozessen, die frühere Entscheidungen über Zulassungen und eine Vereinfachung der Einschreibung von internationalen Studierenden erlauben, sollten in Betracht gezogen werden.

Die Rekrutierung internationaler Wissenschaftler*innen umfasst sowohl die Rekrutierung und das Onboarding von Forschenden aus dem Ausland als auch die Rekrutierung und Bindung von Forschenden mit Abschlüssen von deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Innovationen im Bereich postdoktoraler Qualifikationen, die im Zuge der UDE-Forschungsstrategie eingeführt wurden, verbessern das Image der UDE als Ziel für weiterführende wissenschaftliche Qualifikationen. Universitätsweite strategische Partnerschaften und UDE/UA-Ruhr-Büros in aller Welt werden genutzt, um Anzeigen für geförderte Doktorand*innen- und Postdoktorand*innenstellen international zu verbreiten.

Das Akademische Auslandsamt wird eine wichtigere koordinierende und unterstützende Rolle dabei übernehmen, dass Wissen und Erfahrungen in den Bereichen Rekrutierung von internationalen Studierenden und Forschenden geteilt werden.

Steigerung der Mobilität auf allen Qualifikationsstufen

Steigerung der Mobilität auf allen Qualifikationsstufen

Viele der Maßnahmen zum Ausbau der Rekrutierung tragen auch stark zur Erweiterung der Studierendenmobilität bei. Mit mehr bilingualen, Doppelabschluss-, Blended-Learning- und englischsprachigen (oder anderssprachigen) Studiengängen bereitet die UDE ihre eigenen Studierenden besser auf Studienaufenthalte im Ausland vor und wird zu einem attraktiveren Ziel für Studierende unserer Erasmus+-Partner- und anderer Partnerhochschulen in unseren internationalen Netzwerken. Das Aurora-Netzwerk und eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Akademischen Auslandsamt und den Fakultäten spielen eine zentrale Rolle beim Ausbau der Mobilität. Auf der dezentralen Ebene der Fakultäten wird Mobilität gefördert durch die Entwicklung internationaler Inhalte und eine Anpassung der Unterrichtssprache, eine Infrastruktur an Unterstützungsangeboten und Änderungen in den Curricula, die Mobilitäten ohne Regelstudienzeitüberschreitung ermöglichen. Von zentraler Ebene benötigen die Fakultäten mehr Unterstützung bei der Durchführung internationaler Master-Studiengänge, da diese über die fachspezifische Betreuung hinaus neue Komplexitäten bei der Rekrutierung, der Einschreibung, dem Onboarding und dem Mentoring mit sich bringen. Ziel ist, dass alle Studiengänge ein englischsprachiges (oder anderssprachiges) Modul und Mobilitätsfenster beinhalten und festes Personal für die Unterstützung des internationalen Austauschs zuständig ist.

Die Incoming- und Outgoing-Mobilität von Studierenden und Forschenden erfordert eine konzertierte, die ganze Universität einschließende Strategie – für Fakultäten und Forschungszentren, das Akademische Auslandsamt und das Science Support Center, die Universitätsleitung, die Verwaltung und zentrale Betriebseinheiten – sowie Engagement nach dem „Bottom-up-Prinzip“. Die UDE baut ihre strategischen Partnerschaften als Teil der globalen Vernetzung weiter aus. Dieses Netzwerk dient auch als Ressource für die Aktivierung von Mobilität in Lehre und Forschung – an die UDE und ins Ausland – an Stellen, wo bestehende strategische Partnerschaften einseitig oder noch wenig genutzt werden. Das Akademische Auslandsamt hat das nötige Rüstzeug, um den Fakultäten und wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Vorbereitung von Fördermittelanträgen und der Anbahnung von Kontakten mit internationalen Partner*innen als Coach bzw. Mentorin zur Verfügung zu stehen.

Die Mobilität von Forschenden umfasst die regelmäßige Teilnahme an internationalen Symposien und Konferenzen sowie geförderte Forschungsaufenthalte im Ausland, um Forschungsprojekte und Qualifikationen voranzubringen. Mit dem GC Plus betreibt das Science Support Center ein attraktives Programm zur Weiterbildung und Unterstützung von lokalen und ausländischen Forschenden im Rahmen der Research Academy Ruhr und hilft diesen so, ihre Qualifikationen und ihre Selbstständigkeit in der Forschung voranzubringen. Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) wie auch die Research Center und das College der UA Ruhr werben international angesehene Wissenschaftler*innen auf höheren Karrierestufen an und leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur Entstehung eines internationalen Forschungscampus. Die UDE unterstützt Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen bei der Einwerbung renommierter internationaler Stipendien. Die Verwaltung der UDE bietet umfassende Informationen in englischer Sprache und ist in der Lage, Verwaltungsprozesse auf Englisch zu bearbeiten. Dadurch wird es internationalen Wisseschaftler*innen ermöglicht, ihre Forschungsprojekte selbstständig zu verwalten.

Die globale Ausrichtung von Studiengängen und die globale Reichweite und Wirkung der UDE-Forschung verbessern stetig die Attraktivität der Universität für internationale Studierende und Forschende und befähigen ihre Angehörigen auf allen Qualifikationsstufen, internationale Aufgaben in der Wissenschaft oder auch in anderen Berufsfelder zu übernehmen. Die UDE/UA-Ruhr-Büros auf der ganzen Welt sind Ressourcen, die von allen Fakultäten und zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen genutzt werden, um Studierende zu rekrutieren, Austauschformate zu ermöglichen und zu unterstützen, und um sicherzustellen, dass Stellenangebote potenzielle Interessent*innen im Ausland erreichen.

Förderung von internationalen und interkulturellen Kompetenzen

Förderung von internationalen und interkulturellen Kompetenzen

Die erfolgreichen Internationalisation@Home-Aktivitäten bleiben eine wichtige Ressource zur Förderung der internationalen und interkulturellen Kompetenzen aller Statusgruppen in einer Convivial Campus-Kultur des Miteinanders. Diese Aktivitäten können dahingehend ausgebaut werden, lokale Studierende für internationale Mobilitäten zu befähigen. Internationalisation@Home und der Welcome Service werden enger mit den Aktivitäten des Diversity Support Centers zu den Themen Antidiskriminierung, Chancengleichheit und Familienunterstützung verzahnt. Dies befördert eine Campus-Kultur in der diverse Studierende, Forschende und ihre Familien* eine Wertschätzung für ihre Unterschiede entwickeln, kooperativ zusammenarbeiten und voneinander lernen.

Innovation bei hybriden internationalen Mobilitäten in Lehre und Forschung

Innovation bei hybriden internationalen Mobilitäten in Lehre und Forschung

Die UDE steigert kontinuierlich die Attraktivität ihrer Studiengänge und ihrer Forschung durch Innovationen bei digitalen und hybriden Formen der Mobilität im Sinne ihrer Digitalisierungsstrategie. Der Aufbau eines virtuellen Campus, eine bessere internationale Kontextualisierung und eine höhere Relevanz der UDE-Studiengänge für internationale Partner*innen werden durch AURORA und universitätsweite strategische Partnerschaften angekurbelt. Durch Blended-Mobility- und Kurzaufenthaltsprogramme wird der Kontakt von Wissenschaftler*innen mit Kolleg*innen in anderen Teilen der Welt intensiviert.

Internationalisierung von Weiterbildung

Internationalisierung von Weiterbildung

Ausländischen Studierenden und Forschenden die Unterstützung zu geben, die sie für ihre weitere berufliche und wissenschaftliche Qualifikation benötigen, ist von hoher strategischer Bedeutung für die Rekrutierung von Talenten, die wiederum zu exzellenter Forschung an der UDE und der Bekämpfung des Fachkräftemangels beiträgt. Das GC Plus des Science Support Centers ist führend bei der Unterstützung von Doktorand*innen und Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, die sich für weitere Positionen im Wissenschaftsbetrieb oder auch für Forschungskarrieren in anderen Bereichen qualifizieren wollen. Best Practices in der internationalen Rekrutierung, die sich in den International Studies in Engineering und anderen englischsprachigen und bilingualen Studiengängen bewährt haben, sollen auf weitere Fakultäten und Studiengänge übertragen werden. Die Aktivitäten der UDE im Bereich Innopreneurship beziehen eine internationale Perspektive und den Austausch mit lokalen und globalen Praxispartner*innen in die Ausbildung und Unterstützung von Gründer*innen ein und tragen so zur Innovations- und Transferstrategie der UDE bei.