Globales Engagement
Ziel der Strategie 2030 ist es, die Forschungs- und Bildungsaktivitäten sowie Allianzen mit Partner*innen auf der ganzen Welt zu intensivieren und globales Engagement stärker auf die im Hochschulentwicklungsplan definierten strategischen Prioritäten in Lehre, Forschung und Transfer auszurichten. Im Zuge des globalen Engagements wird die UDE das Bewusstsein für Herausforderungen schärfen, die durch geopolitische Veränderungen in der Welt entstehen, und die daraus resultierenden Chancen nutzen.
Konkrete Ziele
Stärkeres Engagement in unserem Europäischen Universitätsnetzwerk Aurora
Stärkeres Engagement in unserem Europäischen Universitätsnetzwerk Aurora
"Wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlichem Engagement und gesellschaftlicher Relevanz verbinden" ist das Leitmotiv des Universitätsnetzwerks Aurora. Die Universität Duisburg-Essen gehört zu den Gründungsmitgliedern des 2016 ins Leben gerufenen europäischen Netzwerkes AURORA, das auf Initiative der Freien Universität Amsterdam gegründet wurde und heute insgesamt neun Mitglieder aus ganz Europa umfasst, sowie ein nordamerikanisches Mitglied.
Definition und Identifikation universitätsweiter strategischer Partnerschaften
Definition und Identifikation universitätsweiter strategischer Partnerschaften
Als universitätsweite strategische Partnerschaften gelten Partnerschaften, die mindestens einem der folgenden Aspekte förderlich sind: Bildungs-, Forschungs-, Transfer- und Dienstleistungsaktivitäten der Universität; Institutionalisierung von großangelegten und langfristigen Forschungskooperationen der Fakultäten und zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen; Erreichen der Ziele und Umsetzung des Hochschulentwicklungsplans; Research Center und College der Research Alliance Ruhr sowie internationale Aktivitäten der UA Ruhr.
Entscheidungen zu universitätsweiten strategischen Partnerschaften trifft das Rektorat. Für die Aktivierung der Kooperation mit strategischen Partnern ist das Prorektorat für Universitätskultur, Diversität und Internationales verantwortlich. Es wird dabei vom Akademischen Auslandsamt unterstützt.
Diversifizierung internationaler Kooperationspartner*innen
Diversifizierung internationaler Kooperationspartner*innen
Zukünftig fördert die UDE die globale Vernetzung durch diversere strategische Partnerschaften und untereinander verbundene Aktivitäten und Weltregionen hinweg. Dieses Ziel ist im Einklang mit der neuen Internationalisierungsstrategie der Kultusministerkonferenz, die 2024 verabschiedet wurde und ebenfalls die Diversifizierung der internationalen Beziehungen von Hochschulen fordert. Die Diversifizierung von Partnerschaften wird sich auf den Aufbau von Partnerschaften in Subsahara-Afrika und Lateinamerika konzentrieren. In Subsahara-Afrika erfolgt der Aufbau von Partnerschaften über die Ghana-NRW-Universitätsallianz, die 2023 ins Leben gerufen wurde, und in Lateinamerika durch das UA-Ruhr-Verbindungsbüro Lateinamerika, das 2025 eröffnet wurde und das die UDE für die UA Ruhr koordiniert.
Aktivierung strategischer Partnerschaften in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer
Aktivierung strategischer Partnerschaften in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer
Aktivitäten im Rahmen universitätsweiter strategischer Partnerschaften spielen eine wichtige Rolle bei der globalen Vernetzung von Fakultäten und zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen im Sinne der Internationalisierung ihrer Lehr- und Forschungsaktivitäten. Das Ziel ist, strategische Partnerschaften durch bessere Informationsquellen und Kommunikation zu bestehenden Partnerschaften, Unterstützungsmöglichkeiten und Finanzierungsquellen zu aktivieren und durch Anreize und Coaching die Anzahl an Drittmittelanträgen zu erhöhen. Aktivierung von strategischen Partnerschaften bedeutet, dass Aktivitäten auf allen Ebenen der Hochschule weiterverfolgt und entwickelt werden – von der Leitung bis hin zu einzelnen Wissenschaftler*innen sämtlicher Qualifizierungsstufen. Strategische Partnerschaften werden durch eine verbesserte Koordination und Informationsweitergabe zwischen dem Prorektorat, dem Akademischen Auslandsamt, den Fakultäten und den zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen aktiviert, wobei das Auslandsamt die Koordination übernimmt und Unterstützung bietet. Innerhalb Europas wird die Kooperation in Forschung und Lehre im Rahmen des Aurora-Netzwerks vorangetrieben, um neue Formen des Bildungsaustauschs und neue Forschungsinitiativen zu etablieren. Eine verbesserte Kommunikation und Koordination zwischen den UA-Ruhr-Verbindungsbüros wird dazu führen, dass diese wichtigen Ressourcen noch hilfreicher für die internationale Rekrutierung, den Austausch und die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre werden.
Sensibilisierung beim Thema Forschungssicherheit
Sensibilisierung beim Thema Forschungssicherheit
Vor dem Hintergrund einer sich verändernden geopolitischen Lage teilen unsere Kooperationspartner*innen womöglich nicht immer unsere Werte und Interessen. Die Frage, wie die Ergebnisse von Forschungs- und Bildungskooperation genutzt oder missbraucht werden, wird immer wichtiger. Dies gilt insbesondere bei Partner*innen in Wissenschaftssystemen, die weniger Wert auf akademische Freiheit und die Autonomie von Hochschulen legen und in denen staatliche und militärische Interessen Einfluss auf den Verlauf und die Nutzung wissenschaftlicher Kooperationen haben. Politisch motivierte Eingriffe in Abläufe und Anwendung der Wissenschaft kommen auch in einigen der etabliertesten Demokratien der Welt immer häufiger vor. Neben den bereits etablierten Compliance-Verfahren in der Universitätsverwaltung wird ein größeres Augenmerk darauf gelegt, bei Wissenschaftler*innen und Fakultäten Bewusstsein für Forschungssicherheit zu schaffen und Reputationsrisiken auf Ebene der Universitätsleitung zu bewerten.
Engagement im Bereich Science Diplomacy
Engagement im Bereich Science Diplomacy
Durch das Engagement im Bereich Science Diplomacy verstärken wir unseren Einsatz für akademische Freiheit und die Autonomie von Hochschulen auf der ganzen Welt. Im Rahmen ihrer globalen Vernetzung bemüht sich die UDE, die Freiheit und Autonomie einzelner gefährdeter Forschender zu befördern und sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse, wo relevant, zu demokratischen Transformationen, nachhaltiger Entwicklung und dem Schutz der Menschenrechte beitragen. Dieses Ziel steht im Einklang mit der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung von 2023, die für Wissenschaftler*innen eine Rolle als zivilgesellschaftliche diplomatische Akteur*innen im Sinne der Freiheit und Demokratie vorsieht, und wird durch Nutzung der wissenschaftlich fundierten Ressourcen, die das DAAD-Kompetenzzentrum für Internationale Wissenschaftskooperationen (KIWi) bereitstellt, vorangetrieben.